Grußwort zum Jahreswechsel

Liebe Wuppertalerinnen und Wuppertaler,

hinter uns liegt ein ereignisreiches und bewegtes Jahr, in dem es leider nicht nur Grund zur Freude gab. In vielen Teilen der Welt herrschen Krieg, Terror und Not. In den vergangenen Tagen haben uns die Bilder aus Aleppo besonders schockiert.
OB Mucke
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Aber das Attentat in Berlin hat gezeigt, dass auch hier Terrorristen mit menschenverachtenden Verbrechen Tod, Hass und Gewalt über uns bringen. Meine Gedanken sind bei den Verletzten und allen Angehörigen der Opfer. Unsere Solidarität gilt den Berlinerinnen und Berlinern und allen Menschen auf der Welt, die täglich Opfer von Terror und Gewalt sind.


Terror, Hass und Gewalt auch in Europa - das verunsichert viele. Manche nutzen diese Verunsicherung aus, um sie für ihre populistischen Zwecke zu missbrauchen und unsere Gesellschaft zu spalten. Deshalb rufe ich dazu auf, solidarisch zusammenzustehen, und gemeinsam für unsere Werte, für unsere offene und tolerante Gesellschaft und für unsere Freiheit einzutreten. Und es bewegt mich jeden Tag, wie sehr Sie sich, liebe Wuppertalerinnen und Wuppertaler, für diese Werte, für unsere Stadt und das Zusammenleben engagieren. Dafür bedanke ich mich herzlich bei Ihnen - Sie machen diese Stadt reich!


Und das trägt Früchte, Wuppertal entwickelt sich positiv: Die Stadt wächst und hat mittlerweile rund 360.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Gleichzeitig sinkt langsam aber sicher die viel zu hohe Zahl arbeitsloser Menschen. Immer mehr Menschen finden einen Arbeitsplatz.


In der Stadt geht es voran: Am besten sieht man das am Döppersberg. Hier läuft es planmäßig. Im Sommer 2017 werden wir die B 7 wieder eröffnen und dies mit einer großen Feier verbinden. Ein Meilenstein auf dem Weg zum neuen Döppersberg, der Ende 2018 fertiggestellt sein wird.


Vielleicht wird danach auch noch eine ganz besonders spannende Idee von Bürgern Wirklichkeit: eine Seilbahn vom Döppersberg über die Universität nach Küllenhahn. Hierzu wird der Rat im Februar 2017 eine Grundsatzentscheidung treffen. Ich würde mich freuen, wenn Wuppertal seinen Ruf als Stadt der innovativen Mobilität mit einer Seilbahn weiter bereichern würde. Genauso, wie es die Schwebebahn mit ihrer neuen Wagengeneration tut, die jetzt an den Start gegangen ist.


Auch die Planungen zur Verlängerung der Nordbahntrasse bis nach Langerfeld kommen voran. Gemeinsam mit der Wuppertal Bewegung gehen wir dieses Projekt partnerschaftlich an. Auch in den einzelnen Stadtteilen bewegt sich einiges. In Wichlinghausen, Oberbarmen und Heckinghausen werden in den kommenden Jahren viele Projekte mit und für die Menschen realisiert. Das Land NRW unterstützt uns hierbei mit rund 25 Mio. Euro.


Wir brauchen aber auch zusätzliche Arbeitsplätze in unserer Stadt. Denn die Arbeitslosenquote von 9,5 % muss gesenkt werden. Dazu müssen wir die Rahmenbedingungen für die Schaffung neuer und fair bezahlter Arbeitsplätze verbessern. Zum einen dadurch, dass wir als Stadt insgesamt attraktiv sind für Unternehmen und Investitionen. Zum anderen auch durch die Bereitstellung von ausreichend Flächen, auf denen sich Unternehmen ansiedeln und erweitern können.


Wir müssen aber auch alles dafür tun, um gute Bildung und gute Startbedingungen für unsere Kinder zu schaffen: Wir werden daher auch im kommenden Jahr zahlreiche Kindertageseinrichtungen neu in Betrieb nehmen und müssen dringend weitere planen, denn wir haben hier noch einen großen Nachholbedarf. Ebenso wird weiter in großem Umfang in unsere Schulen investiert, um den Schülerinnen und Schülern optimale Lernbedingungen zu bieten.


Besonders erfreulich ist, dass die Schulsozialarbeit auch künftig gesichert ist und als wichtiges Angebot erhalten bleibt. Frühzeitige Prävention und eine engagierte soziale und pädagogische Begleitung helfen unserer Gesellschaft insgesamt. Wir dürfen es nicht hinnehmen, dass ein Drittel der Kinder in unserer Stadt in Armut lebt. Wir brauchen ein breites Bündnis gegen Armut in Wuppertal. Dies wird ein Schwerpunkt meiner Arbeit sein.


Wuppertal ist ein attraktiver, lebendiger Bildungs- und Wissenschaftsstandort. Drei Hochschulen, die Junior- Uni, Allgemeinbildende Schulen, Berufskollegs und das weltweit anerkannte Wuppertal-Institut belegen dies. Über 21.000 Studierende bereichern unsere Stadt. Mein Ziel ist es, sie auch über ihre Studienzeit hinaus an Wuppertal zu binden und ihnen ein attraktives Wohn- und Arbeitsplatzangebot zu bieten.


Liebe Wuppertalerinnen und Wuppertaler, wir dürfen uns glücklich schätzen, dass sich viele Menschen in Wuppertal bürgerschaftlich engagieren - im Sport, in der Kultur, in sozialen und karitativen Einrichtungen, im Jugendbereich, im Umweltschutz, in der Feuerwehr und in Hilfsorganisationen. Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihren großartigen Einsatz. Sie alle sind Vorbild und machen Wuppertal zu dem, was es ist - eine Stadt auf die wir stolz sein können! Dieser Talstolz und der Optimismus, den ich damit verbinde, gibt uns Kraft und macht Mut für das vor uns liegende Jahr 2017!


Ich wünsche Ihnen allen ein schönes und friedvolles Weihnachtsfest und ein gutes erfolgreiches Jahr 2017!

Ihr

Oberbürgermeister Andreas Mucke

 
 

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