Verhalten im Brandfall

In Wuppertal rückt die Feuerwehr jährlich zu durchschnittlich 700 Brandeinsätzen aus. Etwa 140 Personen erleiden Rauchgasvergiftungen und traurigerweise sterben auch in unserer Stadt immer wieder Menschen in den Flammen. Die nordrhein-westfälischen Feuerwehren werden insgesamt alle zwölf Minuten zu einem Brandeinsatz gerufen. Dies sind jährlich rund 45.000 Brände. Bei einem Viertel der Einsätze sind Häuser und Wohnungen betroffen, in denen Menschen leben.
Verhalten im Brandfall
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Allgemeine Informationen zum Verhalten im Brandfall

Vorbeugende Maßnahmen wie die Installation von Rauchmeldern helfen, Personen- und Sachschäden zu vermeiden. Eine sichere Verhinderung eines Brandausbruchs gibt es allerdings nicht. Sie können sich im Vorfeld schon vorbereiten, damit Sie sich bei Ausbruch eines Brandes richtig verhalten. Um sich bei Ausbruch eines Brandes richtig zu verhalten, sollten Sie einige Regeln verinnerlichen.

Ein Wohnungsbrand kann jeden treffen!

In erster Linie gilt:

 

Bewahren Sie Ruhe!

 

Ein kleines Feuer können Sie vielleicht selbst löschen. Wenn das nicht mehr möglich ist, holen Sie Hilfe.

 

Der Einsatz der Feuerwehr ist kostenlos! Sie müssen keine Kostenforderungen befürchten, selbst wenn sich herausstellt, dass ein Einsatz der Feuerwehr nicht notwendig war.

 

Rufen Sie Hilfe!

 

Verlassen Sie den unmittelbaren Gefahrenbereich und rufen Sie die Feuerwehr. Sie ist von jedem Telefon unter der Notrufnummer 112 zu erreichen. Der Notruf funktioniert auch an öffentlichen Telefonen ohne Münzen oder Karte, sowie bei gesperrten Handys oder Prepaid-Handys, die kein Guthaben mehr aufweisen.

Machen Sie eindeutige Angaben!

Hier sollten Sie sich die fünf W-Fragen merken

WER ruft an? Nennen Sie Ihren Namen
WO

brennt es? Geben Sie die genaue Adresse an.
Beispiel: Meine Anschrift lautet "Zur Waldkampfbahn Nr. X im Hintergebäude"
und nicht "Ich wohne auf der Waldkampfbahn"

WAS ist passiert? Beschreiben Sie kurz was brennt
WIE ist die Situation? Sind Menschen in Gefahr? Gibt es Verletzte?
WARTEN Sie auf Rückfragen. Die Notrufstelle beendet das Gespräch

 

Eine Person sollte die Einsatzkräfte empfangen und sich bei Bedarf bemerkbar machen.

 

Halten Sie Anfahrtswege für die Feuerwehr und den Rettungsdienst immer frei!

Flüchten oder bleiben?

Entscheiden Sie diese Frage für sich im jeweiligen Einzelfall. Es gilt: Menschenrettung geht vor Sachschutz! Erscheint Ihnen die Gefahr für sich selbst zu groß, dann fliehen Sie über die gekennzeichneten Rettungswege! Benutzen Sie auf keinen Fall die Aufzüge! Diese können durch den Brandrauch zu einer tödlichen Falle werden! Sollten Sie es nicht vermeiden können, nur durch einen verrauchten Raum ins Freie zu gelangen, laufen Sie in gebückter Haltung oder kriechen Sie möglichst am Boden entlang. Der Rauch senkt sich relativ langsam nach unten.

 

Warnen Sie die Mitbewohner und Nachbarn, ohne unnötige Aufregung oder Panik zu verursachen. Helfen Sie Kindern und alten oder behinderten Menschen. Schließen Sie alle Fenster und Türen hinter sich, damit sich Feuer und vor allem der Rauch nicht ausbreitet!

Ist Ihnen der Fluchtweg durch Feuer oder Rauch versperrt?

Ziehen Sie sich in einen rauchfreien Bereich zurück und machen Sie sich an einem Fenster bemerkbar. Die Feuerwehr rettet Sie auch über Fenster sicher aus dem Brandobjekt.

Schaulustige stören!

Wenn Sie sehen, dass Ihre Hilfe nicht benötigt wird, gehen oder fahren Sie weiter. Fordern Sie Schaulustige auf, dies ebenfalls zu tun.

Büro, Freizeit, Urlaub

Beherzigen Sie diese Hinweise auch an Ihrem Arbeitsplatz, im Urlaub und in der Freizeit. Machen Sie sich mit Standorten der Feuerlöscher, den Rettungswegen und Notausgängen vertraut (z.B. in Hotels, Verwaltungsobjekten usw.).