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Wuppertal / Rathaus & Bürgerservice

BESTKLIMA - Klimaanpassung im Bergischen Städtedreieck

Hagelkorn bei einem Unwetter Juni 2016

Aufgrund der weitreichenden Folgen des Klimawandels wird - neben dem vorbeugenden Klimaschutz - auch das Thema Klimaanpassung zunehmend an Bedeutung gewinnen und damit auch die hieraus resultierenden Maßnahmen zur Risikovermeidung bzw. -minimierung.  Klimaanpassungsstrategien sollen dabei helfen, die aktuellen Risiken des Klimawandels zu identifizieren und zu bewerten, den möglichen Handlungsbedarf zu benennen sowie konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Auch die Kommunen Remscheid, Solingen und Wuppertal, in denen in der Vergangenheit bereits Extremwetterereignisse aufgetreten sind, wollen sich in Zukunft auf Veränderungen des Klimas und des Wettergeschehens einstellen und Klimaanpassungsmaßnahmen durchführen. Hierbei soll sie das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderte Projekt BESTKLIMA unterstützen.

 

Das Projekt BESTKLIMA baut auf dem bereits erstellten regionalen Klimaschutz-teilkonzept zur Anpassung an den Klimawandel auf, in welchem insgesamt 36 Maßnahmen für die Region erarbeitet wurden. Im Laufe des Projekts werden Vorschläge zur Integration verschiedener Anpassungs­maßnahmen für die unterschiedlichen, klimaanpassungsrelevanten Geschäftsbereiche entwickelt.  Hierdurch wird ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der Anpassungs­strategie des Bergischen Städtedreiecks geleistet.

 

Projektziele

Das Gesamtziel des Vorhabens ist es, das Klimaschutzteilkonzept Anpassung an den Klimawandel gemeinsam mit den regionalen Akteuren (d.h. mit den Städten Remscheid, Solingen, Wuppertal, der Bergischen Entwicklungsagentur und weiteren Personen und Institutionen) umzusetzen und dabei ein übertragbares Qualitätsmanagement- und Evaluationssystem zu entwickeln.

Hitze in der Stadt

Der städtische bzw. regionale Anpassungsfortschritt wird durch ein standardisiertes Berichtswesen und kontinuierliche Evaluationen dokumentiert. Es wird so konzipiert, dass die Übertragbarkeit gewährleistet und auch von anderen Kommunen bei der Umsetzung ihrer Anpassungsmaßnahmen angewendet werden kann. Hierfür wird vom Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen eine Methodik entwickelt und angewendet.

Im Rahmen des Projekts sollen umfangreiche, d.h. hinsichtlich der bearbeiteten Themen, der beteiligten Akteure und der Art der zur Umsetzung vorgesehenen Maßnahmen komplexe Anpassungsvorhaben auf stadtregionaler Ebene organisiert und gesteuert werden. Die Städte und die Region werden während des Vorhabens Netzwerke auf- oder ausbauen, die sich nach Abschluss des Vorhabens in Fragen der Klimaanpassung selber tragen können.

 

Starkregen in Wuppertal, Juli 2016

Sie werden in zahlreichen Themenfeldern wie der Stadt- und Regionalplanung und der Stadtent­wicklung, der Entwässerungsplanung oder dem Gesundheitswesen eigene Konzepte und Lösungs­ansätze erarbeiten und in die praktische Anwendung bringen. Anhand eines übertragbaren Leitfadens werden die aufbereiteten Ergebnisse des Projekts auch für andere Kommunen nutzbar und anwendbar gemacht. Insofern werden über die Bergische Region hinaus Lösungsansätze entwickelt.

 

Projektförderung

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen des Förderprogramms für Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Hierbei wird es zu den Vorhaben unter Punkt 3: “Kommunale Leuchtturmvorhaben sowie Aufbau von lokalen und regionalen Kooperationen“ gezählt.

 

Projektkoordination und wissenschaftliche Begleitung

Das Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen (ISB) ist als wissenschaftlicher Partner für das Projektmanagement sowie für die konzeptionelle Beratung zuständig. Zudem leistet das ISB inhaltliche Arbeit in den Themenfeldern, für die Netzwerkkoordination, zur Durchführung von Veranstaltungen, Vorbereitung von Materialien der Öffentlichkeitsarbeit sowie für die Konzeption und Durchführung der Evaluation und Qualitätssicherung des regionalen Anpassungsfortschritts. Es wertet darüber hinaus den Gesamtprozess wissenschaftlich aus und erarbeitet daraus den bereits erwähnten Leitfaden.

 

Frau Ute Bücker
Fachreferent/in
Frau Andrea Stamm
Teamleiterin

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