Inhalt anspringen

Wuppertal / Rathaus & Bürgerservice

Erste Projekte aus dem Handlungsprogramm werden realisiert

Seit 2013 realisieren beide Städte ein Projekt mit dem Titel „Hochwasserrisikomanagement und Umweltbildung in Matagalpa“. Organisatorisch unterstützt werden sie dabei durch „Engagement Global /Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ und finanziell gefördert durch das Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit (BMZ). Die Gelder werden aus dem Förderprogramm NAKOPA (Nachhaltige Kommunale Partnerschaftsprojekte) bereitgestellt.
Im Februar 2015 waren jetzt zwei Vertreter/innen der Partnerstadt Matagalpa zu Besuch in Wuppertal und berichteten im Ressort Umweltschutz, dem verantwortlichen Projektpartner, über den Stand der Umsetzung:

Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Hochwassergefahr durch starke Regenfälle im Einzugsbereich des Rio Grande de Matagalpa zu reduzieren. Ein wesentlicher Aspekt ist die Installierung eines Hochwasserfrühwarnsystems, welches die Menschen in der Stadt so frühzeitig warnen soll, dass sie sich möglichst schnell in Sicherheit bringen können. Die Einrichtung von Baumschulen und die Durchführung von Aufforstungsmaßnahmen in den landwirtschaftlich genutzten Bereichen sind zentrale vorbeugende Maßnahmen, um die Gefahr von Bodenerosion, Erdrutschen und Hochwasser weiter zu reduzieren. Umweltbildung und Kampagnen zur Information breiter Bevölkerungsschichten sind ergänzende und unverzichtbare Voraussetzungen für den Erfolg und daher wichtige Bestandteile des Projektes.

 

Erfahrungsaustausch ist eine wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit

 

Zwei Vertreter/innen der Umweltabteilung der Stadt Matagalpa waren Anfang Februar für eine Woche zu Gast in Wuppertal. Juana Garcia ist derzeitige Leiterin des Umweltamtes und Jairo Urbina ist verantwortlich für die Umweltbildung der Stadt Matagalpa.

Für die Gäste war besonders wichtig, an einem 4-tägigen Workshop des Ressorts Umweltschutz teilzunehmen, um Datengrundlagen und technischen Gegebenheiten in den Partnerkommunen als Voraussetzung für die weitere Zusammenarbeit zu vergleichen und bestehende Defizite zu erkennen. Insbesondere die Notwendigkeit einer systematischen verbesserten Erfassung der Regenwassermengen wurde deutlich.

In die gemeinsame Analyse flossen auch die Erfahrungen aus dem Projekt „Futuragua“ ein, das mit holländischer Unterstützung in Matagalpa realisiert wurde. Auf Einladung der Stadt Wuppertal nahmen daher nicht nur ein Vertreter des Wupperverbandes, sondern auch der verantwortlichen holländischen Partnerorganisation am Workshop teil.

Die Erfahrungen der Stadt Wuppertal bzw. des Wupperverbands im Bereich Hochwasserschutz und Schutz vor Sturzfluten wurden wegen der vergleichbaren Topografie in den beiden Partnerstädten umfassend diskutiert. Die Gäste aus Matagalpa konnten wertvolle Anregungen mitnehmen, die in ihre eigenen Konzepte einfließen sollen, aber auch Wuppertal und der Wupperverband bekamen einige Anregungen.

 

Fazit:

In der Zusammenarbeit lernen beide Seiten Für die Beteiligten aus Wuppertal und den Niederlanden ist es erst einmal wichtig, sich in die Arbeitsweise und gesellschaftlichen Randbedingungen einzudenken. Dies führt immer wieder zu Situationen, in denen man sich überlegen muss, wie man einen Schritt weiterkommt. Häufig wechselnde Zuständigkeiten, Abhängigkeit von politischen Rahmenbedingungen und sehr geringe Personalressourcen machen es den handelnden Personen oft schwer, die Projekte voranzubringen. Vor diesem Hintergrund ist es jedoch für das notwendige Engagement ein Ansporn, die engagierte Arbeit der Kolleginnen und Kollegen aus Matagalpa zu sehen.

Diese Website nutzt Cookies, um Ihnen die optimale Nutzung und die Sicherheit unseres Angebotes zu gewährleisten. Weitere Informationen finden Sie im Datenschutzhinweis.

Datenschutzerklärung DSGVO
Seite teilen