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Wuppertal / Rathaus & Bürgerservice

Vögel richtig füttern im Winter: wichtige Tipps

Im Winter, wenn die Bäume unbelaubt sind, ist es viel einfacher, Vögel zu beobachten. Besonders nah heran locken kann man die gefiederten Freunde mit einem Vogelhäuschen voller Leckereien. Doch das winterliche Vogelfüttern ist umstritten. Deshalb haben wir für Sie die wichtigsten Tipps und Hinweise der Experten zusamme

Den Vögeln steht im Winter wegen der kürzeren Tage weniger Zeit zur Nahrungssuche zur Verfügung, sodass beispielsweise Blaumeisen im Winter 85 % der Tageszeit mit der Futtersuche verbringen. Außerdem verlieren Kleinvögel im Winter schneller als größere Vögel Wärme – bei Kleinvögeln kann hierdurch ihr Körpergewicht innerhalb einer kalten Nacht um 15 % abnehmen! Kleine Vögel wie Blaumeisen müssen deshalb tagsüber regelmäßig Futter aufnehmen – was durch die Winterfütterung erleichtert wird. Aber nur richtig durchgeführt, kann eine Winterfütterung unseren Vögeln helfen.

Deshalb gilt es, folgende Regeln zu beachten:

 

  • Füttern Sie Wildvögel erst bei Frost oder Schnee, dann aber regelmäßig.
  • Sobald dann im Frühjahr die Temperaturen steigen, die Fütterung einstellen, denn dann beginnt die Brutzeit und das vom Menschen angebotene Futter ist für die Vogelbrut ungeeignet.
  • Beste Fütterungszeit ist der Morgen, wenn die Vögel nach einer kalten Nacht schnell ihre Energiereserven auffüllen müssen.
  • Wählen Sie Futterspender, bei denen die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können. Sonst können sich Infektionen leicht verbreiten.
  • Am besten verwenden Sie Futtersilos, da hier das Futter nicht verdirbt und sich keine Nahrungsreste sammeln können.
  • Die Futterstelle so positionieren, dass die Vögel ein freies Sichtfeld haben und sich keine Feinde, z.B. Katzen, unbemerkt anschleichen können.
  • Platzieren Sie Futterspender mit genügend Abstand zur nächsten Glasscheibe (mindestens zwei Meter).
  • Futterplatz und Wasserstelle sollten immer sauber sein, verschmutzte Vogelhäuschen,Futterautomaten und Wasserstellen schnellstens reinigen,weil viele Infektionskrankheiten gerade dort übertragen werden.
  • Bei der Futterauswahl am besten Mischungen aus verschiedenen Bestandteilen verwenden, um auf die Futterbedürfnisse verschiedener Vogelarten einzugehen (zum Beispiel Sonnenblumenkerne, Getreidekörner, Haferflocken, Rosinen, Obst, Nüsse usw.). So bevorzugt man keine Vogelart und kann viele verschiedene Vogelarten beobachten.
  • Brotkrumen, Speck, Kartoffeln und Ähnliches sind für Vögel u.a wegen des Salzgehalts ungeeignet!Darüber hinaus quillt Brot im Magen der Vögel und verdirbt schnell.
  • Achten Sie unbedingt darauf, dass das Futter keine allergieauslösenden Ambrosiasamen enthält!Ambrosia ist eine hochallergene Pflanze, die sogar bei sehr unempfindlichen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen kann.

Allerdings sollte man auch bedenken, dass die Winterfütterung nur ein kleiner Beitrag zum Artenschutz ist. Sehr wichtig ist es auch, den Vögeln das ganze Jahr durch vielfältige Strukturen und geeignete Bepflanzung der Gärten Nahrung und Brutstätten und damit eine Heimat zu bieten. Ausführliche Informationen darüber finden Sie im Infokasten auf der linken Seite.

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