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Wuppertal / Rathaus & Bürgerservice

Riesenbärenklau - problematisch für Mensch und Natur

Die Herkulesstaude- auch Riesenbärenklau genannt - (Heracleum mantegazzianum, syn. H. giganteum) gehört zu den schönsten, aber auch problematischsten Pflanzen, die in Nordrhein-Westfalen gedeihen.

Herkulesstaude/Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum, syn. H. giganteum)

 

Vegetative Entwicklung

 

Die Herkulesstaude ist aufgrund ihrer Größe von Blüten(-Dolden), Blättern und Gesamtlänge bis zu vier Metern eine sehr imposante Pflanze. Sie verletzt aufgrund des in allen Pflanzenteilen enthaltenen Furocumarins bei Hautkontakt die UV-Schutzschicht der Haut und kann schlimmstenfalls bei empfindlichen Menschen Verbrennungen verursachen. Als die Pflanze in Deutschland eingeschleppt wurde, war sie zweijährig, d.h. ihre Samen keimten im ersten Jahr und bilden Blätter aus, im zweiten Jahr blühte und fruchtet sie. Damit wäre die Pflanze gut zu bekämpfen gewesen, einfach indem man den Sproß mit Blättern vor der Blüte/Samenreife herausreißt. Im Laufe der Zeit hat die Herkulesstaude ihr Wuchsverhalten jedoch verändert und wächst inzwischen ähnlich wie eine Staude, die sich jährlich aus den Wurzeln neu bildet. Das in diversen Foren immer wieder beschriebene Absterben der Pflanzen nach der Samenbildung ist eher Wunsch als Realität.

 

Wege des Einschleppens und Verbreitens

 

Die Herkulesstaude wurde aus dem Kaukasus Ende des 19. Jahrhunderts als Zierpflanze eingeführt und war aufgrund ihrer späten Blüte eine wichtige Nährpflanze für die Bienen. Auch an Lichtungen im Wald wurde sie als Deckungspflanze für das Wild eingebracht. Schnell hat sie die frischen, nährstoffreichen Standorte entlang von Fließgewässern besiedelt, so dass dadurch tausende von Samen flußabwärts verbreitet wurden. Sie besiedelt jedoch auch Acker- und Grünlandstandorte und kann mit ihrer Größe und den immensen Blattflächen andere Arten verdrängen. Nur trockene, halbschattige Standorte meidet die Pflanze. Neben dem Wasser werden die Samen auch durch Anhaftung an Fell und Gefieder von Tieren und Vögeln, Bodentransport und in Reifenprofilen von Autos verbreitet.

 

Bekämpfung

 

Neben der Prävention gibt es hier eine Reihe von Methoden, die Anwendung finden und Aussicht auf Erfolg haben:

Die mechanische Bekämpfung erfolgt, in dem der Sproßtrieb/Vegetationskegel ca. Spatentief unterhalb der Bodenoberfläche entfernt wird. Dies ist ggfls. bei einer Nachkontrolle zu wiederholen.

Auch ein gutes Weidemanagement und die Beweidung durch Rinder und Schafe hat besonders bie großflächiger Verbreitung zu Zurückdrängen und teilweise Verschwinden geführt.

 

Wichtig bei allen o.g. Maßnahmen ist die Nachkontrolle, da die Pflanze bei ungenügender Entfernung nachtreibt, neue Sposse und Blüten ausbildet. Nur wenn eine strikte Konsequenz bei der Bekämpfung eingehalten wird, ist es möglich, neue Standorte zu vermeiden und bestehende zurückzudrängen.

 

Auch in der Gelpe ist es bisher erfolgreich gelungen, eine weitere Verbreitung der Herkulesstaude zu verhindern.

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