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Wuppertal / Straßen und Verkehr

Aktuelle Situation beschädigte Brücken im Morsbachtal

Während des Hochwasser-Ereignisses vom 14./15.07.2021 kam es zu erheblichen Schäden im Morsbachtal an der Stadtgrenze zwischen Remscheid und Wuppertal. Unter anderem wurden zwei Brücken erheblich beschädigt und die Brücke Ulrichskotten (Morsbacher Berg) vollständig zerstört.

Neuigkeiten zu den beschädigten Brücken im Morsbachtal

Die Sanierungsarbeiten an der Brücke Beckeraue konnten mittlerweile beginnen, sodass die Brücke voraussichtlich noch im Oktober wieder nutzbar sein wird wie vor dem Unwetter.

Am Prangerkotten wird in der letzten Septemberwoche eine temporäre Behelfsbrücke montiert, sodass die Brücke dann wieder von Fußgängern passiert werden kann. Die Sanierung der stark geschädigten Brücke selbst gestaltet sich weiterhin sehr schwierig, da zunächst die Brücke so gestützt werden muss, dass ein sicheres Arbeiten möglich wird. Hierzu laufen derzeit intensive Gespräche mit Fachleuten.

Die geplante Errichtung der Fußgänger-Behelfsbrücke am Standort der zerstörten Brücke Ulrichskotten/ Morsbacher Berg verzögert sich, da hier noch rechtliche Fragen geklärt werden müssen.

(Stand: 22.09.2021)

Aktuelle Situation der beschädigten Brücken im Morsbachtal

Während des Hochwasser-Ereignisses vom 14./15.07.2021 kam es leider zu erheblichen Schäden im Morsbachtal an der Stadtgrenze zwischen Remscheid und Wuppertal. Unter anderem wurden auch zwei Brücken erheblich beschädigt und die Brücke Ulrichskotten (Morsbacher Berg) vollständig zerstört.

ÜBersichtskarte der durch das Unwetter beschädigten Brücken am Morsbach

Bereits kurz nach dem Unwetter, am 19. Juli, wurden die Brücken durch einen Sachverständigen gemeinsam mit der Feuerwehr überprüft, um das Ausmaß der Schäden genauer einzuschätzen und eine drohende Evakuierung von Anwohnern wegen fehlender Rettungswege abzuwenden. 

Die Brücke Beckeraue wurde durch Ausspülungen im Brücken-Fundament beschädigt, der Umfang der Ausspülungen konnte aber zunächst wegen der starken Bachströmung nicht festgestellt werden. Über eine Probebelastung der Brücke konnte aber immerhin der Rettungsweg im Einsatzfall freigegeben werden, auch wenn die Lastbeschränkung für den allgemeinen Verkehr auf drei Tonnen bestehen bleiben muss.   

Um die erheblichen Einschränkungen der betroffenen Anwohner im Bereich Beckeraue durch die Lastbeschränkung der Brücke Beckeraue und den Einsturz der Brücke Ulrichskotten abzumildern, konnten in Einzelfallbetrachtungen Lösungen gefunden werden, die zum Beispiel die Entleerung von Hausgruben ermöglichen.

Die Schäden an der Brücke Prangerkotten sind so gravierend, dass eine sofortige Vollsperrung erfolgen musste. Hier wurde der größte Teil des westlichen Widerlagers weggerissen und es besteht akute Einsturzgefahr. Durch einen erheblichen Aufstau des Baches konnte aber auch dort zunächst der ganze Umfang der Schäden nicht geklärt werden, es lagen lokale Wassertiefen im Bereich der Brücke bis zu fast drei Metern vor, entwurzelte Bäume versperrten die Sicht. 

Dem Verkehrsressort ist es gelungen, bereits in der Woche nach dem Unwetter ein Ingenieurbüro mit der Vorentwurfsplanung für Ersatz-Neubauten für die Brücken Ulrichskotten und Prangerkotten zu beauftragen. 

Durch den Wupperverband wurden kurz nach dem Hochwasser die Trümmer der Brücke Ulrichskotten aus dem Bachbett geborgen und die stark ausgespülte Bachböschung gesichert, um schnellstmöglich den Abflussquerschnitt für folgende Starkregenereignisse freizuräumen und weitere Schäden an benachbarter Bebauung zu verhindern. 

Ebenso konnte durch den Wupperverband mit umfangreichen Bagger- und Räumarbeiten im Bereich der Brücke Prangerkotten ein deutliches Absinken des Wasserspiegels erreicht werden. Auch wenn die starken Zerstörungen an der Brücke normalerweise eine wirtschaftliche Reparatur ausschließen, wird derzeit intensiv eine Sanierung der Brücke geprüft. Das wäre die schnellere Option gegenüber Abbruch und Neubau.  

Weitgehend zerstörtes, westliches Widerlager der Brücke Prangerkotten

Zwischenzeitlich konnte ein weiteres Ingenieurbüro mit großer Erfahrung in geotechnischen Themen und der Beurteilung und Sanierungsplanung alter Mauerwerks-Bauten eingebunden werden. Es werden nun sehr kurzfristig Materialuntersuchungen an der Brücke Prangerkotten durchgeführt, auf deren Grundlage eine Sanierung hoffentlich möglich ist. 

Auch die Ortslage Berg, die hauptsächlich durch die Brücke Prangerkotten erschlossen wird, ist durch die Brückensperrung massiv beeinträchtigt. Es besteht zwar ein alternativer Zufahrtsweg über Sudberg, dieser ist jedoch für größere Fahrzeuge nicht geeignet und im Winter ist mit zusätzlichen Problemen zu rechnen. Vor diesem Hintergrund wird derzeit mit Nachdruck an Sanierungslösungen gearbeitet. In jedem Fall werden bei Sanierungen besondere Bauverfahren benötigt, die den Einsatz von Spezialfirmen für die zum Teil unter dem Wasserspiegel vorzunehmenden Arbeiten erforderlich machen. Besonders erschwert werden alle Arbeiten durch die Tatsache, dass aus Sicherheitsgründen derzeit nicht direkt unter der Brücke gearbeitet werden darf. 

Sollte sich eine Sanierung der Brücke Prangerkotten als nicht machbar herausstellen und der komplette Neubau der Brücke erforderlich werden, sind umfangreiche Abstimmungen unter Berücksichtigung der Belange des Gewässer-, Hochwasser- und Umweltschutzes nicht zu vermeiden. Eine neue Brücke würde nach Planung, Ausschreibung, Vergabe und Bau frühestens im zweiten Halbjahr 2022 zur Verfügung stehen. 

An der Brücke Beckeraue wurde in der vergangenen Woche durch eine Firma die Bachströmung temporär von der westlichen Widerlagerwand umgelenkt, so dass eine genauere Sondierung der Ausspülungen erfolgen konnte. Dabei stellte sich leider heraus, dass die Ausspülungen größer sind als zunächst angenommen. Dies hat zur Folge, dass relativ einfache Reparaturen, wie sie an den Morsbachtalbrücken in den vergangenen Jahrzehnten bereits mehrfach durchgeführt wurden, nicht ausreichen werden. Auch hier sind nun die Ausarbeitung eines Sanierungskonzeptes und die Durchführung der Arbeiten durch eine Spezialfirma erforderlich. 

An beiden Brücken bedarf es dazu der detaillierten Abstimmung der vorgesehenen Baumaßnahmen mit Planern, kurzfristig verfügbaren Bauausführenden, z.T. mit speziellen Fachkenntnissen und Erfahrungen, sowie mit weiteren Beteiligten.

Ziel ist der Abschluss der Sanierungen an den Brücken Beckeraue und Prangerkotten noch vor Einbruch des Winters.

Um die Zeit bis zum Abschluss der länger als erwartet dauernden Sanierungsarbeiten zumindest für den Fußgängerverkehr zu überbrücken, wird parallel der Einsatz einer Behelfsbrücke über dem derzeit voll gesperrten Bauwerk am Prangerkotten geprüft. Hierzu finden in diesen Tagen erste Vororttermine mit potentiellen Bauausführenden statt.

(Stand: 03.09.2021)

Behelfsbrücke am Ulrichskotten beauftragt

Als Ersatz für die während der Hochwasserkatastrophe am 14.07.2021 zerstörte Brücke am Ulrichskotten wird es kurzfristig eine Behelfslösung geben. Das Technische Hilfswerk, Ortsverband Remscheid, wurde heute beauftragt, eine provisorische Fußgängerbrücke zu errichten.  

Das ist das Ergebnis eines Ortstermins zu dem Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz für heute Vormittag eingeladen hatte. An dem Gespräch haben Vertreter des Wupperverbandes, der Städte Remscheid und Wuppertal, des THW und der Technischen Betriebe Remscheid teilgenommen. 

 

Die Brücke wird mit rund 12 Metern Länge die beiden Ufer auf Remscheider und Wuppertaler Seite verbinden. Es handelt sich um eine reine Fußgängerbrücke, mit einer Mindesttraglast von 350 kg/qm. Die Personalkosten werden vom Bund getragen, die übrigen Kosten in Höhe von rund 10.000 Euro werden sich die Städte Wuppertal und Remscheid teilen. Das THW kalkuliert eine zweijährige Nutzung ein und wird die Brücke regelmäßig kontrollieren.  

Zunächst muss nun eine neue Statik erstellt werden, da die Brücke aus Gründen der Standsicherheit zwei Meter länger wird als zunächst geplant. Mit der Fertigstellung der Brücke durch das THW ist voraussichtlich Ende September zu rechnen.

(Stand: 02.09.2021, Quelle: Presseinformation der Stadt Remscheid)

 

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