Aktuelle Informationen zum Bürgerprojekt Nordbahntrasse

"Innovative Umnutzung der Rheinischen Strecke / Nordbahntrasse in Wuppertal zu einem touristischen Erlebnisband mit Vernetzung von regionalen Zielen und Integration in lokale, stadtteilbezogene Projekte"
Viadukt Rott
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Viadukt Rott

Von der Rheinischen Bahnstrecke zum Projekt Nordbahntrasse

Die im Jahr 1879 eröffnete, insgesamt 73 km lange Rheinischen Bahnstrecke von Düsseldorf über Wuppertal bis Dortmund-Hörde wurde nach einer kontinuierlichen Zurücknahme des Zugangebotes im September 1991 für den Personverkehr und im Dezember 1999 auch für die Güterzugbedienung stillgelegt. Zusammen mit der am ehemaligen Rangierbahnhof Wichlinghausen in Richtung Hattingen abzweigenden Kohlenbahntrasse ergibt dies ein rund 20 km langes Trassenband durch das Wuppertaler Stadtgebiet für das der Begriff Nordbahntrasse gewählt wurde. Eine Besonderheit dieser ehemaligen Bahnstrecken ist, dass diese aufgrund der bewegten Topographie eine große Zahl von Kunstbauwerken aufweisen.

So gibt es im Verlauf der Nordbahntrasse
7 Tunnel (der längste ist der Tunnel Schee mit 722 m),
4 große Viadukte (der längste und höchste am Steinweg in Barmen mit 35m Höhe und 280 m Länge),
eine Vielzahl von kleineren Brücken und
über 150 Stützbauwerke.

Wichlinghausen
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Teststrecke in Wichlinghausen

Wuppertalbewegung

Im Februar 2006 wurde der Verein Wuppertalbewegung e.V. gegründet der sich seitdem für die Umnutzung der Nordbahntrasse als Geh-, Rad- und Freizeitweg einsetzt. Im Mai 2006 hat der Verein eine "Machbarkeitsstudie für einen Geh- und Radweg auf der Nordbahntrasse" vorgelegt verbunden mit dem Vorschlag, die Finanzierung des Projektes vorwiegend mit EU-Fördermitteln und von der Wuppertalbewegung einge-worbenen Spenden zu ermöglichen.

Der Rat der Stadt Wuppertal hat daraufhin in seiner Sitzung am 19. Juni 2006 beschlossen, die von der Wuppertalbewegung initiierte Idee zur Umnutzung der Bahnstrecken zu unterstützen. Die Verwaltung wurde beauftragt zu prüfen, wie das Projekt realisiert werden kann, welche Fördermittel akquiriert und wie für den Erhalt von Denkmälern der Industriekultur eine Förderung aus dem NRW-EU Ziel 2-Programm erreicht werden kann.

Am 15. September 2006 hat Herr Oberbürgermeister Peter Jung die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen.

Projektbeschreibung

Die bergische Topographie bietet derzeit nur ambitionierten Freizeitradlern ausreichend Raum für aktive Betätigung. Viele Bürger weichen deshalb in ihrer Freizeit auf Möglichkeiten außerhalb Wuppertals aus. Das widerspricht nicht nur den Wünschen der Einwohner nach Naherholung, sondern auch den Zielen der Stadtentwicklung. Mit der Umnutzung von steigungsarmen Bahnstrecken kann ein attraktives Freizeitband für Alltagsnutzer errichtet werden, sowie eine Verknüpfung mit dem überregionalen Radverkehrsnetz.

Die Entwicklung des Geh- und Radweges auf den ehemaligen Bahnstrecken hat positive Auswirkungen auf zahlreiche Bereiche des Lebens und der Stadtentwicklung, sowie auf die regionale Vernetzung. Im Einzelnen sind hier folgende Aspekte zu nennen:

  • Ein wesentlicher Punkt ist die durch das Projekt mögliche Erhaltung Stadtbildprägender Bauwerke und damit der Erhalt und die Schaffung von Wahrzeichen. Die Viadukte und Bahnhöfe sind integraler Bestandteil des Wuppertaler Stadtbildes. Die Planung des Rad- und Fußweges sichert die Unterhaltung dieser Bauwerke und schafft eine lebendige Trasse, die durch die Panoramapunkte zu einem "aussichtsreichen" Highlight wird.
  • Die Nordbahntrasse verläuft als "grünes Band" stadträumlich parallel zur Wupper. Auf den Nordhöhen Wuppertals entsteht so ein lang gezogener Stadtpark.
  • Mit Hilfe gezielter Planungen lassen sich weitere Höhepunkte auf der Trasse entwickeln.
Steinwegviadukt
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Viadukt am Steinweg

Mit der Umsetzung des Projektes wird erstmals eine durchgehende Verbindungsfunktion für nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer und für die Freizeitnutzung innerhalb der Stadt Wuppertal mit einer attraktiven Anbindung ins Umland erreicht.

Die Trasse verbindet die Stadtteile Vohwinkel, Uellendahl-Katernberg, Elberfeld, Barmen, Oberbarmen und Wichlinghausen und verläuft direkt an den Oberzentren Elberfeld und Barmen vorbei.

Dabei führt sie auch durch Stadtquartiere mit teilweise erheblichem Erneuerungsbedarf wie die Elberfelder Nordstadt, Ostersbaum, Oberbarmen und Wichlinghausen und kann damit auch einen Beitrag zur integrativen Entwicklung von Problemgebieten leisten. Mit Hilfe der Stadtentwicklungsprojekte "Soziale Stadt" und "Stadtumbau West" können entlang der Trasse Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität in den Quartieren initiiert und gefördert werden. Die Brachflächen und die daraus resultierende Barrierewirkung belasten diese Quartiere derzeit noch. Auch hier bildet die Umnutzung der Bahnstrecke eine hilfreiche Unterstützung. Die Trassenführung vernetzt diese Gebiete mit anderen Stadtquartieren und schafft Öffnungen und neue Verbindungsmöglichkeiten.

 

Mit dem Projekt Nordbahntrasse entstehen auch Räume für eine ungezwungene Kommunikation und Bewegung; eine erstrebenswerte Idee ist ein "Verbindungsweg der Kulturen".

Sonntagstraße
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Wichlinghausen
Im Zuge der gesamten Strecke werden rund 40 Zu- und Abgänge zur Trasse realisiert. Eine LED-Beleuchtung der Trasse wurde zwischen Tunnel P+R-Platz Vohwinkel und dem Spielplatz Windhukstraße in Langerfeld im Jahr 2013 installiert.
Ottenbrucher Bahnhof
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Ottenbrucher Bahnhof

Keine Chance für Stubenhocker

Das Projekt lädt zur Entdeckung der näheren und weiteren Umgebung ein, denn es wird erstmals aufgrund der topographisch optimalen Führung die vielfach heute vorhandene Trennwirkung aufgehoben, die aufgrund der teilweise erheblichen Bergrückchen oder Taleinschnitte vorhanden ist.

Dies gilt nicht nur für die in Wuppertal im Einzugsbereich der Trasse lebenden Menschen, sondern auch für die im Umland Lebenden, die künftig die Möglichkeit haben ohne Überwindung von Höhenunterschieden abseits von stark befahrenen Verkehrsadern die Stadt Wuppertal zu erreichen oder zu durchqueren. Dies führt auch zu einer Stärkung der ortsansässigen Gastronomiebetriebe und des Einzelhandels.

Durch den erhöhten Freizeitwert verbessert sich die Lebensqualität der direkt angrenzenden Wohnstandorte mit insgesamt rund 100.000 Einwohnern. Mit dem Umbau der Bahntrasse zu einem Fuß- und Radweg wird ortsnah eine kostenlose und attraktive Möglichkeit der Freizeitbeschäftigung ermöglicht und können mit Hilfe einer integrierten Stadtentwicklung neue Impulse gesetzt werden.

Der ebenerdige Weg lädt zum Spazieren gehen, Fahrradfahren, Inlineskaten, joggen und vielen weiteren Aktivitäten ein und bildet zudem eine Anbindung an Freizeitmöglichkeiten in den Nachbarregionen. Dieses Angebot soll auch junge Menschen überzeugen, abseits der üblichen In-House-Aktivitäten wie Fernsehen oder Computer spielen, Zeit in der Natur zu verbringen und Begleiterscheinungen wie Bewegungsmangel und Isolation entgegenzuwirken.

Geplante Spielplätze und Sitzmöglichkeiten lassen die Trasse für alle Bevölkerungsschichten und Altersklassen zu einem beliebten Treffpunkt werden.

Schönebecker Straße
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Schönebecker Straße

Rad als Alternative zum Auto

Die Trasse bietet neben der Freizeitnutzung auch weitere interessante und anzustrebende Nutzungsoptionen. Die Nähe zu zahlreichen Schulen mit rund 22.000 Schülern, größeren Firmen, Gewerbegebieten und öffentlichen Einrichtungen, z.B. dem Barmer Rathaus, eröffnet auch Alltagspendlern neue Möglichkeiten. Statt wie bisher mit dem Auto oder dem ÖPNV zur Schule oder zur Arbeit zu fahren, bietet sich bei Realisierung des Projektes für viele der Weg mit dem Fahrrad an; komfortabel und umweltfreundlich und ohne stressigen Berufsverkehr, Stau und die tägliche Parkplatzsuche.

Der Anteil der Radverkehrs am Modal-Split, der nach eigenen aktuellen Schätzungen in Wuppertal derzeit bei ca. 2 % liegt, kann eine erhebliche Steigerung erfahren.

Kohlenbahntrasse bei Schee
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Kohlenbahntrasse bei Schee

Vernetzung mit dem Umland

Im Nordosten der Stadt schließt die Trasse an die Kohlenbahn in Richtung Hattingen an, sowie an die Verbindung nach Silschede / Wetter und schafft damit eine direkte Verknüpfung zum Ruhrtalradweg. Im Westen im Stadtteil Vohwinkel gibt es Verknüpfungsmöglichkeiten mit der zum Geh- und Radweg umgebauten Korkenzieherbahn in Richtung Solingen-Mitte, dem Mettmanner Radverkehrsnetz und dem 2011 eröffneten Niederbergbahntrasse in Richtung Wülfrath - Heiligenhaus - Essen-Kettwig die als Bestandteile der Panoramaradwege ebenfalls in einen Geh- und Radweg umgewandelt und 2011 eröffnet wurde.
Die Panoramaradwege vernetzen die Nordbahntrasse im Westen der Stadt nicht nur mit dem Ruhrtalweg (über die Niederbergbahntrasse), sondern auch mit Radwegen nach Remscheid und über die Wasserquintettroute bis ins Sauerland.


Ferner besteht die Verbindungsmöglichkeit zum Wupperradweg in Richtung Schloss Burg bis an den Rhein in Leverkusen.
Von Vohwinkel aus ist eine Querverbindung zur im Jahr 2006 eröffneten Sambatrasse in Richtung Cronenberg vorgesehen. Weitere Verknüpfungen mit geplanten bzw. teilweise schon vorhandenen Radwegen in Richtung Beyenburg und Schwelm sind geplant.

Bahnhof Loh
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Bahnhof Loh

Planungsstand der Projektumsetzung

Am 31. Mai 2007 wurde von der Stadt Wuppertal mit Unterstützung der Wuppertalbewegung ein Grundförderantrag für das Projekt Nordbahntrasse beim Land NRW eingereicht.
Im November 2007 wurde angeregt und angeleitet von der Wuppertalbewegung von Bürgern ein 200m langes, erstes Test-/Musterstück Nordbahntrasse im Bereich des Bahnhofes Wichlinghausen mit freiwilligen Helfern gebaut.

Die Städte Haan, Remscheid, Schwelm, Solingen, Sprockhövel und Wuppertal sowie der Kreis Mettmann und der Regionalverband Ruhr unterzeichneten am 11. Oktober 2008 eine Vereinbarung zur Vervollständigung eines Bergischen Freizeit-Routennetzes auf aufgelassenen Bahntrassen ("Bergischer Trassenverbund") mit einem Anschluss an die angrenzenden Regionen. Darin wird die Absicht erklärt gemeinsam ein Marketing und Kommunikationskonzept zur touristischen Bewerbung des Trassenverbundes sowie zur breiten Kommunikation des neuen Wegesystems zu erarbeiten.

Im Dezember 2008 erhielt die Stadt Wuppertal die ersten Förderbescheide für die innerstädtischen Trassenabschnitte, die mit rund 11 km rund die Hälfte der Gesamtstrecke umfassen.
Der Besitzübergang der Bahnstrecke von der Deutschen Bahn erfolgte zum 1. Januar 2009.

Der Rat der Stadt hat am 30. März 2009 der grundsätzlichen Umsetzung des Projektes im innerstädtischen Bereich zugestimmt.

Prellbock am Haltepunkt Bracken
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Haltepunkt Bracken

Streckenverlauf

Für das erste 2,6 km lange Teilstück des innerstädtischen Bereiches (Ostesbaum zwischen Schleswiger Straße und der Buchenstraße am Westportal Tunnel Rott) wurde am 16. November 2009 die im Auftrag der Wuppertalbewegung erstellte Entwurfsplanung vorgelegt die ab Frühjahr 2010 umgesetzt wurde. Die Einweihung des knapp zwei Kilometer langen Teilstückes zwischen Brücke Lantert im Ostersbaum und Buchenstraße auf dem Rott fand am 5. Juni 2010 statt. Die Arbeiten im Tunnel Engelnberg (im Quartier Ostersbaum) sollen im Jahr 2014 abgeschlossen werden, dann ist die rund 2,5 km lange von der Wuppertalbewegung gebaute Strecke zwischen Buchenstraße und dem Zugang Schleswiger Straße durchgehend befahrbar.

Im Jahr 2010 wurden die Entwurfsplanungen für die innerstädtischen Förderabschnitte der Nordbahntrasse von einem externen Planungsbüro fertig gestellt, die Grundlage für konkretisierte Förderanträge waren, die Ende 2010 dem Fördergeber vorgelegt wurden. Entsprechende Zuwendungsbescheide für die Trassenabschnitte in Elberfeld und Oberbarmen / Wichlinghausen wurden der Stadt mit Datum vom 16.12.2010 zugeleitet.

Daraufhin wurde umgehend die notwendige Ausführungsplanung für die Förderabschnitte I (Elberfeld) und III (Barmen/Wichlinghausen) in Auftrag geben. Die Arbeiten auf der Trasse im Förderabschnitt I zwischen Ottenbrucher Bahnhof und Brücke Uellendahler Straße konnten bereits im Frühsommer 2011 aufgenommen werden.

 

Im April 2012 begann mit der Sanierung des 171m langen Tanz-Tunnel-Dorrenberg die erste Tunnelsanierung. Die Sanierungsarbeiten wurden Ende August 2012 abgeschlossen. Ende September 2012 wurde der ca. 2,5 km lange Abschnitt zwischen den Bahnhöfen Ottenbruch und Mirke mit Anschluss an das von der Wuppertalbewegung gebaute Teilstücke im Stadtbezirk Ostersbaum eröffnet werden. Im Dezember 2012 wurden noch rechtzeitig vor dem Beginn der dunklen Jahreszeit auf dem dann rund 5 km langen Teilstück von Ottenbruch bis Buchenstraße (Rott) die ersten LED-Lampen installiert.

Trassenverlauf
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Für die beiden Teilstücke im Westen und Nordosten der Stadt von Wichlinghausen in Richtung Schee / Hattingen und von Varresbeck in Richtung Tescher Tunnel / Mettmann, mit Anschluss an die ebenfalls zum Radweg ausgebaute Niederbergbahntrasse und Vohwinkel / Anschluss Korkenziehertrasse in Solingen wurde eine Förderung aus Tourismusfördermittelndurch das Wirtschaftsministerium NRW beantragt. Die Entwurfsplanungen wurden im Jahr 2010 von einem externen Büro erarbeitet. Der entsprechende Förderantrag wurde Ende Oktober 2010 beim Fördergeber vorgelegt. Die Förderanträge mussten allerdings noch einmal aus Kostenreduktionsgründen überarbeitet werden und wurden nach intensiver Diskussion und Abstimmung mit der WuppertalBewegung im November 2011 erneut dem Fördergeber vorgelegt.

 

Ein Zuwendungsbescheid wurde der Stadt persönlich von Minister Voigtsberger am 1. Juni 2012 überreicht. Umgehend danach wurden die entsprechenden Ausführungsplanungen beauftragt. Die EU-weiten Ausschreibungen für den 722 m langen Tunnel Schee und die ersten Wegebauabschnitte im Westen und Osten erfolgten ab Ende September 2012. Im April 2013 konnte die erste Bauphase im Tunnel Schee begonnen werden. Hier steht aufgrund der Artenschutzsperre (ab August schwärmen dort Fledermäuse) nur ein jährliches Baufenster von 4 Monaten für Bauarbeiten zur Verfügung. Im Frühjahr 2013 wurde der erste Abschnitt im Westen zwischen Vohwinkel Homanndamm und ehemaligem Haltepunkt Dorp auf einer Länge von 3,3 km in einer Breite von 4 m asphaltiert.

 

Ende 2013 wurde das 2 km Teilstück im Osten zwischen Linderhauser Straße und Zugang Spielplatz Windhukstraße in einer Breite von 3,50 m asphaltiert. Die direkt anschließende Strecke durch die Schlucht Bramdelle wurde ebenfalls auf einer Länge von rund 1 km in einer Breite von 4 m Ende 2013 fertig gestellt; kann aber aus Verkehrssicherheitsgründen erst nach Sanierung der Felswände im Sommer 2014 frei gegeben werden. Anfang 2014 wurden die Aufträge für die 4 Tunnelsanierungen im Innenstadtbereich vergeben. Die Sanierungsarbeiten laufen und werden bis Mitte des Jahres, bzw. Ende September 2014 abgeschlossen. Ebenso wurde Anfang Februar 2014 die EU-Ausschreibung für den letzten noch nicht begonnenen Tunnel Engelnberg im von der WuppertalBewegung zu bauenden Förderbereich Ostersbaum auf den Weg gebracht; Baubeginn ist für den 2. Juni geplant. Seit Anfang 2014 laufen die EU-weiten Ausschreibungen für alle 12 Brückenbauten und die verkehrssichere Herstellung weiterer 7 Brücken auf der Trasse, damit die gesamte 22 km lange Strecke Ende 2014 der Öffentlichkeit zur Benutzung zur Verfügung gestellt werden kann.

Kosten - Finanzierung

Vom Land NRW wurde mit insgesamt fünf Zuwendungsbescheiden aus Dezember 2008 und Dezember 2010 Finanzmittel in Höhe von rund 14,58 Mio Euro für den Innenbereich (Förderbereiche I bis III) bewilligt.

 

Für die Anschlussbereiche in die Nachbargemeinden Richtung Kreis Mettmann, Stadt Solingen und Kreis Ennepetal / Stadt Sprockhövel wurde der Stadt mit Bescheid aus Mai 2012 eine Zuwendung aus Tourismus-fördermitteln in Höhe von 7,17 Mio € gewährt. Hiervon sind rund 4 Mio € Mittel der EU, da das Vorhaben im Rahmen des aus dem EFRE kofinanzierten Operationellen Programms für NRW im Ziel "Regionale Wett-bewerbsfähigkeit und Beschäftigung" 2007-2013 ausgewählt wurde.

 

Von der Wuppertalbewegung werden an Barmitteln zur Finanzierung der Maßnahme rund 2,2 Mio Euro ein-gebracht und zusätzlich durch vielfache Stunden an Eigenleistung bzw. durch Arbeitskräfte aus dem 2. Ar-beitsmarkt die restliche Komplementärfinanzierung sichergestellt. Darüber hinaus hat die Stadt Wuppertal zwischenzeitlich rund 200 T Euro eingeworben.

Geschätzte Erstellungskosten für das Gesamtprojekt (incl. LED-Beleuchtung) ca. 32 Mio Euro

Ende 2009 hat sich die Wuppertalbewegung in Kooperation mit der Stadtverwaltung an der Wettbewerbsausschreibung "Kommunen im neuen Licht" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit einer umfangreichen Projektskizze für eine LED-Beleuchtung der Nordbahntrasse beworben. Das vorgelegte Beleuchtungskonzept überzeugte die Juroren, die unter 140 Einsendungen dem Wuppertaler Wettbewerbsbeitrag zusammen mit weiteren neun Einreichungen jeweils eine Fördersumme von 2 Mio. € in Aussicht gestellt haben. Der entsprechende Förderantrag wurde im November 2010 eingereicht. Mit Datum vom 31.03.2011 erhielt die Stadt hierzu einen Zuwendungsbescheid. Der Umsetzungsbeginn Ende 2011, im Juni 2013 wurde die komplette LED-Beleuchtung in allen Tunnelanlagen (bis auf Tunnel Schee) und auf einer Wegestrecke von rund 13 km in Betrieb genommen..

 
Die Unterhaltung der Trasse soll nach Fertigstellung im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen des JobCenter gewährleistet werden.

Eine 2010 begonnene Umsetzung des Förderprojektes soll Ende 2014 in sofern abgeschlossen werden, dass eine durchgehende Benutzbarkeit der 22 kam langen Strecke gewährleistet ist.

Wuppertal, 23. Mai 2014

 

 

Rainer Widmann, Projektleiter

 

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Rainer Widmann
 

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