Trassen und Radwege

Historisches Hochrad
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Historisches Hochrad
Fast vergessene Orte - Bahntrassen in der Stadt
wie eine Geschichte vom Nutzen des Überflüssigen

Zitat Jan Tiffen

Als die Ingenieure vor mehr als 100 Jahren Bahnstrecken durch das Bergische Land bauten, ging es darum, in möglichst kurzer Zeit große Entfernungen zu überwinden, um in der Hochphase der Industrialisierung in den 80er und 90er Jahren des 19. Jahrhunderts den Fabrikanten und Handwerkern den Anschluss an das aufblühende Wirtschaftsleben zu ermöglichen. Über diese Strecken brachten schwer beladene Güterzüge Rohstoffe wie Kohle in die Region und auf dem selben Weg verließen gefertigte Produkte wie Werkzeug und Schneidwaren die Stadt Wuppertal wieder.
Heute entdecken die Menschen auf eben jenen Bahntrassen ein neues Leben. Mehr als 20 bis 30 Jahre nach Stilllegung hatte der Dornröschenschlaf der früheren Verkehrswege gedauert. Nun wurden sie wieder entdeckt. Mit ihrer eigenen Kultur, die Stadt aus neuen Blickwinkeln zu sehen und sie als Sport,- Wander-, Erlebnis- und Radwege in der Natur zu nutzen, wird den Trassen eine neue Funktion gegeben.


Dieses Bewusstsein, gepaart mit der Verantwortung für ein historisches Erbe und der Aussicht auf einen ungeahnten Zuwachs an Freizeitwert, ist verantwortlich dafür, dass nunmehr zwei der stillgelegten Trassen in Wuppertal ein neues Leben (eine nachhaltige Zukunft) bekommen haben bzw. bekommen werden: Die Samba-Trasse von Elberfeld nach Cronenberg und die im Bau befindliche Nordbahntrasse (Rheinische Strecke) von Vohwinkel zur Stadtgrenze bis hin nach Sprockhövel.


Ein lebendiges Freizeitbild und eine besondere Art des sanften Tourismus sind in der Großstadt Wuppertal erkennbar und spürbar.