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Wuppertal / Rathaus & Bürgerservice

Paula Modersohn-Becker. Zwischen Worpswede und Paris

Ausstellung im Von der Heydt-Museum
bis 24. Februar 2019

Die Beharrlichkeit, mit der die Malerin Paula Modersohn-
Becker (1876-1907) Anfang des 20. Jahrhunderts in
einer männlich dominierten Kunstwelt ihre Ziele verfolgte,
fasziniert. Selbstbewusst und unabhängig vom Urteil ihrer
Lehrer, Malerkollegen und Kritiker gelang es ihr, etwas
Neues in der Malerei zu schaffen. Ihr in nur wenigen Jahren
entstandenes Oeuvre weist sie als Vorläuferin des Expressionismus
aus.
Nach ersten Studienjahren in Berlin suchte die junge Malerin
1898 Anschluss an die Künstlerkolonie Worpswede.
Fritz Mackensen wurde ihr Lehrer, Otto Modersohn ihr
Mann. Ihre wichtigste Inspiration fand sie in der berühmtesten
Kunstmetropole der Zeit. In Paris vermisste sie die
Familie in Worpswede, in Worpswede sehnte sie sich nach
dem Flair der Großstadt. In ihrer Malerei konzentrierte sie
sich auf Klarheit und Einfachheit des Ausdrucks. Ihren Lieblingsmotiven,
Kinder, Alte und einfache Leute, verlieh sie
dadurch faszinierende Monumentalität. Sie starb früh, mit
nur 31 Jahren.
Die Ausstellung im Von der Heydt-Museum, das mit mehr
als 20 Gemälden neben Bremen das größte Konvolut der
Malerin besitzt, präsentiert ihre eindrucksvollen Porträts,
Selbstporträts, Stillleben und Landschaften zusammen mit
Gemälden ihrer Malerfreunde aus Worpswede – Fritz Mackensen,
Otto Modersohn, Fritz Overbeck, Hans am Ende
und Heinrich Vogeler. Außerdem setzt die Schau ihr Werk in
den Kontext der Pariser Avantgarde, vertreten durch Arbeiten
von Rodin, Maillol, Cézanne, Gauguin und Bernard.
Aus der Sammlung des Von der Heydt-Museums werden
mehr als 30 Bilder und Skulpturen gezeigt. Hinzu kommen fast
30 Leihgaben u. a. aus Worpswede, Bremen und Amsterdam.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Rijksmuseum Twenthe in Enschede/Niederlande.

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