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Wuppertal / Rathaus & Bürgerservice

Luftbildauswertung

Luftbildauswertung/Kampfmittelüberprüfung

Nach § 16 Abs. 1 Bauordnung NRW muss der Bauherr vor Beginn eines Bauvorhabens die Kampfmittelfreiheit nachweisen.

Der Nachweis erfolgt durch eine Luftbildauswertung.
Eine Garantie auf Kampfmittelfreiheit wird jedoch weder vom Kampfmittelbeseitigungsdienst noch von der Ordnungsbehörde bescheinigt.

Allg. Gefahrenabwehr, Veranstaltungen, ordnungsbehördl. Bestattungen

Beschreibung

Beschreibung

Um eine Luftbildauswertung zu beantragen, benötigen Sie:

  • Antrag auf Luftbildauswertung (unter Downloads/Links) vollständig ausgefüllt und unterschrieben
  • Auszug aus der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1:2500 oder 1:5000
  • Falls Sie den Antrag im Namen des Eigentümers stellen wird eine Vollmacht benötigt. Andernfalls dürfen die Ergebnisse nur dem Eigentümer zur Verfügung gestellt werden.

Mindestens zwei Straßennamen müssen gut lesbar sein

Die Grundstücksgrenzen müssen farblich markiert sein (keine Pfeile, Kreise o. ä.)

Die o. g. Unterlagen übersenden Sie bitte per Email an gefahrenabwehr(at)stadt.wuppertal.de.

Die Bezirksregierung Düsseldorf führt die Luftbildauswertung durch und teilt der Ordnungsbehörde das Ergebnis mit. Dieses Ergebnis wird dann ebenfalls per Email an Sie weitergeleitet.

Dauer: ca. 4 Wochen

Mögliche Ergebnisse der Luftbildauswertung:

Es liegen keine Hinweise vor

In diesem Fall ist weder von Ihnen noch von der Ordnungsbehörde Weiteres zu veranlassen

Es liegen Hinweise auf vermehrte Kampfhandlungen/Bombenabwürfe für das überprüfte Grundstück vor

In diesem Fall ist zunächst durch die Ordnungsbehörde zu prüfen, ob eine sogenannte Sicherheitsdetektion der zu überbauenden Fläche möglich und erforderlich ist. Ggf. ist hierfür ein Ortstermin erforderlich, an dem auch der Bauherr oder der Architekt teilnehmen sollte.

Unter welchen Voraussetzungen eine Sicherheitsdetektion möglich und/oder erforderlich ist, entnehmen Sie bitte dem Merkblatt für Baugrundeingriffe unter Downloads/Links.

Sofern eine Sicherheitsdetektion möglich und auch erforderlich ist, wird durch die Ordnungsbehörde ein Antrag auf Kampfmitteluntersuchung bei der Bezirksregierung Düsseldorf gestellt. Ggf. ist ein erneuter Ortstermin zusammen mit den Fachleuten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) erforderlich.

Es wird ein Termin zur Durchführung der Sicherheitsdetektion vereinbart und der KBD beauftragt eine Vertragsfirma mit der Durchführung.

Sofern keine Kampfmittel gefunden werden, entstehen dem Grundstückseigentümer keine weiteren Kosten.

Es liegen konkrete Hinweise auf einen Bombenblindgänger (Verdachtspunkt) vor

In diesem Fall ist die Durchführung von Sondierungsbohrungen aus Gründen der Gefahrenabwehr zwingend erforderlich. Nähere Angaben zu den Sondierungsbohrungen finden Sie unter Downloads/Links.

Bevor der erste Ortstermin anberaumt werden kann, sind folgende Punkte vom Bauherrn/Architekten zu klären:

  • Vorhandensein und Höhe der Aufschüttungen auf dem Gelände (Maßgeblich ist der Zustand nach Ende des 2. Weltkrieges 1945)
  • Handelt es sich um einen kontaminierten Bereich, eine archäologische Verdachtsfläche und/oder eine (ehemalige) Bundeliegenschaft
  • Ermittlung sämtlicher Leitungen auf dem Grundstück

Sobald die o. g. Ergebnisse vorliegen und der Ordnungsbehörde zugeleitet wurden, wird durch die Ordnungsbehörde ein Ortstermin unter Teilnahme des Bauherrn/Architekten, der Fachleute des KBD und der Ordnungsbehörde anberaumt. Dabei  wird geklärt, welche der unten stehenden Maßnahmen durch den Bauherrn zu erledigen sind und bis wann diese zu erfolgen haben.

Möglich sind:

  • Vorhandene Aufschüttungen bis zur Geländeoberkante abgetragen.
  • Schutt, Schotter, Zäune, Sträucher, Büsche und ggf. Bäume im Bereich der Sondierungsfläche entfernen.
  • Kennzeichnung oder Freilegung von Leitungen.

Wenn die vorbereitenden Maßnahmen erledigt sind bzw. ein Termin zur Erledigung feststeht, kann die Ordnungsbehörde bei der Bezirksregierung Düsseldorf einen Antrag auf Kampfmitteluntersuchung stellen.

Nach Absprache mit dem KBD und der durchführenden Vertragsfirma wird ein Termin zur Abbohrung des Verdachtspunktes vereinbart. Die Arbeiten dauern in der Regel ein bis drei Tage.

Wenn sich die Hinweise auf einen Bombenblindgänger durch die Sondierungsbohrungen nicht bestätigt haben, werden die entstandenen Bohrlöcher von der ausführenden Firma grob verfüllt, jedoch nicht verdichtet. Dies muss der Bauherr/Grundstückseigentümer oder eine von ihm beauftragte Baufirma übernehmen.

Wenn die Messergebnisse Hinweise auf das Vorhandensein eines Bombenblindgängers liefern, wird das Erdreich um das entsprechende Bohrloch mit dem positiven Messwert vorsichtig ausgehoben. Sofern hierbei kein Bombenblindgänger gefunden wird, wird das ausgehobene Erdreich wieder lose verfüllt, jedoch nicht verdichtet. Dies muss der Bauherr/Grundstückseigentümer oder eine von ihm beauftragte Baufirma übernehmen.

Für die o. g. Maßnahmen entstehen dem Bauherrn keine weiteren Kosten.

Die Dauer bis zum Abschluss der o. g. Maßnahmen ist auch davon abhängig, wie schnell der Bauherr/Architekt die vorbereitenden Maßnahmen abgeschlossen hat. Erst nach deren Abschluss, kann die Fachfirma beauftragt werden. Diese hat in der Regel eine Vorlaufzeit von bis zu vier Wochen.

Auffinden eines Bombenblindgängers

Führen die o. g. Maßnahmen zum Auffinden eines Bombenblindgängers gilt es diesen nach Maßgabe des KBD zu entschärfen oder kontrolliert zu sprengen.

Die Kosten der Maßnahmen, die für die Entschärfung bzw. die kontrollierte Sprengung notwendig sind, sind vom Eigentümer des Grundstücks, auf dem sich der Bombenblindgänger befindet, zu tragen.

Links und Downloads

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