Immobilien- und Standortgemeinschaften

Seit einigen Jahren vollzieht sich ein Strukturwandel in den deutschen Innenstädten, so dass die ehemalige Originalität historisch gewachsener europäischer Städte, welche sich durch die Vielfalt an örtlichen Einzelhandelsunternehmen, Gastronomiebetrieben sowie den verschiedensten Dienstleistungen auszeichnete, verloren geht. Dieser Wandel wird durch das Zurückziehen des inhabergeführten Einzelhandels und die zunehmende Filialisierung verstärkt.


Folgen sind Einbußen in der Individualität des Einzelhandels, Zunahmen an Leerständen, abnehmende Kundenfrequenzen und sich ändernde Laufwege. Zusätzlich wird der Druck auf den innerstädtischen Einzelhandel durch Einkaufszentren im Innenstadtbereich oder auf der "grünen Wiese" verschärft, die vor allem durch ein gemeinsames Management und Marketing stark auftreten.


Zudem überlagert der Onlinehandel durch seine flexiblen Strukturen immer mehr den stationären Handel in der Stadt.

Einen Lösungsansatz bietet das verstärkte private Engagament und die Eigeninitiative von Einzelhändlern, Gewerbetreibenden sowie Immobilieneigentümern, welche auf die Bildung von Business Improvement Districts (BID) abzielen.

Die Idee der BID´s stammt aus Toronto (Kanada) im Jahr 1976, wo sich eine Gruppe von Grundeigentümern und Gewerbetreibenden der Bloor Street West, einer Einkaufsstraße, freiwillig zusammenschloss, um sich gegen den Bau eines Einkaufszentrums durchzusetzen. Gemeinsam arbeiteten sie an der Erstellung eines Handlungs- und Maßnahmenkonzepts, an welchen sich jedes Mitglied finanziell beteiligen musste.

Dieser Ansatz hat sich von Nordamerika weltweit ausgeweitet, so dass es mittlerweile BIDS in Australien, Brasilien, Europa, Neuseeland oder auch Südafrika gibt. Weltweit werden circa 1400 BIDS gezählt.

 

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