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Wuppertal / Wirtschaft & Stadtentwicklung

Nahversorgung

Die Sicherung einer verbrauchernahen Versorgung stellt eine wesentliche planungspolitische Aufgabe dar. Ziel ist es, für alle - und insbesondere die weniger mobilen - Bevölkerungsgruppen fußläufig erreichbare Angebote mit den Gütern des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Getränke sowie Gesundheits- und Drogerieartikel) bereitzustellen.

Auf der Angebotsseite wird die Nahversorgung im wesentlichen von SB-Märkten, Discountern, SB-Warenhäusern, Verbraucher- und Getränkemärkten sowie Fachgeschäften (Lebensmittel-, Obst- und Gemüseläden, Feinkostgeschäfte, Reformhäuser), dem Ladenhandwerk (Bäcker/ Metzger), Drogeriemärkten aber auch zunehmend von Tankstellenshops und Kiosken (Stichwort "Conveniencehandel") getragen.

Neben dem rein quantitativen Aspekt der Nahversorgung, welcher sich in der Zahl der Betriebe und dem Umfang der Verkaufsflächen widerspiegelt, kommt es insbesondere auf die räumliche Zuordnung der Angebote zu den Wohnstandorten innerhalb des Stadtgebietes an.

Die fußläufige Erreichbarkeit ist ein wesentliches Kriterium für eine intakte Nahversorgungsstruktur. Für das Stadtgebiet der Stadt Wuppertal dokumentiert die als Link auf der rechten Seite eingefügte Karte die fußläufige Erreichbarkeit ausgewählter Angebote des Nahrungs- und Genußmitteleinzelhandels.

Strukturelle Probleme der Nahversorgung werden durch ein immer weitmaschigeres Netz der normalen Lebensmittelanbieter bedingt, wodurch Räume entstehen, die über keine fußläufige Nahversorgung mehr verfügen. Dies stellt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ein besonderes Problem dar. Für diese Situation werden vermehrt alternative Konzepte zur Sicherung der Nahversorgung auf kleinteiligen Verkaufsflächen entwickelt, um den Trend zu großflächigen Märkten an autofreundlichen Standorten entgegenzuwirken.

Denn die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Teilräumen des Landes und die Erhaltung einer verbrauchernahen Versorgung in den Stadtregionen formuliert auch schon das Raumordnungsgesetz als zentrale Aufgaben. Zur Beseitigung möglicher Nahversorgungsdefizite sind verschiedene Konzepttypen entwickelt worden.


Die Grundlagen und Voraussetzungen für die Implementierung alternativer Nahversorgungskonzepte müssen immer in einer individuell durchgeführten Einzelfallprüfung geklärt werden.

Grundsätzlich spielen aber Faktoren wie das Einwohnerpotential, die Wettbewerbssituation von Immobilien, die verkehrliche Erreichbarkeit und das Parkplatzangebot sowie lokale Einzelhändler eine Rolle bei dieser Prüfung.

Des Weiteren muss in diesen Einzelfallentscheidungen die Lage im Raum, die Nähe zu benachbarten Versorgungszentren und die strukturelle Ausrichtung der Kommune im Hinblick auf die Tragfähigkeit des Konzepts geprüft werden.

In Wuppertal wurde der Konzepttyp der Integrationsmärkte in Form von einem CAP-Markt umgesetzt. Der erste CAP-Markt befindet sich im Quartier Eckbusch. Der Markt wird künftig eine wichtige Rolle bei der altersgerechten Quartiersentwicklung spielen.

Das Konzept CAP-Markt

Der Name der Märkte lässt sich auf den englischen Begriff „handicap“ (Behinderung) zurückführen. So steht im Mittelpunkt des Konzeptes die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen, wodurch ihre Arbeitsplatzsituation verbessert wird.


CAP- Märkte lassen sich meist in aufgegebenen Ladenlokalen ehemaliger Supermärkte und Diskountern nieder, wobei besonders auf eine großzügige Barrierefreiheit geachtet wird.


Der Fokus des Warensortiments liegt auf der Regionalität der Produkte. Kunden können sich durch die Äußerung von Wünschen in die Angebotsoptimierungen, sofern möglich, einbringen, so dass die Produktauswahl auf das Quartier abgestimmtwerden kann. Zusätzlich bietet das Konzept einen Lieferservice sowie begleitetes Einkaufen für ältere Menschen an.


CAP-Märkte leisten einen Beitrag zur Quartiersentwicklung.

Herr Thomas Schulte
Sachbearbeiter/in

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Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal

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