Klimaerwärmung bei Wuppertaler Gründungen (25.01.2012)

Anfang Dezember hat das Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) das Regionenranking zu Unternehmensgründungen veröffentlicht. Im Vergleich aller Kreise und kreisfreien Städte steht Wuppertal im oberen Mittelfeld - Tendenz steigend.

ährlich präsentiert das IfM Bonn das so genannte Neue Unternehmerische Initiative (NUI) Regionenranking. Die Indikatorwerte für die 439 Kreise und kreisfreien Städte geben an, wie viele Gewerbeanmeldungen pro 10.000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter in einem Jahr vorgenommen wurden.

Die drei bergischen Großstädte liegen allesamt im oberen Mittelfeld. Im STARTERCENTER NRW Wuppertal-Solingen-Remscheid haben sie ihre Kompetenzen für alle Existenzgründer gebündelt und arbeiten gemeinsam für erfolgreiche Gründungen.

Das Gründungsverhalten in Remscheid und Solingen war im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil; Wuppertal konnte sich deutlich verbessern: Lag der Indikatorwert im Jahr 2009 bei 154,6, betrug er im Folgejahr 168,5. Wuppertal hat sich von Rang 221 auf 144 vorgeschoben. Damit liegt man in punkto Gründungsneigung über dem Landes- (157,1) und Bundesdurchschnitt (158,9) und hat sich entgegen dem Landes- und Bundestrend entschieden verbessert.

Guter Service, gut vernetzt

Für Wuppertals Klimaerwärmung in Sachen Unternehmensgründung gibt es sicherlich mehrere Ursachen: Eine Universität, die immer wieder einen Spitzenplatz im Ranking der besten Gründerunis Deutschlands belegt, ein bestens ausgelastetes Gründer- und Technologiezentrum, dem immer wieder erfolgreiche Unternehmen entwachsen und ein breites Angebot an Beratung und Unterstützungsmöglichkeiten.

Rund 120 Individualberatungen haben allein Antje Lieser und Berit Uhlmann im letzten Jahr durchgeführt. Sie sind bei der Wirtschaftsförderung Wuppertal zuständig für Gründungen von Freiberuflern. "Diese kommen zumeist schon mit einem Grobkonzept. Schritt für Schritt erarbeiten wir daraus ein tragfähiges Konzept, das dann auch der Arbeitsagentur für den Gründungszuschuss vorgelegt wird", erklärt Lieser. Mit diesem Zuschuss sei der Lebensunterhalt im ersten Jahr gesichert. So sind rund 120 Gründungswillige nun als Architekten, Webdesigner, Logopäden, Erziehungshelfer und andere freiberuflichen Tätigkeiten in Wuppertal in die Selbstständigkeit gelangt.

Technologie für die Region

Bundesweit ist ein Rückgang der wissensbasierten bzw. technologieorientierten Gründungen zu verzeichnen, so auch im Bergischen Städtedreieck. Da aber gerade diese Gründungen für die wirtschaftliche Entwicklung von entscheidender Bedeutung sind, gibt es auch für dieses Thema ein spezialisiertes Beratungsangebot. Sabine Radig ist Projektleiterin des Kooperationsprojektes beFIT (Bergische Förderung internationaler Technologiegründungen). Ihre Aufgaben bestehen darin, nationale und internationale Gründer in die Region zu holen sowie Gründungswillige mit ortsansässigen Unternehmen zu vernetzen. "Zum Beispiel gibt es viele ältere Arbeitnehmer, die sich aus Forschungsabteilungen großer Industrieunternehmen heraus selbstständig machen", weiß Radig. Sie sieht sich als Drehscheibe eines großen Technologienetzwerkes und baut auf strategische Partnerschaften mit Kapitalgebern, Vertriebs- und Forschungspartnern. Mit ihren Kontakten, die sie unter anderem bei zahlreichen Besuchen von Messen und Fachkonferenzen geknüpft hat, konnte sie im vergangenen Jahr 15 Unternehmen kompetent beraten und an den Standort Wuppertal binden. Die Zeichen stehen also gut, dass Wuppertal im nächsten NUI Regionenranking noch einige Plätze gut machen wird, die Voraussetzungen für Gründer mit guten Ideen sind jedenfalls geschaffen. Übrigens: Vom 6. bis 10. Februar findet die Gründerwoche des STARTERCENTER NRW Wuppertal-Solingen-Remscheid statt. Hier kann man sich rund um das Thema Gründung und Wachstum umfassend informieren.
 
 
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