Gut im Zeitplan (15.03.2012)

Spitzenvertreter von Stadt und IKEA berichteten bereits Positives zum aktuellen Stand des Planungsverfahrens. Gleichzeitig informierten sie über erste Ergebnisse der laufenden Gutachten hinsichtlich Einzelhandel und Verkehr. Fazit: Alle Herausforderungen sind beherrschbar.

IKEA plant in Oberbarmen am Autobahnkreuz Wuppertal-Nord den Bau eines Einkaufszentrums mit rund 47.000 Quadratmetern Verkaufsfläche, in dem neben dem Möbelhaus IKEA auch andere Fachmärkte ihre Produkte anbieten können - vom Babybedarf bis zu Zoo-Artikeln. Wenn alles auch weiterhin gut läuft, soll schon Ende 2014 Eröffnung gefeiert werden. Doch wie bei einem solchen Mammutprojekt üblich, steht davor ein langwieriges Planverfahren. Ende März startet die Bürgerbeteiligung, im Vorfeld stellten Stadt und IKEA die Ergebnisse der Gutachten vor, die als Basis für die Gespräche mit Bürgern und Nachbarkommunen dienen. "Unser gemeinsames Konzept hat sich seit der Vorstellung im November noch einmal deutlich konkretisiert", erklärte Oberbürgermeister Peter Jung. Die gutachterlichen Ergebnisse hätten die Machbarkeit bestätigt.

Nachsteuerung im Einzelhandel

"In einer intensiven Analyse der vorgesehenen Sortimente wurden die Auswirkungen auf den bestehenden Einzelhandel sowohl in unserer Stadt als auch bei unseren Nachbarn detailliert betrachtet", so Jung. Aus der Arbeit der Gutachter hätten sich Veränderungen in den Sortimentsgruppen Sport, Elektrowaren und Heimtextilien/Hausrat/Kunst ergeben, um zentrenrelevante Anteile zu reduzieren. Schließlich will man weder die eigenen Zentren schwächen noch negativen Einfluss auf die Nachbarzentren ausüben, jedoch Wettbewerb sei gestattet: "Wuppertal ist ein Oberzentrum, das Jahr für Jahr Kaufkraft in einer Größenordnung von 150 Millionen Euro pro Jahr an das Umland verliert", betont Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig. Das wolle man korrigieren. "Wir freuen uns, dass unsere Sortimente alle verträglich sind und wir unser Projekt im Großen und Ganzen wie geplant umsetzen dürfen", sagte Rainer Bastians, Geschäftsführer Inter IKEA Centre Deutschland.

 

Keine Kunden im Stau

Zum Verkehrsgutachten erklärte Stadtentwicklungsdezernent Frank Meyer: "Das Ergebnis zeigt, dass bei einer Ertüchtigung der Knotenpunkte, insbesondere des Kreisels Mollenkotten, das Konzept grundsätzlich machbar ist und gegenüber der heutigen Situation sogar Verbesserungen bringen kann." Auch sonst hat sich gezeigt, dass das erhöhte Verkehrsaufkommen auch ohne den Ausbau des Autobahnkreuzes Wuppertal-Nord funktionieren werde. Übrigens, wie eine von IKEA beauftragte forsa-Umfrage ergeben hat, möchte eine klare Mehrheit der Wuppertaler Bürger IKEA haben, außerdem hält eine Mehrheit sowohl aus Wuppertal als auch aus dem Umland Befürchtungen für übertrieben, dass die Innenstädte unter dem Fachmarktzentrum leiden könnten. Die Zeichen stehen also gut dafür, dass IKEA in Wuppertal Wirklichkeit wird.

 
 
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