Innovationsgutscheine: Eintrittskarte in die Forschungslabor

Das NRW-Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie verfügt über ein spezielles Förderinstrument für den Mittelstand: Innovationsgutscheine. Unternehmen erhalten damit Unterstützung in der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen.

Insbesondere kleine und mittelständische Betriebe in Industrie, Handel und Dienstleistung sollen durch den Innovationsgutschein in ihrer Innovationsfähigkeit und Wachstumsorientierung gestärkt werden.  

Was sie zumeist bei der Entwicklung neuer oder veränderter Verfahren, Produkte und Dienstleistungen benötigen, ist die Unterstützung der Wissenschaft. Der Innovationsgutschein ist sozusagen die Eintrittskarte in die Forschungslabore der Hochschulen und Institute.

Es gibt zwei Varianten von Innovationsgutscheinen: Der Gutschein B mit einer Fördersumme von max. 5.000 Euro dient der externen wissenschaftlichen Beratung im Vorfeld einer Entwicklung, zum Beispiel Technologie- und Marktrecherchen, Machbarkeitsstudien, Werkstoffstudien oder Studien zur Fertigungstechnik.

Der Innovationsgutschein F+E ist für externe umsetzungsorientierte Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten gedacht, wie Konstruktionsleistungen, Service Engineering, Prototypenbau, Design, Produkttests zur Qualitätssicherung und ähnliches. Hier beläuft sich die Fördersumme auf bis zu 10.000 Euro. Auch eine aufeinander aufbauende Kombination beider Innovationsgutscheine ist möglich.

Gutachter bei der Wirtschaftsförderung

Bei der Wirtschaftsförderung Wuppertal finden die Unternehmen direkte Ansprechpartner, die sie zu dem Förderinstrument "Innovationsgutschein", aber auch zu anderen Fördermittelzugängen beraten. "Bei den ganz großen Entwicklungsprojekten eignen sich Innovationsgutscheine sicherlich weniger, aber für unsere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern besteht hier sicherlich einiges an Potential", weiß Necla Gündüz. Sie und ihr Kollege Bernd Jung sind beim zuständigen Ministerium als Gutachter akkreditiert worden, um Anträge zu prüfen und eine entsprechende Empfehlung über ein Gutachten auszusprechen. "Dazu werden wir auch über Wuppertal hinaus bestellt", berichtet Jung.

Jetzt ist man gespannt, wie viele Unternehmen man hierdurch mit den Hochschulen verknüpft, um neue bergische Innovationen zu fördern.

 

23.04.13