Europas modernste Eigenheim-Ausstellung in Wuppertal

Mitte September eröffnete die FertighausWelt Wuppertal erstmals ihre Türen für Besucher. Es ist die vierte Ausstellung mit dem Namen FertighausWelt, die der Bundesverband Deutscher Fertigbau als Betreiber organisiert, und es ist die modernste Musterhaus-Ausstellung in Europa.

Mit der FertighausWelt Wuppertal geht der BDF einen entscheidenden Schritt weiter als mit allen Ausstellungen zuvor. Zum ersten Mal werden in einem solchen Musterhaus-Park nicht nur einzelne Beispielhäuser gezeigt, sondern die gesamte Ausstellung ist zugleich als ein energieeffizientes Quartier angelegt.
Die deutsche Fertigbauindustrie gibt mit diesem einmaligen Referenzprojekt eine Antwort auf viele Fragen der Energiewende, nämlich wie erneuerbare Energie in einem Wohnquartier erzeugt, zentral gespeichert, intelligent verteilt und gemeinschaftlich genutzt werden kann. Es handelt sich um das erste Quartier dieser Art, das vollständig für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Die Eckdaten

Das Ausstellungsgelände ist 18.000 Quadratmeter groß und in 20 Grundstücksparzellen unterteilt, die zwischen 400 und 550 Quadratmeter groß sind. Das ist ein realistischer Zuschnitt für ein stadtnahes Wohnquartier etwa im Ruhrgebiet. Bebaut sind die Grundstücke mit zurzeit 16 Einfamilienhäusern und dem Empfangsgebäude. Ein weiteres Haus ist schon geplant und wird in Kürze errichtet, zwei Grundstücke sind noch frei.
Die FertighausWelt Wuppertal ist eine planvoll angelegte Siedlung, demonstriert aber zugleich eine beeindruckende architektonische und bautechnische Vielfalt. Mit diesem Variantenreichtum setzen die Hersteller ein deutlich sichtbares Zeichen, dass moderne Fertighäuser für individuelles Bauen stehen.
Allen Häusern gemeinsam sind das umweltfreundliche Baumaterial Holz und die industrielle Vorfertigung. Es handelt sich also um moderne Holzfertighäuser mit allen ihren Vorteilen für die Bauherren. In der FertighausWelt sind ausschließlich Haushersteller vertreten, die sämtliche Anforderungen der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau und damit höchste Ansprüche an modernes Bauen erfüllen.

Intelligente Versorgung

Das eigentlich Besondere an dieser Ausstellung ist die Vernetzung aller Häuser in einem intelligenten Stromnetz. Alle Häuser sind Plus-Energie-Häuser: sie produzieren also selbst mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen, als für ihren Betrieb gebraucht wird. Die Fertigbaubranche gehört zu den Pionieren dieses energetischen Standards, einige der bundesweit ersten Plus-Energie-Häuser sind 2011 in der FertighausWelt Köln entstanden. In der FertighausWelt Wuppertal weisen nun nicht nur einzelne Häuser eine ausgeglichene Energiebilanz auf, sondern die gesamte Ausstellung.
Kern des Technikkonzeptes ist das intelligente Netz und ein zentraler Energiespeicher auf dem Ausstellungsgelände. Dorthin fließt der Überschuss an Strom, den die Photovoltaikanlagen auf den Hausdächern tagsüber erzeugen. Der so genannte Redox-Flow-Speicher funktioniert wie eine riesige Batterie, die den Strom immer dann zur Verfügung stellt, wenn er gebraucht wird. Sensoren in allen Häusern messen ständig die Energieströme und regeln die Verteilung.

An die Ausstellung angedockt ist außerdem eine Tankstelle für E-Mobile, die in ihrer endgültigen Ausbaustufe 2 Elektroautos und 6 Pedelecs gleichzeitig laden kann. Rein rechnerisch reicht das Energieplus der FertighausWelt aus, um 20 E-Mobile mit einer Jahresfahrleistung von knapp 10.000 Kilometern zu betreiben. Die Wuppertaler sind also herzlich eingeladen, die Stromtankstelle der FertighausWelt kostenlos für ihre Elektrofahrzeuge zu nutzen.
Darüber hinaus ist geplant, die FertighausWelt in ein Forschungsprojekt einzubringen. Eine wissenschaftliche Begleitung durch das Fraunhofer Institut für Bauphysik soll neue Aufschlüsse darüber geben, wie die umweltfreundlichen Wohnquartiere der Zukunft auch wirtschaftlich optimal betrieben werden können. Mit seinem Referenzquartier in Wuppertal richtet sich der BDF an Kommunen und Entwickler energieeffizienter und nachhaltiger Siedlungsprojekte, die an einer ökonomischen und sauberen Lösung aus einer Hand interessiert sind - dafür steht Fertigbau.
Die FertighausWelt Wuppertal ist die vierte Ausstellung, die der Bundesverband in Eigenregie betreibt. Die erste war 2005 die FertighausWelt am Flughafen Hannover, es folgte 2009 die FertighausWelt Metropolregion Nürnberg und 2011 die FertighausWelt Köln. Jede FertighausWelt folgt einem übergreifenden Konzept und demonstriert den jeweils aktuellsten Stand der Bautechnik. In Wuppertal werden Entwicklungen der Energiewende vorweggenommen, wie der Zusammenschluss individueller Bauvorhaben zu nachhaltigen Quartieren und das zunehmende Bedürfnis der Bauherren nach Unabhängigkeit bei der Energieversorgung.
Mit Wuppertal und Köln gibt es nun zwei Ausstellungen FertighausWelt in Nordrhein-Westfalen. Der Markt ist groß genug für zwei Standorte, zumal Wuppertal einer der traditionsreichsten Orte für eine Musterhausausstellung ist: Der Fertigbau gehört nach Wuppertal. Die an der FertighausWelt beteiligten Unternehmen stellen dies unter Beweis, indem sie rund 13 Millionen Euro in die neue Ausstellung investieren.
Auch sehen wir in NRW weiter ein großes Potenzial für unsere Bauweise. In dem für unsere Branche wichtigsten Segment, dem Ein- und Zweifamilienhausbau, werden in keinem Bundesland mehr Häuser gebaut als in NRW, im vergangenen Jahr waren es insgesamt mehr als 15.000. Der Marktanteil der Holzfertigbauweise in NRW liegt allerdings erst bei 10 Prozent, das ist noch ein gutes Stück unter dem Bundesdurchschnitt von gut 15 Prozent.

11.09.2013

 
 
Enthüllung
Enthüllten das neue Straßenschild "Fertighauswelt": Bezirksbürgermeisterin Christel Simon, Oberbürgermeister Peter Jung und der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau, Dirk-Uwe Klaas (von links). Foto: Mutzberg