Zwei Millionen an Wuppertaler Handwerker

Die Krefelder renaissance Immobilien & Beteiligungen AG will zwei Millionen Euro in leerstehende Wohnungen in Wuppertal investieren. Das Geld soll ausschließlich ansässigen Handwerkern zukommen. Zum 01. April will das Unternehmen ein Büro vor Ort in Wuppertal eröffnen mit sechs neuen Mitarbeitern.

Denn die Immobilienspezialisten sehen in Wuppertal mit seinen fast 350.000 Einwohnern und rund 200.000 Wohnungen einen zweiten Markt für sich und ihre Kunden, viele sind private Kapitalanleger z.B. aus Düsseldorf. In einem ersten Schritt werden in den folgenden sechs Monaten Mehrfamilienhäuser in ganz Wuppertal mit einem Verkaufswert von rund 10 Millionen Euro vermarktet. Das bedeutet auch, dass rund zwei Millionen Euro in die Renovierung der nun leerstehenden Immobilien fließen.

Regionale Handwerksunternehmen der Stadt sollen die Arbeiten durchführen, so werden Arbeitsplätze vor Ort gesichert. Das ist auch Teil des langjährigen Unternehmenskonzeptes, das auch in Wuppertal fortgeführt wird. Denn große Immobiliengesellschaften arbeiten oft mit überregionalen Firmen aus Osteuropa zusammen, wie z.B. aus Polen, da diese günstiger sind. Das Krefelder Unternehmen ist diesem Trend nie gefolgt und setzt auf Arbeitsplatzsicherung und zufriedene sowie zuverlässige Handwerker.

"Das Problem in Wuppertal sind die vielen Leerstände. Die schlechten Lagen leiden unter Sanierungsfällen, manche verkommen nach und nach. Dazu stehen im krassen Gegensatz die guten Lagen, die regelrecht boomen", so Sarah Ingenhaag, Geschäftsführerin der renaissance Verwaltungsgesellschaft mbH. Denn immer mehr Pendler ziehen nach Wuppertal, da das Bergische Städtedreieck mit seiner zentralen Lage in NRW, der sehr guten Infrastruktur sowie ansprechender Landschaft günstig zwischen der Rhein- und Ruhrschiene liegt.

Viele Häuser sollen nun modernisiert und attraktiver gemacht, Leerstände so abgebaut werden, leerstehenden Wohnungen sollen wieder zufriedene Mieter finden. "Aus Sicht der renaissance Immobilien & Beteiligungen AG ist Wuppertal ein sehr interessanter Immobilienstandort, mit Investitionen kann dort sehr viel geschaffen werden. Zudem ist Wuppertal eine Stadt mit viel Charme und Geschichte. Hier war einst das Zentrum der Frühindustriealisierung auf dem europäischen Festland. Hier wurden bekannte Tapeten sowie Bodenbeläge für Büros produziert, wunderschöne klassizistische Gebäude und Bauten des Historismus sind auch heute noch trotz der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zu finden, das Briller Viertel ist eines der größten und zusammenhängenden Villenviertel der Bundesrepublik, die Schwebebahn aus dem Eröffnungsjahr 1901 ist ein Wahrzeichen der Stadt und Meilenstein der Jahrhundertwendebauten. Vielen ist das gar nicht mehr klar", so Angelika Walentschus, Assistentin der renaissance-Geschäftsführung.
Aber auch viele Söhne der Stadt kennt man: Architekt Wilhelm Dörpfeld war mit Heinrich Schliemann an den Ausgrabungen von Troja beteiligt, Friedrich Bayer gründete die heutige Bayer AG, Fernsehkommissar Horst Tappert wurde im Stadtteil Elberfeld geboren, Schauspieler und Comedian Christoph Maria Herbst  wie Entertainer Jörg Knör sind Wuppertaler ebenso wie Filmregisseur Tom Tykwer. Eine Stadt, in der es viel zu entdecken und wiederzuentdecken gibt. Sarah Ingenhaag: "Eine Stadt, die es verdient hat, wiederentdeckt zu werden."

13.02.14

 
 
Gründerzeithäuser
Der hohe Anteil an Häusern aus der Gründerzeit hat die Renaissance AG auf den Standort Wuppertal aufmerksam werden lassen.
 
 

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