Regionale Kooperation

Bergisches Städtedreieck
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Bergisches Städtedreieck
Regionale Zusammenarbeit bietet die Chance, gemeinsam auf die Herausforderungen des wirtschaftlichen Strukturwandels, des demografischen Wandels und der kommunalen Finanznot zu reagieren. Um auf nationaler und internationaler Ebene besser wahrgenommen zu werden, ist es für Städte einer Region unerlässlich, miteinander zu kooperieren.
Da auch benachbarte Städte als Wettbewerber um Einwohner, Investoren, Arbeitskräfte, Kunden und Besucher auftreten, gilt es immer wieder, Vereinbarungen zu treffen und Strategien zu entwickeln, die eine Balance zwischen Kooperation und Konkurrenz herstellen.

Regionale Zusammenarbeit im Bergischen Städtedreieck

Regionale Zusammenarbeit hat im Bergischen Städtedreieck eine längere Tradition. Bereits 1992 wurden mit dem "Regionalbüro Bergisches Städtedreieck", das später den Namen "Regionalagentur RSW" trug und sich auf die Themen Arbeitsmarkt und Beschäftigungspolitik konzentriert hat, erste Kooperationsstrukturen geschaffen. Diese erfolgreichen Ansätze bildeten eine gute Ausgangsbasis, um sich 1998 unter dem Titel "Spurwechsel - Bergisches Städtedreieck" beim Land Nordrhein-Westfalen für die "Regionale 2006"zu bewerben.

Regionale 2006 und Regionale 2006-Agentur

Die "Regionalen" stellen ein Angebot des Landes NRW an die Regionen dar, ihr regionales Profil zu stärken. Ziel ist es, sich im Zuge des internationalen und nationalen Wettbewerbs gemeinsam als Region zu positionieren und damit die Region als attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum wettbewerbsfähig zu machen.

 

Nach dem positiven Votum der Landesregierung haben die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal und die als Koordinierungsstelle gegründete Regionale 2006-Agentur ab 2001 gemeinsam strukturwirksame Projekte entwickelt und umgesetzt, die städtebauliche, kulturelle und wirtschaftliche Akzente für den Strukturwandel in der Region setzen konnten. So wurden beispielsweise Stationen der industriekulturellen Entwicklung im Bergischen Städtedreieck zu thematischen Routen zusammengefasst und unter dem Stichwort "Erlebnis Industriekultur" als touristische Angebote profiliert, die inzwischen unter der touristischen Marke "Die Bergischen Drei" aktiv beworben werden.

 

Kooperationsprojekt Brückenpark Müngsten
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Kooperationsprojekt Brückenpark Müngsten

Das Jahr 2006 markierte den vorläufigen Endpunkt dieses Struktur- und Entwicklungsprogramms. Im Rahmen der Bergischen Expo 2006 wurden die Ergebnisse der Kooperation sowie die Leistungen und Qualitäten der Region präsentiert. Damit konnte der Strukturwandel im Bergischen Städtedreieck zwar nicht abgeschlossen, aber einen wichtigen Schritt vorangebracht werden. Um die im Rahmen der Regionale 2006 etablierte Kooperation zwischen den Städten auch institutionell fortzusetzen, wurde 2007 die "Bergischen Entwicklungsagentur" gegründet.

Bergische Entwicklungsagentur

Von 2007 bis 2014 war die Bergische Entwicklungsagentur (BEA) die operationelle Einheit der Kooperation. Der Schwerpunkt der Arbeit der BEA lag bei den Themen Wirtschaftsentwicklung, Tourismus, Regionalentwicklung und Standortmarketing.

 

Unter dem Titel "Regionales Standortkonzept - Zukunfthoch3" wurde 2009 ein von der BEA und den drei Städten erarbeitetes, umfassendes Strategiekonzept für die Zukunft des Bergisches Städtedreiecks von den Räten der Städte beschlossen. Die Bezeichnung "hoch3" deutet dabei die Chance an, dass sich die Potenziale der Region gegenseitig verstärken können.

 

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Für die EU-Förderphase 2014-2020 wurden von der Bergischen Entwicklungsagentur und der Regio-nalagentur ein "Regionales Strukturprogramm für das Bergische Städtedreieck" erarbeitet, dass als Leitfaden für die strukturpolitischen Aktivitäten der Region in den kommenden Jahren dienen soll.

Bergische Struktur-und Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Um die regionale Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und zu vertiefen wurden 2015 die Bergische Entwicklungsgesellschaft und die Regionalagentur zur Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSWG) zusammengeführt. Mit der BSW sollen die Kräfte und Kompetenzen im Bergischen konzentriert und die Region als Wirtschafts- und Tourismusstandort weiter gestärkt werden. In der Gesellschaft werden regionale Aufgaben in den Bereichen Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung, Tourismus, Regionalmarketing und arbeitsmarktpolitische Fördermaßnahmen gebündelt.

 

Kontakt

+49 202 563 5943