Mehr zu Stadtteilprojekten

Wuppertal hat seit seiner Entstehung eine ausgeprägte Stadtteilstruktur. Die historischen Stadtteilzentren, die vielen Stadtviertel mit ihrer Gründerzeitbebauung und das enge Nebeneinander von Wohnen und Arbeiten, das noch aus den Zeiten der frühen Industrialisierung stammt, macht Wuppertal einzigartig.

Die Stadt Wuppertal nutzt die Programme der Städtebauförderung "Soziale Stadt" und "Stadtumbau West", um ausgewählte Quartiere entlang der Talachse zu fördern. Die Quartiere Arrenberg, Elberfelder Nordstadt, Ostersbaum, Unterbarmen und Oberbarmen/ Wichlinghausen haben alle ihre individuellen Unterschiede, ihre eigenen Stärken und Schwächen, aber auch viele Gemeinsamkeiten.

  

  

Eine besondere Stärke dieser Quartiere ist das gewachsene soziale Miteinander und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit unterschiedlicher sozialer Träger und Einzelpersonen. Viele Vereine der Migrantenselbstorganisation, die das soziale, politische und kulturelle Leben der Stadt fördern, sind hier beheimatet und stellen eine große Chance für die Stadtteilentwicklung dar.

 

Dicht an dicht finden sich zahlreiche Baudenkmäler der Gründerzeit, einer Zeit in der Wuppertal zu einer vielfältigen, dynamischen Industrie-Großstadt geworden ist. Dies macht die Quartiere auch heute lebendig und attraktiv. Geschäfte und Restaurants, Schulen und Kindergärten und vieles mehr sind zu Fuß zu erreichen. Die Wege in die Citys Elberfeld und Barmen und zu den Bahnhöfen sind kurz. Dies ist ein Umfeld, das Menschen suchen, die neue Dienstleistungsunternehmen gründen und dort arbeiten und wohnen verbinden.

 

Gerade diese gewachsenen Stadtteile entlang der Talachse weisen aber auch eine Reihe von Problemen auf. Betriebe haben sich aus den Stadtteilen zurückgezogen. Die Anforderungen des modernen Verkehrs haben die Quartiere verändert.Die Bebauung ist in der Regel sehr dicht und der Bedarf an öffentlich nutzbaren Freiflächen hoch. Der Wohnraum ist überwiegend preiswert; aber dafür liegt der Ausstattungsstandard auch häufig unter dem allgemeinen Niveau.

Die Bevölkerung in diesen Stadtteilen ist im Durchschnitt jünger als in der Gesamtstadt. Gleichzeitig leben viele Menschen in Haushalten, die auf öffentliche Unterstützung angewiesen sind.

Vor diesem Hintergrund wurden für die Stadtteile Handlungskonzepte entwickelt, die insgesamt dazu dienen sollen, die Situation zu stabilisieren und zu verbessern. Neben der Verbesserung und Aufwertung von Freiräumen und Gebäuden, sind die Verbesserung der Qualität des Zusammenlebens, die Aufwertung des Stadtteilimages und die Stärkung der sozialen und ökonomischen Situation für die Bewohner/innen zentrale Zielsetzungen.

Dabei gilt der Grundsatz, dass die Stadt Wuppertal eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Bewohner/innen und den unterschiedlichen Akteuren - Betriebe, Eigentümer/innen, Vereine etc. - anstrebt, um gemeinsam an der Zielerreichung zu arbeiten.