Soziale Stadt Oberbarmen/Wichlinghausen

Türme St Johann Baptist
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"Gutes Leben in Oberbarmen - Wichlinghausen"

... so läßt sich das Ziel für das Programm "Soziale Stadt" beschreiben, das in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll.

Das Gebiet umfasst die Quartiere Oberbarmen, Wichlinghausen Nord & Süd sowie den Bereich Hilgershöhe. Hier leben rund 33.000 Menschen auf ca. 3,75 qkm. Die Zahl der Menschen, die von staatlichen Hilfen abgängig sind, und die Zahl von Personen mit Migrationshintergrund liegen weit über dem städtischen Durchschnitt.

 

Die bauliche Struktur ist gekennzeichnet zum einen durch enge gründerzeitliche Bebauung, andererseits durch Nachkriegs-Wiederaufbau und Wohnungsbau der 50 - 70ger Jahre. Vorrangiges Ziel ist es, für und mit den Bewohnern, den Haus- und Grundeigentümern, den Gewerbetreibenden und den sozialen sowie kulturellen Einrichtungen dieses Gebiet attraktiver zu gestalten. Familien sollen sich hier wohl fühlen und Orte der Freizeitgestaltung und Erholung vorfinden können. Kleine und mittlere Betriebe sollen unterstützt werden und gleichzeitig einen interessanten Standort vorfinden.

Foto Hinterhof
Hinterhof Königsberger Str.

Das Handlungskonzept beschreibt in den Handlungsfeldern

  • Wohnen und städtebauliche Entwicklung
  • Öffentlicher Freiraum und Verkehr
  • Kinder und Jugendliche, soziale und kulturelle Infrastruktur und Angebote
  • Integration von Migrant/innen
  • Identität und Image des Stadtteils

 

sowie zu

 

  • Arbeitsstrukturen und Beteiligte und
  • Controlling und Verstetigung

 

jeweils die Ausgangsssituation, benennt Stärken und Schwächen, formuliert Zielvorstellungen und trägt Maßnahmevorschläge zusammen.

 

Mit dem Ratsbeschluss und der Aufnahme des Stadtteils in das Programm "Soziale Stadt NRW" im Jahr 2007 ist ein erster wichtiger Schritt erfolgt.

Auf der Basis des Handlungsprogramms wurden erste Förderanträge gestellt. Obwohl im Ende des Jahres 2008 eine erste Bewilligung von Fördermitteln gab, konnte das Projekt noch nicht starten.

Die Bezirksregierung Düsseldorf untersagte der Stadt Wuppertal - wie allen anderen sogenannten "Nothaushaltskommunen" auch - den Einsatz städtischer Mittel in Höhe von 10-20% der Gesamtkosten. Damit konnte auch in den Jahren 2009 und 2010 keine Bewilligung erfolgen.

 

Durch die enge Zusammenarbeit von Stadt, Innenministerium und Bezirksregierung konnte eine Einigung erzielt werden, so dass im Dezember 2011 der erste umsetzbare Bewilligungsbescheid einging. Inzwischen sind jeweils im Dezember 2013 und im Dezember 2013 weitere Bewilligungsbescheide eingegangen. Die Summe aller Bescheide ergibt ein Fördervolumen von rd. 6.246.000 € mit dem ein Gesamtinvestitionsvolumen von rd. 8.055.000 € umgesetzt werden kann.

 

Bereits realisierte Maßnahmen

Aus diesen Fördermitteln konnte Ende des Jahres 2012 das Quartiersmanagement eingerichtet werden. Die Spielplätze Clarenbachstraße-Kreuzstraße und Nordpark 1. und 2. Bauabschnitt sowie das Umfeld des Jugendzentrums Heinrich - Böll - Straße sind während des Jahres 2013 umgestaltet worden. Auch die Schulhöfe der Schulen Hügelstraße und Matthäusstraße wurden inzwischen erweitert bzw.umgestaltet.

Auf dem bergischen Plateau wurden im Januar 2014 die Arbeiten an der größten Parkour Trainingsanlage Deutschlands beendet und die Nutzung freigegeben.

Die energetische Ertüchtigung der Skatehalle "Wickes Woods" und die Umgestaltung der Außenanlagen wurden ebenfalls mit Hilfe dieser Fördermittel umgesetzt.

 

Geplante Maßnahmen

In 2014 soll der 3. Bauabschnitt (Panoramaweg) im Nordpark begonnen werden. Ebenso sollen in 2014 die Spielplätze Windhukstraße und Eintrachtstraße umgebaut undaufgewertet werden. Der Spielplatz Windhukstraße erhält eine Laufbahn mit innenliegender Bolzfläche. Die Laufbahn kann u. a. als Trainingsfläche für die neue Trendsportart "Roller Derby" genutzt werden. Eine Rollschuhsportart, die insbesondere von weiblichen Jugendlichen ausgeübt wird.

 

Der Spielplatz Eintrachtstraße erhält einen Zugang zur Nordbahntrasse mit einem Kletterfelsen. Außerdem soll dort die 2. "Panna Anlage" Wuppertals entstehen. Dabei handelt es sich um eine Ballsport Anlage mit einem Durchmesser von 6 Metern, die von einem Metallzaun umgeben ist, in dem zwei kleine Tore eingelassen sind. Die Fläche eignet sich für Fußballspiele eins gegen eins oder zwei gegen zwei.

 

Ebenfalls in 2014 sollen die Bauarbeiten zum Umbau der Wichlinghauser Kirche in ein Familien- und Begegnungshaus starten.

 

Die evangelische Kirche Langerfeld plant das bestehende Kirchengebäude in der Samoastraße in einen Mehrgenerationentreff umzubauen. Dies soll durch einen Anbau realisiert werden. Der Baubeginn soll in der zweiten Jahreshälfte 2014 erfolgen.

 

Eine Liste aller realisierten bzw. geplanten Maßnahmen finden Sie als PDF-Dokument in der Box "Übersicht..." rechts. 

 

2. Förderphase

Mit der Realisierung dieser bewilligten Maßnahmen werden wesentliche Ziele des aktuellen Handlungskonzeptes erreicht. Gleichzeitig wird erkennbar, dass bestimmte Handlungsfelder intensiver zu bearbeiten sind, um das bisher und in naher Zukunft voraussichtlich Erreichte zu ergänzen und zu festigen.

 

Weitere Förderungen sind nach dem Bescheid aus 2013 auf der Basis des vorliegenden Handlungskonzepts nicht zu erwarten. Aktuell wird die EU-Förderphase für die Jahre 2014 bis 2020 vorbereitet. Im Rahmen der Förderachse "Nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung/Prävention" des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) in Kombination mit den Fördermöglichkeiten des Europäischen Sozialfonds (ESF) soll deshalb für benachteiligte Gebiete in Wuppertal ein das bisherige Konzept ergänzendes, förderfähiges Handlungskonzept entwickelt werden.

 

Außer für Oberbarmen / Wichlinghausen soll auch für den nördlichen Bereich des Bezirks Heckinghausen ein Integriertes Handlungskonzept entwickelt werden. Beide Konzepte sollen fristgerecht - voraussichtlich im Herbst 2014 - beim Land NRW eingereicht werden, um eine Förderung ab dem Jahr 2016 zu ermöglichen.

 

Kontakt

+49 202 563 2879