Überblick über das Projekt „Klare Linie gegen Gewalt“
Gewalt gegen Frauen geht uns alle an. Sie kann überall stattfinden: in Partnerschaften und Familien, am Arbeitsplatz, im öffentlichen Raum oder auf dem Weg nach Hause.
Mit der Kampagne „Klare Linie gegen Gewalt“ beziehen die Stadtverwaltung Wuppertal (Öffnet in einem neuen Tab) und die WSW (Öffnet in einem neuen Tab) gemeinsam öffentlich Position gegen geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen. Sie setzen sich für Schutz, Unterstützung und gesellschaftliche Solidarität ein.
Diese Plattform informiert über Gewalt gegen Frauen und zeigt, wo Sie in Wuppertal und bundesweit Hilfe finden. Betroffene, Angehörige sowie Zeuginnen und Zeugen erfahren, was sie tun können.
Wie viele Menschen betroffen sind, zeigt das aktuelle Lagebild zur häuslichen Gewalt in Nordrhein-Westfalen (Öffnet in einem neuen Tab): 2025 registrierte die Polizei 66.750 Opfer. 71,2 Prozent waren Frauen oder Mädchen. Viele Taten werden nicht angezeigt und bleiben in der Statistik unsichtbar. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, der Schutz und Unterstützung braucht.
Niemand muss Gewalt allein bewältigen. Hilfe ist verfügbar (Öffnet in einem neuen Tab) – vertraulich, kostenlos und auf Wunsch anonym.
Was ist Gewalt gegen Frauen?
Gewalt hat viele Gesichter
Gewalt gegen Frauen kann jede Frau betreffen – unabhängig von Alter, Herkunft, Bildung, Religion, Einkommen oder Lebenssituation. Geschlechtsspezifisch ist Gewalt, wenn sie sich gegen Frauen richtet, weil sie Frauen sind, oder Frauen unverhältnismäßig häufig betrifft. Dabei können auch andere Personen von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sein, insbesondere aufgrund ihrer Geschlechtsidentität oder der ihnen zugeschriebenen Geschlechtszugehörigkeit.
Gewalt zeigt sich nicht nur in körperlichen Übergriffen. Sie kann auch psychisch, sexualisiert, digital oder wirtschaftlich ausgeübt werden. Häufig treten mehrere Formen gemeinsam auf. Sie können die Gesundheit, das Selbstvertrauen und die Möglichkeiten zur selbstbestimmten Lebensgestaltung erheblich beeinträchtigen.
Gewalt kann schleichend beginnen: mit Abwertungen, Einschüchterung oder Kontrolle, die als Eifersucht oder Fürsorge dargestellt wird. Sie muss aber weder wiederholt auftreten noch sichtbare Verletzungen hinterlassen, um ernst genommen zu werden.
Die Verantwortung liegt immer bei der Person, die Gewalt ausübt. Betroffene tragen keine Schuld.
Körperliche Gewalt
Psychische Gewalt
Sexualisierte Gewalt
Digitale Gewalt
Wirtschaftliche Gewalt
Stalking
Häusliche und partnerschaftliche Gewalt
Gewalt im öffentlichen Raum
Sicherheit im öffentlichen Raum und im ÖPNV bei den WSW
Sicher unterwegs in Wuppertal
Der öffentliche Raum gehört allen Menschen. Dennoch erleben Frauen dort Belästigungen, Bedrohungen und Übergriffe – auch auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder während der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
Frauen dürfen sich frei bewegen. Informationen über Hilfsangebote und Handlungsmöglichkeiten können dabei unterstützen, in schwierigen Situationen Hilfe zu erreichen. Die Verantwortung für Gewalt liegt immer bei der Person, die sie ausübt.
Sicherheit ist für uns eine wesentliche Voraussetzung für den öffentlichen Nahverkehr. Wir möchten, dass sich unsere Fahrgäste während der gesamten Fahrt und an unseren Haltestellen sicher fühlen. Ebenso wichtig ist uns die Sicherheit unserer Mitarbeitenden.
Mit der Kampagne „Klare Linie gegen Gewalt“ setzen wir gemeinsam mit der Stadtverwaltung Wuppertal ein deutliches Zeichen für ein respektvolles Miteinander und gegen Gewalt.
Dabei ergänzen sich technische Sicherheitsmaßnahmen, die Präsenz unserer Mitarbeitenden und die enge Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden.
Sicherheitsmaßnahmen bei den WSW im Überblick
Hilfe und Unterstützung
Sie sind nicht allein
Wenn Sie Gewalt erleben, sich um eine nahestehende Person sorgen oder einen Übergriff beobachtet haben, gibt es Unterstützung.
Sie müssen noch nicht wissen, wie es weitergeht. Auch wenn Sie unsicher sind, ob das Erlebte Gewalt ist, können Sie sich beraten lassen. Unabhängige Beratungsstellen unterstützen Sie auch ohne vorherige Anzeige.
Zivilcourage: Hilfe beginnt mit Hinsehen
Wuppertaler Hilfsangebote
Bundesweite Hilfsangebote
Ergänzende Angebote für unterwegs
Mitmachen und unterstützen
Sie möchten sich gegen Gewalt engagieren? In Wuppertal können Sie die Opferhilfe unterstützen, ein passendes Ehrenamt finden oder Frauenhaus und Frauenberatung fördern.
Ehrenamt in der Opferhilfe
Beim WEISSEN RING können Sie in der Opferhilfe, Prävention und Öffentlichkeitsarbeit mitwirken. Ehrenamtliche werden für ihre Aufgaben qualifiziert.
Welche Möglichkeiten es vor Ort gibt, erfahren Sie bei der Außenstelle oder dem zuständigen Landesverband.
Außenstelle Wuppertal: 0151 55 16 46 55
Informationen zur ehrenamtlichen Mitarbeit (Öffnet in einem neuen Tab)
Kontakt zur Außenstelle Wuppertal (Öffnet in einem neuen Tab)
Ein passendes Ehrenamt finden
Das Zentrum für gute Taten e. V., die Wuppertaler Freiwilligenagentur, hilft Ihnen, ein Ehrenamt zu finden, das zu Ihren Interessen und Ihrer verfügbaren Zeit passt.
Sprechen Sie an, wenn Sie Frauen, Familien oder Menschen in belastenden Lebenssituationen unterstützen möchten.
Telefon: 0202 946 20 445
E-Mail: beratungzfgtde
Persönliche Beratung: Eingang Höhne 43, 42275 Wuppertal; bitte vorher einen Termin vereinbaren.
Frauenhaus und Frauenberatung fördern
Die Fördervereine von Frauen helfen Frauen e. V. und FrauenBeratung Wuppertal e. V. unterstützen die Arbeit der Einrichtungen.
Mit Spenden oder einer Fördermitgliedschaft können Sie dazu beitragen. Wenn Sie praktisch helfen oder Sachspenden anbieten möchten, fragen Sie bitte vorab, was aktuell gebraucht wird.
- Förderverein des Frauenhauses (Öffnet in einem neuen Tab)
- Förderverein der FrauenBeratung (Öffnet in einem neuen Tab)
Die Fördermöglichkeiten sind auf den Seiten der beiden Vereine beschrieben.
Beim Heimwegtelefon mitmachen
Erwachsene können nach einem Bewerbungs- und Ausbildungsprozess ehrenamtlich beim Heimwegtelefon mitarbeiten. Die telefonische Begleitung erfolgt von zu Hause aus.
Voraussetzungen und aktuelle Bewerbungsphasen (Öffnet in einem neuen Tab)
Im Alltag Haltung zeigen
Teilen Sie Hilfsangebote, widersprechen Sie abwertenden Aussagen und nehmen Sie Gewalterfahrungen ernst.
Schützen Sie dabei die Privatsphäre Betroffener. Persönliche Geschichten und Bilder dürfen nur mit Zustimmung weitergegeben werden.