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Beuys-Performancefestival

Wer im Glashaus sitzt …

Kollektiv ImpACT (Beate Rüter/Doris Dopf)

04.06.2021 und 05.06.2021, jeweils 15:00 – 18:00

Bereits die Entwicklung der partizipatorischen Performance Wer im Glashaus sitzt … von Beate Rüter und Doris Dopf ist Teil der Arbeit, die schon jetzt in vollem Gange ist. Denn die Diskussion über Formen und verdeckte Mechanismen von Diskriminierung, der sich ihre Arbeit widmet, hat sich aktuell bei der Standortsuche mit aktiven Netzwerken entwickelt. Die beiden Künstlerinnen begeben sich auf Spurensuche nach subtilen, durchaus autoritären Formen von Diskriminierung, die sich in schein-demokratischen Abwehr-Floskeln artikulieren, wie „Ich halte das alles für ein bisschen übertrieben“ oder „Haben wir nicht wirklich wichtigere Probleme“. Joseph Beuys plädiert mit seiner Sozialen Plastik für ein humanes, solidarisches Gesellschaftsmodell mit mündigen, selbstbestimmten und gleichberechtigten Menschen, wie er dies in seiner Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung zu realisieren versuchte. Im Glashaus von Rüter und Dopf ertönen jene verharmlosenden Stimmen, die subversiv Formen der Diskriminierung vorantreiben, sammeln sich im modrigen Klima des Gewächshauses‘ und dringen nach draußen. Dort werden die Stimmen der „Täter*innen“ mit jenen von Betroffenen konfrontiert und eröffnen somit den Diskurs mit und zwischen den Besucher*innen. 

Kollektiv ImpACT_Glashaus_©Doris Dopf

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Bildnachweise

  • Kollektiv ImpACT_Glashaus_©Doris Dopf
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