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Gleichstellung und Antidiskriminierung LSBTIQ* im Alter

LSBTIQ* im Alter

Wuppertal möchte sich der Aufgabe stellen, die fortschreitende rechtliche Gleichstellung von LSBTIQ* Menschen mit Leben zu füllen und möglichen Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung entgegenzuwirken - in allen Bereichen des täglichen Lebens und im speziellen hier für die älteren LSBTIQ*.

Unser Ziel ist es,...

... wichtige Akteur*innen aus Altenhilfe sowie dem sozialen und freizeitpädagogischen Bereich zu verbinden, Angebote der Senior*innenarbeit zu öffnen, Wege für Initiativen zu ebnen, Selbsthilfeprojekte zu unterstützen, Ressourcen zu bündeln, Fachpersonal zu sensibilisieren, zu informieren und Vorbehalte abzubauen.

Fachaustausch vielfältige Lebensformen/LSBTIQ* im Alter

Seit 2013 koordiniert das Sozialamt mit Unterstützung der Stabsstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung der Stadt Wuppertal den „Fachaustausch Gleichgeschlechtliche Lebensformen im Alter“ (namentlich und inhaltlich 2021 weiterentwickelt in „Fachaustausch vielfältige Lebensformen/LSBTIQ* im Alter“).
Der Fachaustausch wurde von Beginn an unterstützt und beraten durch die Fachberatung gleichgeschlechtliche und trans_idente Lebensweisen in der offenen Senior_innenarbeit in NRW.
Vertreter*innen der LSBTIQ*-Community wie die Aidshilfe Wuppertal und das Inside:Out - das queere Zentrum in Wuppertal, aus den kommunalen Altenpflegeheimen (APH) und Vertreter*innen von Seniorenbegegnungseinrichtungen nicht-städtischer Träger entwickeln gemeinsam Themen, setzen im regelmäßigen Austausch Impulse und greifen aktuelle Entwicklungen auf.

LSBTIQ* in der Altenpflege und Altenhilfe

Das Thema sexuelle Vielfalt, LSBTIQ* nimmt bisher wenig Raum in der Altenhilfe und Pflege ein. In aktuellen Entwicklungen und neuen Konzepten ist die Vielfältigkeit und Unterschiedlichkeit der heutigen Seniorengeneration neben dem Aspekt der individuellen Lebensgeschichten (das Aufwachsen in den Jahren zwischen 1930 und 1969, einer Zeit, die durch massive Diskriminierungen, lebensbedrohliche Gewalt und strafrechtliche Verfolgung geprägt sein konnte) wichtig.

Empfehlungen ‚Pflege ohne Diskriminierung‘

Der Fachaustausch vielfältige Lebensformen / LSBTIQ* im Alter Wuppertal‘ hat die ‚Empfehlungen Pflege ohne Diskriminierung‘ angelehnt an die Kriterien „Der Regenbogenschlüssel“ erarbeitet.
Die Empfehlungen zielen ab auf den Bereich der Organisationsentwicklung und möchten Pflege-Träger anregen, sich die Empfehlungen zunutze zu machen, und zu prüfen, inwieweit zielgruppen-spezifische Qualitäts-Aspekte zur sinnvollen Weiterentwicklung von Leitbildern und/oder betrieblichen Verfahrensregeln beitragen können, so dass sich Angehörige der Zielgruppe als „gewollte“ (potentielle) Bewohner*innen der Einrichtungen wiederfinden.

Zur Zeit wird ein Modellprojekt mit der städtischen Einrichtung Wuppertaler Hof auf den Weg gebracht. 

Wohn- und Begegnungszentrum Zehnthof - ein Vorbild in NRW

Der Zehnthof in Dortmund ist einer von zwei Einrichtungen in Deutschland mit dem Siegel „Lebensort Vielfalt“ und diente als Vorbild, für unsere Empfehlungen ‚Pflege ohne Diskriminierung‘.

Interessantes und Links

Nahaufnahme Queere Pflege - Zehnthof Dortmund

In Deutschland gibt es schätzungsweise 300.000 pflegebedürftige Menschen, die queer sind - also der LGBTQIA+-Community angehören. In Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten erfahren sie immer wieder Diskriminierung und soziale Isolation, denn Queersein ist dort häufig ein Tabuthema. Aber es gibt auch Positivbeispiele: Im Dortmunder Zehnthof kann Anke Gerhardt ihre Sexualität offen ausleben. Eric van Dingen findet bei dem Projekt der "Rainbow Visitors" Unterstützung von Gleichgesinnten. Und auch Pflege-Azubi Meik Schmitz möchte eine Ansprechperson für queere Menschen sein. Sie alle haben eins gemeinsam: den Wunsch nach mehr Sichtbarkeit.


Vielfalt anerkennen und pflegen – wie dies auch im Alter gelingen kann

Der Präventionspodcast des PKV-Verbands „wohl befinden – Gesunde Gesellschaft Gestalten“ richtet sich an alle Interessierten rund um  die Themen Gesellschaft und Gesundheit. In der Folge „Vielfalt anerkennen und pflegen – wie dies auch im Alter gelingen kann“ berichten LSBTI* von ihren Diskriminierungserlebnissen.

Ein Gespräch mit Fachexpert*innen gibt Aufschluss darüber, wie Pflegeeinrichtungen sensibler mit ihren diversen Bewohner*innen umgehen können und welche positiven Auswirkungen dies haben kann:


Beratungsmöglichkeiten vorort

Inside:Out - das queer Zentrum in Wuppertal e.V.

Ein Ort für Austausch und Begegnung, Information und Beratung und Vereins- und Gruppenorganisation.

Aidshilfe Wuppertal - Zentrum für Gesundheit, Sexualität und Selbstbestimmung im Bergischen

Die Aidshilfe Wuppertal unterstützt Menschen darin, selbstbestimmt, verantwortungsvoll und informiert mit HIV und Aids umzugehen und über Risiken Bescheid zu wissen. Aber wir tun noch viel mehr. Wir möchten Sie und Dich einladen, unsere vielfältige Arbeit auf dieser Homepage kennenzulernen.


Beratungsmöglichkeiten überörtlich

rubicon e.V.

Das rubicon unterstützt lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queer orientierte Menschen (LSBT*I*Q), ihre Familien und Wahlfamilien darin, selbstbewusst und angstfrei zu leben und zu lieben.


Kontakt

Frau Martina Völker
stellv. Stabsstellenleiter*in
Frau Carmen Engemann
Sachbearbeiter*in

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal

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