Was ist der CSD?
Geschichte des Christopher-Street-Day (CSD)
Am 28. Juni 1969 setzten sich vor allem trans* Personen, queere People of Color, aber auch Schwule und Lesben gegen eine Razzia der Polizei im Szene-Lokal „Stonewall Inn“ in der New Yorker Christopher Street zur Wehr. Lange hatten sie die brutale Polizeiwillkür ertragen – an diesem 28. Juni verbarrikadierten sie sich im „Stonewall Inn“ und sperrten die Ordnungskräfte aus.
Der mutige und spektakuläre Aufstand gegen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen und trans* Personen ging um die Welt und machte die Christopher Street berühmt. Seither wird der Christopher Street Day in vielen Ländern mit Paraden und Straßenfesten gefeiert, um für Akzeptanz und Anerkennung zu demonstrieren und die eigene Lebens- und Liebesform mit Stolz (engl. Pride) zu zeigen (Quelle: https://www.aug.nrw/glossar/ (Öffnet in einem neuen Tab)).
Wir wollen mit unserem CSD die Wuppertaler LSBTIQA*+-Community sicht- und hörbar machen. Statistisch geschätzte 27.000 Einwohner*innen fühlen sich der queeren Community potenziell in Wuppertal zugehörig, für sie und gegen Diskriminierung setzen wir uns mit aller Kraft ein.
Mit uns kann jede*r Besucher*in an den Infoständen ins Gespräch kommen, unser Bühnenprogramm gibt Einblick in die Vielfalt kulturellen Ausdrucks queerer Personen und in den Diskussionsrunden mit den politischen Entscheider*innen wollen wir unserem Anspruch an gesellschaftlicher Teilhabe in unserer Stadt Nachdruck verleihen.
2021 hat sich, ausgehend vom Runden Tisch LSBTIQA*+ der Stadt, ein Aktionsbündnis zusammengefunden, das den CSD Wuppertal organisatorisch runderneuert und die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung gefestigt hat. Daher können wir mit nunmehr erprobten Strukturen den CSD Wuppertal erneut präsentieren und freuen uns auf interessante Themen in den Wochen der Vielfalt, sowie ein tolles Fest und eine starke Demonstration.
CSD weltweit: Eine politische Bewegung
Der Christopher Street Day (CSD) ist Teil einer weltweiten Bewegung für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen (LSBTIQ*) geworden.
Heute finden Christopher Street Days, Pride-Paraden und ähnliche Veranstaltungen in über 100 Ländern und in mehr als 1.500 Städten weltweit statt. Sie stehen für Sichtbarkeit, Vielfalt, Solidarität und den Einsatz für Menschenrechte.
Trotz vieler Fortschritte sind LSBTIQ*-Menschen weltweit weiterhin Diskriminierung, Gewalt und Ausgrenzung ausgesetzt. In mehr als 60 Staaten werden gleichgeschlechtliche Beziehungen noch immer strafrechtlich verfolgt. In einigen Ländern drohen sogar langjährige Haftstrafen oder die Todesstrafe.
Vor diesem Hintergrund sind CSDs weltweit nicht nur bunte Feste der Vielfalt, sondern weiterhin wichtige politische Demonstrationen für Freiheit, Sicherheit und Gleichberechtigung.
CSD in Wuppertal
Der Christopher Street Day (CSD) hat in Wuppertal eine lange Geschichte und ist seit 2002 ein wichtiges Zeichen für Vielfalt, Sichtbarkeit und gleiche Rechte. Seit mehr als zwei Jahrzehnten kommen Menschen in Wuppertal zusammen, um für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen (LSBTIQ*) einzutreten und ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen.
Als größte Stadt im Bergischen Städtedreieck übernimmt Wuppertal eine wichtige Rolle für queere Sichtbarkeit und Vernetzung in der Region. Der CSD bringt Menschen aus Wuppertal, Solingen, Remscheid und dem Umland zusammen und schafft Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Engagement.
Der CSD in Wuppertal ist dabei mehr als ein Fest der Vielfalt: Er ist zugleich eine politische Demonstration für Menschenrechte, Gleichstellung und gesellschaftliche Teilhabe. Demonstrationen, Bühnenprogramme, Informationsstände und vielfältige Aktionen machen jedes Jahr sichtbar, dass queeres Leben ein selbstverständlicher Teil der Stadtgesellschaft ist.
Statistisch leben in Wuppertal rund 27.000 bis 28.000 Menschen, die der LSBTIQ*-Community zugerechnet werden können. Diese Zahl macht deutlich, dass sexuelle und geschlechtliche Vielfalt kein Randthema ist, sondern mitten in der Stadtgesellschaft verankert ist. Der CSD setzt sich dafür ein, dass alle Menschen unabhängig von sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität sicher, sichtbar und selbstbestimmt leben können.
CSDs im Bergischen Städtedreieck
CSDs im Bergischen Städtedreieck
Wir freuen uns, dass auch in Solingen und Remscheid Christopher Street Days stattfinden. Gemeinsam setzen die CSDs im Bergischen Städtedreieck ein starkes Zeichen für Vielfalt, Sichtbarkeit, Akzeptanz und gleiche Rechte.
In Solingen findet der CSD unter dem Namen „Klingenpride“ statt. 2026 wird dort bereits der fünfte CSD gefeiert. 2025 nahmen nach Angaben des WDR rund 600 Menschen am Demonstrationszug durch die Solinger Innenstadt teil.
Auch Remscheid hat einen eigenen CSD. Der erste eigenständige CSD in Remscheid fand 2023 statt, 2025 wurde bereits der dritte CSD organisiert. Für 2026 ist der vierte CSD Remscheid geplant. 2025 nahmen mehrere hundert Menschen teil.
Die CSDs in Wuppertal, Solingen und Remscheid zeigen: Queere Sichtbarkeit endet nicht an Stadtgrenzen. Die gegenseitige Unterstützung der Städte, Vereine, Initiativen und Communitys stärkt das Bergische Städtedreieck als vielfältige und solidarische Region.
CSD im Bergischen Städtedreieck
Wer wir sind & wie Sie uns erreichen
Der CSD wird gemeinsam vom Runden Tisch LSBTIQ* Wuppertal veranstaltet - es hat sich ein CSD-Organisationsteam gegründet.