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Wirtschaftsförderung Wuppertal Aktuelles | 04.10.2021

Wuppertal INSIDE 2021: Investoren entdecken Zukunftschancen

Zum 14. Mal lud die Wirtschaftsförderung Investoren, Makler und Projektentwickler ein, um städtische und privatwirtschaftliche Immobilien- und Flächenpotentiale in Wuppertal zu entdecken.

Wo können in Wuppertal neue Einfamilienhäuser gebaut werden? Welche Fläche wird zurzeit für gewerbliche Ansiedlungen entwickelt? Welche Leerstände in der City warten darauf, mit neuem Leben gefüllt zu werden? Die Investorentour Wuppertal INSIDE lieferte Antworten. Zum 14. Mal lud die Wirtschaftsförderung Investoren, Makler und Projektentwickler ein, um städtische und privatwirtschaftliche Immobilien- und Flächenpotentiale in Wuppertal zu entdecken.

Auftakt in neuem Gewand

Nach einem Jahr Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie gab es für die einhundert Gäste aus dem Bergischen und überregionalen Raum viel Neues zu entdecken. So wurden sie aus Platzgründen ausnahmsweise nicht im 19. Stock des Sparkassenturms empfangen. Trotzdem ließ es sich Axel Jütz, Vorstand der Stadtsparkasse Wuppertal, nicht nehmen, auch in dieser Location die Gäste persönlich zu begrüßen.

Anschließend gab Rolf Volmerig, Vorstand der Wirtschaftsförderung, einen Überblick, was sich seit der letzten Tour in Wuppertal getan hat. Vor zwei Jahren wurde das ehemalige Medienhaus am Otto-Hausmann-Ring noch auf der Tour als Investitionsobjekt vorgestellt. Inzwischen ist es verkauft worden. Ebenso die Brachfläche Korzert in Cronenberg. Hier hat die der Online-Händler für Tapeten und Bodenbeläge Bricoflor mit dem Bau seiner neuen Firmenzentrale begonnen. Auch im Bereich Wohnen sind viele Projekte angelaufen, wie der Villa Amalia in Elberfeld oder der Henkels Fabrik in Langerfeld.

Beide vermittelten die Botschaft: Wuppertal hat richtig viel zu bieten. Und kann noch mehr! Das zeigt unter anderem das Vorreiterprojekt für Kreislaufwirtschaft Circular Valley (Öffnet in einem neuen Tab). Dr. Carsten Gerhardt von der Wuppertalbewegung vermittelte den Gästen nicht nur die Dringlichkeit, neue Ansätze für mehr Kreislaufwirtschaft zu finden. Wuppertal sei als geografischer Mittelpunkt der Rhein-Ruhr-Region, ein idealer Ausgangspunkt. Die Stadt war bereits Zentrum der ersten und zweiten Welle der Frühindustrialisierung. Die mittlerweile fünfte Welle sei die für Kreislaufwirtschaft. Mit Wuppertal als Vorreiter schließe sich der Kreis, so Gerhardt.

Tour Wohnen: Potenzial im Innenbereich

Nach der Einstimmung auf den Standort brachen die Teilnehmer*innen zu den drei Themen-Touren Wohnen, Gewerbe und Zentren & Dienstleistung auf. Alexander Buckardt präsentierte seiner Gruppe Wohnbauflächen, die nach wie vor sehr gefragt sind. Nach dem Motto „Innen- vor Außenentwicklung“ wurden vor allem Flächen in bereits erschlossenen Gebieten angefahren. Ein Highlight auf der Tour war das städtische Grundstück Löhrerlen / Am Eckstein im Stadtteil Langerfeld. Auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes stehen 10.000 Quadratmeter Nettobauland zur Verfügung. Das Planungsrecht sieht eine Bebauung mit Ein- und Zweifamilienhäusern vor, die sowohl als Reihen-, Doppel- oder freistehende Gebäude realisiert  werden können. Im Sommer 2022 startet das Ausschreibungsverfahren der Stadt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Wiederaufbereitung von Brachflächen. So wie an der Oberen Lichtenplatzer Straße. Das ehemalige Altenpflegeheim wurde bereits abgerissen und die Fläche für eine Bebauung vorbereitet. Auf rund 8.300 Quadratmetern soll neuer Wohnraum entstehen. Ein Fünftel der neuen Wohneinheiten ist für den Sozialwohnungsbau vorgesehen. Ein Verkaufsargument ist der exklusive Blick über die Stadt und die Nähe zu den Barmer Anlagen.

Tour Gewerbe: Brachflächen in Aufbereitung

Noch vor wenigen Monaten hätten die Teilnehmer der Gewerbetour vor der Ruine des ehemaligen Freizeitbads Bergische Sonne gestanden. Jetzt ist das Gebäude vollständig abgerissen und die Fläche lässt mit ihren unterschiedlichen Höhen schon erahnen, wie der zukünftige Smart Tec Campus angeordnet sein könnte. Anfang 2022 startet der Grundstücksverkauf. Mehrere Baufelder können zwischen einer Größe von 2.500 bis 8.500 Quadratmetern erworben werden. Der Standort ist speziell für Unternehmen und Start-ups aus smarten Technologien vorgesehen.

Eine spannende Neuentwicklung stellte Martin Lietz in Langerfeld an der Spitzenstraße vor. Auf dem ehemaligen Werksgelände der Firma KROSCHU stehen über 24.000 Quadratmeter für gewerbliche Ansiedlungen zur Verfügung. Der Untergrund wurde bereits saniert und planiert. Nach der Aufstellung eines Bebauungsplans soll die städtische Fläche kurzfristig verfügbar sein.

Ein noch größeres Flächenpotenzial liegt in Vohwinkel. Im Bereich Bahnstraße / Buntenbeck plant die Stadt ein neues Gewerbegebiet mit rund 35.000 Quadratmetern. Das bisher landwirtschaftlich genutzte Gelände ist für eine Mischnutzung vorgesehen. Voraussichtlich 2025 soll die Fläche verfügbar sein.

Tour Zentren & Dienstleistung: Die Innenstadt im Wandel

Auch im Innenstadtbereich ist viel in Bewegung, wie Marco Trienes berichtete. Die Teilnehmer*innen bekamen eine exklusive Führung über die Baustelle des Wupperparks Ost. Vor Ort konnten sie sich vom Baufortschritt der Pavillons überzeugen und einen Blick in den Tiefbunker werfen, der vom Investor Markus Riedel zu einer Event-Location umgebaut wird.

Nach dem Umbau des Döppersberg, dem Wupperpark und den Plänen für die Bundesbahndirektion vervollständigt die Modernisierung des Schwebebahnhofs das Bild vom neuen Eingang in die Elberfelder City. Auf vier Flächen sollen im Erdgeschoss Einzelhandel und Gastronomie einziehen.  

Tour Zentren & Dienstleistung: Innenstadt im Wandel

Auch in Barmen tut sich viel. Eines der wohl prominentesten Gebäude des Stadtteils, das Wuppertaler Brauhaus, steht zum Verkauf. Das Bauhaus ist nicht nur als Gastronomiebetrieb und Event-Location für bis zu 1.200 Personen bekannt. Hier wird auch noch vor Ort Bier gebraut. Laut Trienes wäre es wünschenswert, wenn dieser traditionsreiche Nutzungsmix auch in Zukunft beibehalten würde.

Auch mehrere Geschäftshäuser, die sich direkt in der Fußgängerzone befinden, stehen zum Verkauf. Darunter der Werth 40 und der Werth 54. Beide Objekte werden in den unteren Etagen durch Einzelhandel bespielt. In den oberen Etagen befinden sich Mietwohnungen. Zukünftige Eigentürmer können von der Umgestaltung des Werths unter dem Motto „Kulturteppich“ profitieren. Die Pläne und den Stand der Umsetzung stellte Thomas Helbig von der ISG Barmen vor.  

Eine flexible Nutzung für Büro oder Gewerbe befindet sich auf den Südhöhen an der Müngstener Straße 10. Im dem markanten Backstein-Gebäude sind nach dem Umzug des Wuppertaler Gebäudemanagements drei Etagen mit ca. 6.000 Quadratmetern freigeworden. Stellplätze, ein Bistro im Erdgeschoss sowie zwei Personen- und ein Lastenaufzug sind vorhanden.

Nach dreistündiger Tour kamen die Teilnehmer*innen der Wuppertal INSIDE im ehemaligen Postgebäude Kleeblatt zusammen. Die Clees Unternehmensgruppe öffnete die Tore zu Wuppertals aktuell größtem Flächenpotenzial mit rund 45.000 Quadratmetern. Oberbürgermeister Uwe Schneidewind schwor die Gäste noch einmal auf den Standort Wuppertal ein. Seine Botschaft: Wuppertal befindet sich im Aufbruch und muss sich mit den hier ansässigen tollen Unternehmen, engagierten Machern und zukunftsweisenden Projekten nicht hinter anderen Städten verstecken.

Große Pläne kündigte dann Investor Alexander Clees an. Auf der Wuppertal INSIDE wurde erstmals das neue Nutzungskonzept für das Postgebäude offiziell vorgestellt. Es soll ein bunter Mix werden. Ein Studenten-Village mit Wohn-Containern auf dem Dach mit Blick auf die Uni. Seniorenwohnungen in den mittleren drei Etagen. Fitnesscenter und Wellnessangebote in den unteren Etagen. Außerdem Gastronomie, eine KiTa, Co-Working-Space - vieles ist denkbar. Es soll ein eigenes Quartier mit hohem Grünanteil entstehen, das an den Stadtteil angebunden und für alle Wuppertaler*innen zugänglich und einladend werden soll. 

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