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Digitale Bürger*innenservices

Das Serviceportal bildet das digitale Eingangstor für die Leistungen der Stadtverwaltung. Jedoch umfasst die Digitalisierung von Bürger*innenservices deutlich mehr als den sichtbaren Teil im Serviceportal.

Im Rahmen der Digitalisierung von Bürger*innenservices wird stets der gesamte Prozess betrachtet – von der Antragstellung über die Bearbeitung bis hin zur Rückmeldung an die Antragsteller*innen.

Wo möglich werden die Anträge direkt mit dem Fachverfahren und dem Dokumentenmanagementsystem im Hintergrund verknüpft, um so möglichst viele Medienbrüche zu eliminieren. Die aktuelle Rechtslage und auch der Stand vieler Fachverfahren führt hier jedoch zu Einschränkungen. Daraus wird folgen, dass viele Prozesse, die heute bereits digital angeboten werden, in den kommenden Jahren schrittweise weiterentwickelt werden müssen, um eine vollständig digitale Bearbeitung zu ermöglichen.

„Im Rahmen der Digitalisierung von Bürger*innenservices wird stets der gesamte Prozess betrachtet – von der Antragstellung über die Bearbeitung bis hin zur Rückmeldung an die Antragsteller*innen.“


Cordula Meurer, Gruppenleiterin Softwareentwicklung, Amt für Informationstechnik und Digitalisierung, Stadt Wuppertal



Das Jobcenter der Stadt Wuppertal ist mit seinen Leistungen aktuell nicht auf dem Serviceportal der Stadt zu finden, da es sich um unterschiedliche Rechtspersönlichkeiten handelt. Da die Leistungen des Jobcenters und der Stadt in der Daseinsvorsorge nicht zu trennen sind, wird für das Jobcenter aktuell ein eigenes Portal, angelehnt an das Serviceportal der Stadt, eingerichtet. Darüber soll nicht nur die Kommunikation zu den Kundinnen und Kunden ermöglicht werden, sondern auch der sichere Dokumentenaustausch, das Stellen von Anträgen und die persönliche Beratung über Videochat. Der Launch des Jobcenterportals findet statt, sobald das Jobcenter an die digitale Poststelle angebunden ist.

Das OZG sieht eine Digitalisierung der Anträge von 575 Leistungen bis Ende 2022 vor. Dieses Ziel ist nicht zu erreichen – viele Landes- und Bundesleistungen befinden sich noch nicht einmal in der Entwicklung und werden nicht rechtzeitig zur Integration auf kommunalen Plattformen zur Verfügung stehen. Trotzdem wird die Stadt Wuppertal noch einmal die Anstrengungen verstärken, um die Leistungen, die komplett in kommunaler Hoheit liegen, bis zum Stichtag anbieten zu können. Hierfür soll ein Intensivprogramm für die Umsetzung aufgelegt werden. Hierbei wird ein ganzheitlicher Ansatz mit der Visualisierung aller vorhandenen Daten verfolgt. Um den Fortschritt in der OZG-Umsetzung transparent zu machen, wird an einem OZG-Monitor für das Internet gearbeitet, in dem die Umsetzungsstände der vom Bund definierten Leistungen abgelesen werden können. Auch die Statusstände weiterer diverser kommunaler Leistungen und Verwaltungsprozesse sollen dort sichtbar gemacht werden.

Die Stadt hat den Fokus bisher auf die Bereitstellung von Services über entsprechende Internetportale gelegt, ist jedoch bestrebt, ihre Leistungen auch über weitere Kanäle wie Apps und Serviceterminals, den Bürgerinnen und Bürgern zugänglich zu machen, um eine möglichst weitreichende Verbreitung zu erreichen und die Menschen dort abzuholen, wo sie sich befinden. Hierbei ist auch eine weitergehende Kooperation mit Produkten von Drittanbietern (wie zum Beispiel die Bliggit-App) denkbar.

Neben Datenschutz und Informationssicherheit spielen die Seriosität solcher Angebote und vor allem der kostenfreie Zugang für Nutzer*innen eine wesentliche Rolle. Ziel aus Sicht der Stadt ist hierbei immer, die digitalen Leistungen der Stadt möglichst vielen Menschen frei von Barrieren anzubieten.

Ziele

  • Launch und Inbetriebnahme des Jobcenterportals in 2022
  • Launch des OZG-Monitors in 2022
  • digitale Antragstellung der rein kommunalen OZG-Leistungen bis Ende 2022
  • 10 neue Services im Bürger*innenportal pro Jahr (vollständige Digitalisierung inklusive Rückkanal)

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stefanie vom Stein, Stadt Wuppertal Medienzentrum

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