Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren European Energy Award und European Climate Award
Die Stadt Wuppertal nimmt seit dem 01.08.2021 an dem European Energy Award (EEA) und seit dem 01.10.2021 an dem European Climate Adaption Award (ECA) teil. Der EEA wird angewendet zum Monitoring der Fortschritte im Bereich der Klimaschutzaktivitäten und der ECA im Bereich der Klimaanpassungsaktivitäten.
Diese beiden Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren ermöglichen es Kommunen, regelmäßig zu erfassen, in welchen Bereichen der Verwaltung Klimaschutz- und Klimaanpassungsaktivitäten stattfinden und inwiefern diese wirksam sind. Jährlich führt die Verwaltung ein internes Audit durch. Die strukturierte Analyse und Übersicht ist Voraussetzung dafür, systematisch Optimierungspotenziale für die Klimaschutz- und Klimaanpassungsarbeit in der Verwaltung zu erkennen. Diese werden im 4-Jahres-Turnus im Sinne einer Maßnahmenplanung in ein Arbeitsprogramm überführt und als richtungsweisender Vier-Jahres-Plan verabschiedet.
Für die Teilnahme am EEA besteht keine Förderung, für die Teilnahme am ECA hingegen wird die Stadt vom Land Nordrhein-Westfalen mit einer Förderung in Höhe von 90% unterstützt. Das Land Nordrhein-Westfalen gewährt eine Zuwendung auf der Grundlage der Richtlinie „Durchführung eines kommunalen Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahrens zur Klimafolgenanpassung“.
Auszeichnung als EEA-Region
Das Bergische Städtedreieck arbeitet seit rund 15 Jahren im Bergischen Klima-Management zusammen und das mit Erfolg: Die Region wurde als erste European Energy Award Region anerkannt. Nachdem bereits im März beim Bergischen Klimaforum die Verleihung bekanntgegeben wurde, wurden die drei Kommunen Solingen, Remscheid und Wuppertal am gestrigen Mittwoch, 24. April, offiziell in Düsseldorf durch Ministerin Mona Neubaur, Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und Frau Ilga Schwidder, Geschäftsführerin Bundesgeschäftsstelle European Energy Award (EEA) ausgezeichnet.
Der EEA ist ein Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren für kommunale Klimaschutzaktivitäten. Mit dem Label werden die drei bergischen Städte dafür gewürdigt, dass sie mit ihren gemeinsamen Strategien und Projekten als Region punkten konnten.
Seit Beginn des kommunalen Klimaschutzes besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen den drei Bergischen Städten Remscheid, Solingen und Wuppertal. Frühzeitig erkannten die drei Städte, dass durch gemeinsames und koordiniertes Handeln den Herausforderungen des Klimawandels begegnet werden kann. So wurden bereits früh gemeinsame Netzwerke und regelmäßige Austauschtreffen geschaffen und gemeinsame Veranstaltungen, Kampagnen und Projekten umgesetzt. Dazu gehören zum Beispiel eine bergische Erklärung zu erneuerbaren Energien, ein verpflichtender Klima-Check in der Bauleitplanung, gemeinsame Mobilitätskampagnen und ein betriebliches Mobilitätsmanagement, Initiativen für energetische Sanierung von Altbauten oder das Ökoprofit Bergisches Städtedreieck. Einige der Projekte gelten heute bundesweit als Best Practices.
Der Mitgliederkreis der Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energien Bergisches Land (AGEEBL) umfasst neben den Kernkommunen Remscheid, Solingen, Wuppertal und dem Kreis Mettmann auch eine Vielzahl von Kommunen aus dem Rheinisch Bergischen und dem
Oberbergischen Kreis, aber auch Verbände, Vereine und Landeseinrichtungen
Weitere Informationen finden Sie hier:
Bergisches Klimaforum
Bergisches Klimaforum 2024 - Rückblick
Die Veranstaltung „KLIMA UND ZUKUNFT – LASS DICH INSPIRIEREN FÜR EINE LEBENSWERTE UND GESUNDE STADT: MACH MIT!“ der drei bergischen Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal fand ganztägig am 20. März 2024 in der Glashalle der Stadtsparkasse Wuppertal statt.
Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen haben wir Ideen und Perspektiven für eine lebenswerte und gesunde Stadt der Zukunft weiterentwickelt und uns stärker vernetzt. Im Fokus standen die Themen Klimaschutz, Klimaanpassung / Gesundheit sowie Kommunikation, die durch mehrere Vorträge und durch einen intensiven Austausch der Teilnehmer*innen untereinander bereichert wurden. Als weiterer besonderer Programmpunkt hat Sara Schurmann, freie Journalistin und Buchautorin („Klartext Klima“), Wege und Lösungen des effizienten Kommunizierens aufgezeigt, um vom Wissen ins Handeln zu kommen.
Die Interaktionsformate wurden durch das Zentrum KlimaAnpassung, NRW.Energy4Climate, das Landeszentrum Gesundheit NRW sowie durch das Fachzentrum Klimaanpassung, Klimaschutz, Wärme und Erneuerbare Energien des LANUV NRW mitgestaltet. Im Rahmen dieser Formate ergaben sich Möglichkeiten zum weiteren Networking und einem damit verbundenen Erfahrungsaustausch, um eine zukunftsorientierte Grundlage für die Klimaanpassung gemeinsam mit Gesundheit und dem Klimaschutz auf lokaler, regionaler und überregionaler Ebene zu ermöglichen. Wir möchten uns bei den Teilnehmer*innen als relevante/n Akteur*in, Umsetzer*in, Multiplikator*in oder Entscheidungsträger*in für den intensiven persönlichen Austausch bedanken!
Die Veranstaltung wurde durch Grafic Recording begleitet, was eine lebendige und anschauliche Dokumentation der Diskussionen ermöglichte.
Hinweis: Diese Veranstaltung wurde auf der Grundlage des Leitfadens für eine nachhaltige Organisation von Veranstaltungen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie des Umweltbundesamtes geplant.
Eine umfassende Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hierPDF-Datei5,39 MB
Einige Eindrücke zum Bergischen Klimaforum 2024 vermittelt der Aftermovie:
Hier können Sie sich die Präsentationen der Veranstaltungen ansehen
- Klimaforum_2024_Sonnenstadt_Wuppertal_GenschPDF-Datei4,53 MB
- Klimaforum_2024_Kommunale_Wärmeplanung_FrischPDF-Datei469,81 kB
- Klimaforum_2024_Kommunale_Hitzeaktionsplanung_Nordrhein-Westfalen_Jankowski_MüllerPDF-Datei954,00 kB
- Klimaforum_2024_Klimawirkung_planbar_machen_-_mit_PALM-4U_zur_resilienten_Stadt_WinklerPDF-Datei3,22 MB
- Klimaforum_2024_Klimawandel_–_wir_handeln!_Ibach_Komossa_BückerPDF-Datei4,75 MB
- Klimaforum_2024_Klima_effektiv_kommunizieren_SchurmannPDF-Datei2,25 MB
- Klimaforum_2024_Integriertes_Mobilitätskonzept_SeyfriedPDF-Datei4,43 MB
- Klimaforum_2024_ExTrass_ThiekenPDF-Datei5,38 MB
- Klimaforum_2024_European_Energy_Award_Region_im_Bergischen_Städtedreieck_LohoffPDF-Datei618,79 kB
Förderung des Bundes
Dank der Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sowie der Nationalen Klimaschutzinitiative startete im September 2021 das Vorhaben "KSI: Klimamanagement Stadt Wuppertal, Umsetzung des vorliegenden Klimaschutzkonzeptes mit integriertem Handlungsfeld Anpassung an den Klimawandel".
Für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes ist der Zeitraum 01.09.2021 bis 30.04.2025 vorgesehen (Förderkennzeichen: 67K15165).
Wattbewerb
Wuppertal nimmt am Wattbewerb teil
Ein Wettbewerb für die Energiewende und mehr Klimaschutz
Die Energiewende als Schlüsselprozess für Klimaschutz passiert überall und vor Ort. Auch in deiner Stadt. Und es muss schneller gehen: Bis 2030 brauchen wir 100% Erneuerbare Energien, damit Deutschland seine Zusagen zur Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5°C aus dem Pariser Klimaschutz- abkommen einhalten kann.
Insbesondere auf den Dächern der Städte in Deutschland schlummert ein enormes Potential für den Ausbau der Photovoltaik. Dies gilt es möglichst schnell auszuschöpfen!
Der Umbau unserer Energieerzeugung zu einem dezentralen, bürgerschaftlichen System nutzt vielen:
Bürger*innen werden von Stromkonsument*innen zu aktiven Teilnehmer*innen am Energiemarkt. Sie produzieren, speichern und teilen Energie im Quartier oder direkt in der Nachbarschaft. Das entlastet die Netze und spart CO2 ein.
Wenn die Bürger*innen einer Stadt weniger Geld für fossile Energieträger ausgeben müssen, haben sie mehr Geld übrig, das sie für andere Zwecke ausgeben können. So bleibt die Wertschöpfung in der Stadt und davon profitieren alle.
Ein konzentriertes Ausbauprogramm für Photovoltaik ist außerdem ein lokales Konjunkturprogramm.
Die Teilnahme an Wattbewerb schafft Kommunikationsanlässe: Wie steht die Stadt im Wattbewerb Ranking im Vergleich zu den anderen teilnehmenden Städten da? Welche Stadt hat die Nase bei den QuartalsChallenges vorne?
Die aktuelle Platzierung der Stadt Wuppertal im Wattbewerb kann man hier verfolgen: https://plattform.wattbewerb.de/ranking (Öffnet in einem neuen Tab)
Alle weiteren Infos findet man unter: https://wattbewerb.de (Öffnet in einem neuen Tab)
Förderung des Bundes
Dank der Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sowie der Nationalen Klimaschutzinitiative startete im September 2021 das Vorhaben "KSI: Klimamanagement Stadt Wuppertal, Umsetzung des vorliegenden Klimaschutzkonzeptes mit integriertem Handlungsfeld Anpassung an den Klimawandel".
Für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes ist der Zeitraum 01.09.2021 bis 30.04.2025 vorgesehen (Förderkennzeichen: 67K15165).