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Pflegekinderdienst

Pflegeformen

Vollzeitpflege (dauerhafte Unterbringung) (gemäß § 33 SGB VIII)

Kann die Erziehung und Betreuung eines Kindes oder Jugendlichen in der Herkunftsfamilie langfristig nicht gewährleistet werden, folgt eine auf Dauer angelegte Unterbringung in einer Pflegefamilie.

 

Der Verbleib des Pflegekindes in einer zeitlich unbefristeten Pflegestelle ist bis zur Volljährigkeit vorgesehen.

 

In dieser Lebensform sind die Pflegepersonen die Hauptbezugspersonen des Kindes oder Jugendlichen.


Familiäre Bereitschaftsbetreuung (FBB) (gemäß § 42 SGB VIII)

Wird ein Kind oder ein Jugendlicher in Krisen- und Konfliktsituationen in der Herkunftsfamilie in Obhut genommen, ist eine vorübergehende Unterbringung in einer familiären Bereitschaftspflege erforderlich.

 

Eine solche Herausnahme kann aufgrund einer Überforderungssituation oder einer akuten Eskalation und damit einer einhergehenden Kindeswohlgefährdung erfolgen. Andere Anlässe können aber auch eine akute Erkrankung / Ausfall der Erziehungspersonen sein.


Kurzzeitpflege (zeitlich befristete Vollzeitpflege) (gemäß § 33 SGB VIII)

Bei dieser Form eines Pflegeverhältnisses ist der Verbleib des Kindes oder Jugendlichen in seiner Herkunftsfamilie vorerst nicht möglich. Gründe sind oft aktuelle Belastungs- und Krisensituationen.

 

Angestrebt wird eine schnelle Rückkehr des Kindes, die aber nur dann gewährleistet werden kann, wenn die Rahmenbedingungen in der Herkunftsfamilie verändert wurden.

 

Wird dieses Ziel nicht erreicht, kann eine dauerhafte Unterbringung in einer Pflegefamilie folgen.


Verwandtenpflege (gemäß § 33 SGB VIII)

Die Verwandtenpflege ist bei beiden oben genannten Pflegeformen der Vollzeitpflege möglich.

 

Das kann bedeuten, dass Kinder oder Jugendliche bei einer geeigneten Person, bis zum zweiten Verwandtschaftsgrad, aus ihrem familiären Umfeld (z.B. Großeltern, Onkel, Tante etc.) leben können.

 

Ein Pflegeverhältnis im Rahmen der Verwandtenpflege wird nur dann vom Jugendamt finanziell unterstützt, wenn die Voraussetzungen für die Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege gegeben sind - wie bei jedem anderen Pflegeverhältnis auch.

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