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Ressort Umweltschutz

Neues Bodenfeuchte-Monitoring in Wuppertal: Zehn Sensoren liefern durchgehend Umweltdaten

Böden übernehmen wichtige Aufgaben für Klima und Vegetation. Jetzt steht ein neues Messnetz aus Bodenfeuchtesensoren zur Verfügung, das kontinuierlich Daten von unterschiedlichen Standorten liefert.

Wuppertals Böden speichern Wasser, puffern Niederschläge, kühlen die Umgebung durch Verdunstung und sichern die Versorgung von Bäumen und Stadtgrün. Wie gut diese Funktionen an einzelnen Standorten tatsächlich erfüllt werden, war bisher nur theoretisch abschätzbar. Seit Oktober 2025 steht dafür nun ein neues Messnetz zur Verfügung. Zehn Bodenfeuchtesensoren liefern kontinuierlich Daten und schließen damit eine zentrale Wissenslücke.

So funktioniert das neue Messnetz

Im Rahmen des Smart City Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ wurden die Sensoren an ausgewählten Standorten installiert. Sie erfassen Feuchte und Temperatur in drei Tiefen und senden die Messwerte mehrmals täglich an den Urbanen Digitalen Zwilling. So entsteht erstmals ein genaues Bild davon, wie die Böden im Stadtgebiet auf Hitze, Trockenheit und Starkregen reagieren.

Die Messstellen liegen auf sehr unterschiedlichen Böden, etwa in Hanglagen mit Tonstein, in trockenen Waldflächen oder in aufgefüllten Parkbereichen. Dadurch werden die großen Unterschiede im Wasserhaushalt der Standorte sichtbar. Manche Böden speichern Wasser über längere Zeit und tragen zur Abkühlung bei. Andere trocknen schnell aus und reagieren empfindlich auf längere Trockenphasen. Diese Unterschiede können nun fachlich fundiert ausgewertet und in Planungs- und Bewertungsprozesse eingebunden werden.

Besonders wertvoll sind die Daten für die Einschätzung der Schutzwürdigkeit von Böden sowie für die Bewertung des Wasserhaushalts und der Klimafunktion. Mehrere Fachbereiche können die Informationen für ihre Arbeit nutzen, etwa für die Pflege und Entwicklung von Grünflächen oder für die Beurteilung von Freiflächen.

Datenzugang und nächste Schritte

Im städtischen Geoportal werden in Kürze erste Live-Daten veröffentlicht. Zu jedem Standort finden sich dort eine kurze Beschreibung der Bodenverhältnisse und zeitliche Verläufe der Messwerte. Ein Sensor im Botanischen Garten wurde bewusst sichtbar eingebaut und wird durch eine Infotafel ergänzt. Ein QR-Code auf der Tafel führt direkt zu den Live-Daten im Digitalen Zwilling und macht das Thema Bodenfeuchte für Besucherinnen und Besucher erlebbar.

Im nächsten Schritt wird geprüft, ob das Messnetz erweitert werden kann. Ziel ist ein langfristiges Monitoring, das hilft, die Auswirkungen des Klimawandels besser zu verstehen und Wuppertal gezielt auf künftige Herausforderungen vorzubereiten.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Florian Roth, Stadt Wuppertal

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