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Ressort Umweltschutz

Trocken und sonnig: Frühjahr 2025 in Wuppertal

Der Frühling 2025 war in Wuppertal außergewöhnlich trocken und deutlich sonniger als üblich. Das hat weitreichende Folgen für den Boden, die Gewässer und die Vegetation. Im Zusammenhang mit der anhaltenden Trockenheit besteht aktuell ein erhöhtes Risiko für Vegetationsbrände.

Zwischen März und Mai fielen nur 170 Millimeter Niederschlag. Im Vergleich zur Klimanormalperiode 1991 bis 2020 mit durchschnittlich 252 Millimetern ergibt sich daraus ein Niederschlagsdefizit von rund 33 Prozent. Gleichzeitig war das Frühjahr außergewöhnlich sonnig. Die Sonnenscheindauer lag zwischen März und Mai bei 716 Stunden und damit um 222 Stunden (rund 45 Prozent) über dem langjährigen Mittel von 494 Stunden.

Reduzierte Bodenfeuchte und niedrige Pegelstände

Die gemessene Niederschlagsverteilung und Strahlungsbilanz spiegeln sich in verschiedenen hydrologischen und bodenbezogenen Kennwerten wider. In den Mittelgebirgslagen, darunter auch im Stadtgebiet von Wuppertal, wurden reduzierte Bodenfeuchtegehalte festgestellt. Die nutzbare Feldkapazität (nFK), welche das pflanzenverfügbare Wasser im Boden beschreibt, lag in weiten Bereichen unter 50 Prozent, was auf eine eingeschränkte Wasserverfügbarkeit für die Vegetation deutet. Bei Werten unter 30 % ist mit beginnenden Trockenstress für Pflanzen zu rechnen.

Darüber hinaus meldet der Wupperverband niedrige Pegelstände an Flüssen und Talsperren im Verbandsgebiet. Anfang Juni lag die Wupper-Talsperre bei einem Stauinhalt von rund 40 Prozent und die Bever-Talsperre bei rund 55 Prozent. Die drei Trinkwassertalsperren im Verbandsgebiet (die Große Dhünn-Talsperre, die Kerspe-Talsperre und die Herbringhauser Talsperre) wiesen zusammen einen Stauinhalt von rund 80 Prozent auf. Weitere Informationen zu den Pegelständen sind beim Wupperverband abrufbar: www.wupperverband.de (Öffnet in einem neuen Tab)

Erhöhte Gefahr von Vegetationsbränden

Im Zusammenhang mit der anhaltenden Trockenheit besteht aktuell ein erhöhtes Risiko für Vegetationsbrände. Das Umweltportal NRW bietet hierzu aktuelle Informationen über den Waldbrandgefahrenindex und den Graslandfeuerindex des Deutschen Wetterdienstes. Beide Indizes klassifizieren die jeweilige Gefahrenlage in fünf Stufen von sehr gering bis sehr hoch. Regionale Auswertungen und tagesaktuelle Warnungen sind abrufbar unter: www.umweltportal.nrw.de  (Öffnet in einem neuen Tab)

Bodenfeuchtesensoren liefern wichtige Daten

Um den Folgen zunehmender Trockenperioden besser zu begegnen, installiert die Stadt Wuppertal im Rahmen der Smart City Strategie und des „DigiTal Zwillings“ erstmals Bodenfeuchtesensoren im Stadtgebiet. Diese liefern kontinuierlich Daten zur Wasserversorgung der Böden und sollen bei der klimaangepassten Stadt- und Grünflächenplanung helfen.

Datenquellen: Klimaatlas NRW, LANUK NRW auf Basis von DWD-Daten (Klimaperiode 1991–2020 und dem Beobachtungszeitraum Frühjahr 2025); Hydrologischer Statusbericht NRW zum 31.05.2025; UFZ-Dürremonitor; Pressemitteilung Wupperverband vom 11.06.2025

www.klimaatlas.nrw.de (Öffnet in einem neuen Tab)

www.wupperverband.de (Öffnet in einem neuen Tab)

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal, Medienzentrum

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