Sie arbeiten mit Kindern und machen sich Sorgen, dass es einem Kind nicht gut geht? Sie sind verunsichert, ob es sich hier um eine Kindeswohlgefährdung handelt und möchten wissen, was zu tun ist?
Wir beraten unter Wahrung des Datenschutzes, ob gewichtige Anhaltspunkte für eine Gefährdung eines Kindes oder Jugendlichen vorliegen, wie diese einzuschätzen sind und welche nächsten Schritte im Sinne des Kinderschutzes erforderlich sind.
Die Beratung findet ohne Nennung personenbezogener Daten zum Kind oder Jugendlichen statt, also anonym. Die Fallverantwortung liegt im gesamten Bratungsprozess weiter bei der Fachkraft, die beraten wird.
Wissenswertes zur Insofa-Beratung
Die Beratung durch eine insofern erfahrende Fachkraft (InsoFa) soll Fachkräfte möglichst frühzeitig in der Einschätzung einer möglichen Kindeswohlgefährdung unterstützen. Das kann dazu führen, dass eine umfassende Einschätzung in einem ersten Termin noch nicht möglich ist, sondern zunächst weitere Schritte der Abklärung (Sondierungsphase) besprochen werden.
Zur Vorbereitung auf eine InsoFa-Beratung ist eine gute Dokumentation der eigenen Beobachtungen, wenn möglich, mit Beschreibung von Zeit, Ort, Beteiligten und Abläufen hilfreich. Im Falle von verbalen Äußerungen von Kindern oder Jugendlichen kann es darüber hinaus sinnvoll sein zunächst ein möglichst wortgetreues Gedächtnisprotokoll zu verfassen, um Nachfragen bestmöglich beantworten zu können. Dabei ist es hilfreich, wenn auch die gestellten Fragen der Fachkraft - soweit sie erinnert werden - mit dokumentiert sind.
Darüber hinaus ist es sinnvoll weitere Informationen bereitzuhalten. Hier finden Sie eine Orientierungshilfe des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen zur Vorbereitung des Beratungsgesprächs ⇓
Vertrauliche Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt
Die vertrauliche Spurensicherung (auch anonyme Spurensicherung) ist eine kostenlose Möglichkeit der medizinischen Beweissicherung nach erlebter sexualisierter Gewalt ohne, dass die Polizei eingeschaltet wird. So können die Betroffenen in Ruhe zu einer Entscheidung kommen - wenn gewünscht, mit Unterstützung einer Beratungsstelle oder anderer Hilfen. Die Spuren werden bis zu zehn Jahre aufbewahrt. Nur die Betroffenen haben Zugriff darauf.
Informationen zum Ablauf der Spurensicherung am Beispiel der Landesfrauenklinik des Helios Universitätsklinikums Wuppertal finden Sie hier auf der Homepage der Frauenberatung Wuppertal (Öffnet in einem neuen Tab).
**** Informationen zum Ablauf der vertraulichen Spurensicherung finden Sie in einem Video der Stadt Nürnberg hier auch in Gebärdensprache (Öffnet in einem neuen Tab) ****