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Wuppertal Insektenschutz

Insektenlandeplätze in der Stadt

Insektenlandeplätze in Wuppertal

Die erfolgreiche
Umwandlung von
ehemals naturfernen
Flächen zu wertvollen
Stadtbiotopen.

Beiträge der Unteren Naturschutzbehörde

Im urbanen Umfeld gibt es zum Teil
größere Brachflächen an Straßen/-
böschungen, entlang von Eisenbahn-
schienen oder unter Leitungstrassen,
die wertvollen Lebensraum für Tiere
und Pflanzen bieten und Lebensräume
miteinander verbinden (Biotopverbund).

Seit solche Flächen in der Agrarlandschaft immer seltener geworden sind, haben diese Stadtbiotope an Bedeutung als Rückzugsräume gewonnen. Auch Sonderstandorte wie Deponien oder Abgrabungen (gerade im Norden und Westen von Wuppertal, der von einem devonischen Kalksteinzug durchzogen wird) bieten günstige Voraussetzungen für die Entwicklung von artenreichen Lebensgemeinschaften mit sonst im Stadtgebiet seltenen Arten. Als Stadtbiotope sind sie besonders wertvoll, da sie oft nicht (mehr) bewirtschaftet werden, wenig Besucherdruck unterliegen und als meist trocken-warme Inseln mit blütenreichen Magerrasen gerade der Insektenfauna ideale Brut- und Nahrungshabitate bieten.

Hier darf bereits großflächig gelandet werden


Im Rahmen des Insektenschutzprogramms Wuppertal werden das Naturschutzgebiet (NSG) Eskesberg, die Landschaftsschutzgebiete (LSG) Kippe Lüntenbeck und Kippe Kemna (Deponie Zur Guten Hoffnung) sowie die Artenschutzfläche VohRang von der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) besonders in den Fokus gerückt.
Hier wurden 2020/21 Daten zur Insektenfauna aus den Indikatorgruppen Wildbienen, Schmetterlinge und Heuschrecken erhoben, um den aktuellen Zustand und den faunistischen Wert der Flächen zu evaluieren um daraus ggf. Pflegemaßnahmen abzuleiten.

NSG Eskesberg


Die Rekultivierung der Deponie Eskesberg 2005 zum Schutz des Grundwassers erfolgte unter Berücksichtigung der Artenschutzbelange. Mageres kalkhaltiges Substrat in Form von Abraum aus der Kalksteingewinnung wurde als Rekultivierungsboden auf die Abdichtung des Deponiekörpers aufgebracht und war Ausgangspunkt für die natürliche Wiederbesiedlung mit Pflanzen und Tieren.

Fotonachweis: Manfred Henf

Zwischen 2006 bis 2010 belegte ein Biomonitoring die herausragende Bedeutung für den Wildbienenschutz, es konnten fast 100 verschiedene Wildbienenarten nachgewiesen werden, von denen einige Arten in NRW als ausgestorben galten!

2020-21 wurde eine Wiederholung der Wildbienenerfassung von der UNB beauftragt, da sich die Vegetation zwischenzeitlich deutlich verändert hatte und neue Pflegepläne erarbeitet werden sollten.

Fotonachhweis: Julia Niermann

LSG Kippe Lüntenbeck

Die Kippe Lüntenbeck wurde im Zeitraum 2006 bis 2007 ebenfalls zum Schutz des Grundwassers abgedichtet. Der Aufwuchs auf dem nährstoffarmen, vorwiegend steinigen Rekultivierungsboden wird seither von der Abfallwirtschaftsgesellschaft Wuppertal (AWG) gepflegt, um den Aufwuchs von Gehölzen zu unterbinden und Lebensgemeinschaften trocken-warmer Standorte zu fördern.

Stichprobenartige Untersuchungen zur Schmetterlings- und Heuschreckenfauna wurden 2021 vergeben, um die Pflege ggf. noch besser anpassen zu können. 2022 sollen stichprobenartige Erhebungen zur Wildbienenfauna folgen.

Fotonachweis: Julia Niermann

LSG Kippe Kemna

Das Plateau der Kippe Kemna wurde im Zeitraum von 2010 bis 2011 zum Schutz des Grundwassers abgedichtet und wird seither im Auftrag der UNB gepflegt. Da dieser Standort von Wald umgeben ist, ist der spontane Gehölzaufwuchs hier besonders kräftig. Zum Schutz der Lebensgemeinschaft trocken-warmer Biotope werden die Gehölze zurückgedrängt, was gleichzeitig Reptilien- und Insektenlebensräume pflegt und aufwertet.

Stichprobenartige Untersuchungen zur Schmetterlings- und Heuschreckenfauna wurden 2021 vergeben, um die Pflege ggf. noch besser anpassen zu können.

Fotonachweis: Manfred Henf

Artenschutzfläche VohRang

Diese ehemalige Bahnbrache wurde im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens zur Erschließung des Gewerbeparks auf dem ehemaligen Rangierbahnhof Wuppertal Vohwinkel als Artenschutzfläche ausgewiesen, um einen trocken-warmen Sonderstandort mit herausragender Bedeutung insbesondere für Zauneidechsen, aber auch weiteren Reptilienarten, Vögel, Schmetterlinge und Heuschrecken zu erhalten.
Seit 2021 hat die UNB die Pflege dieser Flächen verstärkt, um einer zunehmenden Verbuschung und Bewaldung entgegenzuwirken.

Im Frühjahr 2021 konnte darüber hinaus durch eine großzügige Spende der gemeinnützigen "AufwindgGmbH für Natur und Umweltschutz (Öffnet in einem neuen Tab)"schon eine größere Fläche wieder freigestellt werden.

Stichprobenartige Untersuchungen zur Schmetterlings- und Heuschreckenfauna wurden 2021 vergeben, um die Pflege ggf. noch besser anpassen zu können.

Fotonachweis. Manfred Henf
Frau Karin Ricono
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in

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Bildnachweise

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