LEBENSLAUF UND PERSONALPOLITIK

Die Lebensphasen- oder Lebensverlaufsperspektive betrachtet das Ensemble von Faktoren, die Einfluss auf die unterschiedlichen Phasen in Lebensverläufen von Frauen und Männern haben. Sie umfasst alle Phasen vom beruflichen Einstieg bis zum beruflichen Ausstieg.

ALLGEMEINES

1. Lebensphasenorientierung als Perspektive im Personalmanagement

Erwerbsbiografien verlaufen nicht mehr geradlinig, sondern können durch berufliche Umorientierungen, Brüche und unvorhergesehene Ereignisse bestimmt sein.

Die Lebensphasen- oder Lebensverlaufsperspektive betrachtet das Ensemble von Faktoren, die Einfluss auf die unterschiedlichen Phasen in Lebensverläufen von Frauen und Männern haben. Sie umfasst alle Phasen vom beruflichen Einstieg bis zum beruflichen Ausstieg.

Erst in einer langfristigen Betrachtung - der Lebensverlaufsperspektive werden die Auswirkungen deutlich, die durch wechselnde Lebenssituationen und unterschiedlichen Erwerbssituationen entstehen. Unternehmens- und Personalpolitik im Sinne der Lebensphasenorientierung hat die gesamte Lebensarbeitszeit einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters im Blick. Krisen - persönlicher oder privater Natur - werden aktiv im Unternehmen benannt und in Personalentwicklungsmaßnahmen integriert. Damit erhöht sich die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten und die Bindung an das Unternehmen.

2. Frauen und Männer im Lebensverlauf

Die Ansprüche von Frauen und Männern an Arbeit und Leben verändern sich: Immer mehr Männer wollen aktive Väter sein oder Pflege von Angehörigen übernehmen und nicht nur auf ihre Rolle im Erwerbsleben reduziert werden. Immer mehr Frauen melden auch im Erwerbsleben ihre Ansprüche an eine gleichberechtigte Teilhabe an. Die Geschlechterverhältnisse geraten in Bewegung.

"Normale" Biografien werden immer seltener, denn die Unwägbarkeiten von Beruf und Familie nehmen zu. Familien werden zunehmend heterogener und bunter. Das klassische Muster mit dem Mann als Haupt- oder Alleinverdiener und der Frau als Zuverdienerin weicht immer mehr auf.

Frauen und Männer benötigen gleiche Verwirklichungschancen in Alltag und Beruf und gleichberechtigte Teilhabe an Erwerbs- und Sorgearbeit. Unternehmen können die Bedürfnisse von Fachkräften und potentiellen Bewerberinnen und Bewerbern unterstützen und gewinnen an Arbeitgeberattraktivität.

 


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