In ihrem neuen Roman erzählt Gesa Olkusz die Geschichte zweier Brüder, die mit ihrer Mutter aus Polen in die USA ausgewandert sind. Doch in der neuen Heimat verliert die Mutter jede Lebenslust, zieht sich zurück, vermeidet den Kontakt zur Außenwelt. Aus den beiden Brüdern werden zwei symbiotisch verbundene Einzelgänger, gemeinsam bewohnen sie das Haus ihrer Mutter, schlagen sich durch den Alltag, ohne jemals heimisch zu werden. Ihr Leben verändert sich grundsätzlich, als Parker die Vagabundin Luzia kennenlernt, diese bei ihnen einzieht und mit ihrer Lebensenergie die nahezu wortlose Nähe der Brüder sprengt.
Gesa Olkusz entwirft in ihrem Roman ein familiäres Beziehungsgeflecht, das von Einsamkeit und Heimatlosigkeit, von Suche und Aufbruch gezeichnet ist. Im Erzählen ist sie nah bei ihren Figuren, ihre Sprache ist präzise und zugleich von einer Poesie, die nicht erklärt und so dem Roman eine Tiefe und Offenheit verleiht.
Gesa Olkusz hat Philosophie und Interkulturelle Fachkommunikation an der Universiteit van Amsterdam und der Freien Universität sowie der Humboldt Universität Berlin studiert. Mit ihrem Debütroman "Legenden" (2015) stand sie auf der Shortlist des Silberschwein-Preises der lit.Cologne, des Franz-Tumler Preises und des ALPHA Literaturpreises. Ihr neuer Roman "Die Sprache meines Bruders" war auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2025. Im Gespräch mit Katja Schettler, Leiterin des Katholischen Bildungswerks, stellt sie ihren Roman vor, liest Auszüge und kommt ins Gespräch mit dem Publikum.
Eine Veranstaltung des Katholischen Bildungswerks Wuppertal/Solingen/Remscheid in Kooperation mit der Stadtbibliothek Wuppertal und dem Literaturhaus Wuppertal e.V. sowie Förderung durch das Kulturbüro der Stadt Wuppertal
Die Sprache meines Bruders
Lesung und Gespräch mit Gesa Olkusz
Dienstag, 30. Juni 2026, 19 Uhr
Zentralbibliothek, Kolpingstraße 8
Eintritt: 8 Euro
Tickets über Wuppertal Live (Öffnet in einem neuen Tab) und an der Abendkasse