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Wuppertal / Pressemeldung – 24.03.2010

Ein Jahr D115: Halbzeit bei neuem Bürgerservice

Seit dem 24. März 2009 ist die Einheitliche Behördenrufnummer 115 erreichbar. Das Modellprojekt ist auf zwei Jahre angelegt, Wuppertal als eine der Modellregionen ist seit dem ersten Tag dabei. Kommunen, Länder und Bundeseinrichtungen erproben die 115 im Praxistest.
Den Service bewerten befragte Bürger als gut. Beim Bekanntheitsgrad der Nummer gibt es noch Nachholbedarf.

Im Verlauf des ersten Jahres sind zu den ursprünglichen etliche weitere Teilnehmer hinzugekommen, so dass nun etwa 13 Millionen Menschen den Bürgerservice der 115 in Anspruch nehmen können, die meisten davon in Nordrhein-Westfalen.

Andere Teilnehmer sind neben Hamburg und Berlin auch Kommunen, Landkreise und Regierungspräsidien aus Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hessen und NRW sowie eine ganze Reihe von Bundesbehörden.

Auf der Computermesse Cebit in Hannover konnten Anfang März die neuen Teilnehmer Frankfurt / Main, Offenbach, Neuss und Dinslaken begrüßt werden. Ab April ist Münster ebenfalls dabei.

 

Doch auch aus bisher unversorgten Gebieten gehen viele Anrufe ein. Insgesamt haben deutschlandweit rund 1,9 Millionen Bürger die 115 angewählt. Pro Monat gingen durchschnittlich 174.000 Anrufe bundesweit ein.

Die meisten Anrufe in einem versorgten Gebiet verzeichnet Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 48.200 je Monat. Im Moment werden in den Servicecentern etwa 1200 Anrufe pro Servicetag (8 – 18 Uhr) aufgenommen. 84 Prozent aller Anrufe wurden innerhalb von 30 Sekunden angenommen.

Acht von zehn Anliegen konnten beim ersten Kontakt abschließend beantwortet werden.

 

Unter den TOP 15 der über die 115 nachgefragten Themen waren unter anderem Ausweisangelegenheiten, Führerschein, Elterngeld, Wohngeld, Finanzamt, Schwerbehindertenausweis oder Gewerbeangelegenheiten.

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Guter Service, Nummer noch nicht bekannt genug

Bei einer Umfrage des Allensbach-Instiuts zu Beginn des Jahres unter 1000 Leuten zeigten sich 86 Prozent der Anrufer mit dem Service zufrieden. Die große Mehrheit der Befragten begrüßt die Idee einer einheitlichen Behördenrufnummer. Gleichzeitig zeigte die Studie jedoch auch die Schwächen auf. So ist das Wissen um die 115 und ihre Verfügbarkeit in der Bevölkerung noch zu wenig verbreitet.

 

Diesen Punkt spiegeln auch die Zahlen des hiesigen ServiceCenters wieder. Das gut eingeführte Bergische ServiceCenter der Städte Remscheid und Wuppertal zählte im Jahr 2009 über die Nummern 0202 / 563 – 0 und 02191 / 1600 insgesamt knapp eine halbe Million Anrufe. Über die 115 gingen bis zum Jahrestag 8896 Anfragen ein, die zu 90 Prozent gleich beantwortet werden konnten.

 

Remscheid wurde in den 115-Verbund jedoch erst zum 1. September 2009 aufgeschaltet. Außerdem darf nicht übersehen werden, dass alle Anrufer über die 563 – 0 in Wuppertal von den Leistungen des 115-Wissensmanagements profitieren können, auch wenn sie nicht diese Nummer gewählt haben und somit rein statistisch nicht als Anrufe dieser Kategorie gelten.

Was ist D115?

Mit einer einzigen Rufnummer, die sich leicht merken lässt, erhalten Bürger einen direkten telefonischen Draht in die Verwaltung. Wer die 115 wählt, erreicht eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter im geographisch nächstliegenden 115-Service-Center.

 

Die Idee für das Projekt D115 entstand auf einem IT-Gipfel der Bundeskanzlerin und wurde federführend vom Bundesinnenministerium und dem Land Hessen entwickelt.

 

Anrufe bei der 115 sind kostenpflichtig. Aus dem Festnetz der Deutschen Telekom kostet es sieben Cent je Minute, Mobilfunkpreise liegen überwiegend zwischen 17 und 20 Cent / Minute, maximal 29 Cent. Von den erhobenen Tarifen werden drei Cent zur Finanzierung der D115-Technik verwendet, den Rest erhalten die Telekommunikationsanbieter. Auch das Bundesinnenministerium kann die Höhe der Tarife nicht bestimmen.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
  • Stadt Wuppertal

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