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Wuppertal / Pressemeldung – 17.11.2010

Geld vom Land: Wuppertaler Städtebauprojekte gehen weiter

Es gab schon schlechtere Nachrichten aus Düsseldorf: Mehrere Projekte aus dem „Soziale Stadt“-Programm können fortgesetzt werden. Die NRW-Landesregierung stellt mit einem Sofortprogramm noch in diesem Jahr weitere knapp 40 Millionen Euro Städtebaufördermittel zur Verfügung. Wuppertal erhält davon fast 4,5 Millionen.

3,48 Millionen Euro fließen ins Projekt Nordbahntrasse, eine weitere Million steht für Maßnahmen in der Elberfelder Nordstadt und Arrenberg bereit. Stadtentwicklungsdezernent Frank Meyer freut sich dann auch über die zusätzlichen Mittel: „Ich finde es sehr gut, dass das Bauministerium noch einmal dieses 40-Millionen-Programm auflegt. Besonders toll ist, dass wir über zehn Prozent davon für Wuppertal erhalten.“

Die Stadt hatte bereits im Sommer dieses Jahres nach der Ankündigung der scheidenenden Landesregierung, ein solches Reserveprogramm aufzulegen, der Bezirksregierung bewilligungsreife Unterlagen für die einzelnen Projekte vorgelegt. Nun wird mit einer zügigen Ausstellung der Bewilligungsbescheide gerechnet.

Elberfelder Nordstadt / Arrenberg

Im Stadtumbaugebiet Elberfelder Nordstadt / Arrenberg geht es um vier Teilmaßnahmen, die mit insgesamt 998.000 Euro gefördert werden:

 

1. Neugestaltung Grünfläche und Spielplatz Gutenbergplatz

 

Der zirka 7500 Quadratmeter große direkt an der Wupper gelegene Gutenbergplatz im Quartier Arrenberg ist über den Schwebebahnhof Pestalozzistraße der wichtigste Ankunfts- und Eingangsbereich des Stadtteils. Als einzige größere Freifläche wird er als Sport- und Spielfläche sehr intensiv genutzt. Frei von Verkehrslärm bietet er hohe Erholungsqualität.

 

Das Areal soll zu einem Mehrgenerationenplatz umgestaltet werden. Die Planungen sind 2009 bei einem Workshop erarbeitet worden, den die Stadt Wuppertal und der Verein „Aufbruch am Arrenberg“ gemeinsam durchgeführt haben.

Die Gesamtkosten betragen rund 454.000 Euro, davon sind 363.000 Euro Fördermittel. Den erforderlichen Eigenanteil von 20 Prozent erbringen der Verein „Aufbruch am Arrenberg" sowie Bauleistungen durch Qualifizierungsmaßnahmen der ARGE Wuppertal.

 

2. Kinderspielplatz Arrenberger Straße

 

Auf den Kinderspielplätzen Arrenberg Ost (1760 m²) und Arrenberg West (1640 m²) sollen zusätzliche Angebote zur Bewegungsförderung geschaffen werden. Dazu gehören eine Ballspielfläche, Klettersteine, ein Volleyballfeld, ein Basketballplatz und Tischtennisplatten.

Diese Spielplätze stehen in direkter Nachbarschaft zum Jugendtreff Arrenberg, der sich verstärkt zu einer familienbezogen Arbeit hin orientiert. Die neu gestalteten Spielflächen würden diese Arbeit des Jugendtreffs unterstützen.

Die zuwendungsfähigen Kosten betragen 114.000 Euro. Den kommunalen Eigenanteil finanziert eine private Spende.

 

3. Neugestaltung des Schulhofes der Grundschule Markomannestraße

 

Die Grundschule Markomannenstraße liegt im Nordosten der Elberfelder Nordstadt. Das Quartier im nördlichen Bereich der Neuen Friedrichstraße ist jedoch nicht weit entfernt. Die Schule befindet sich in einem historischen Gebäude und verfügt derzeit nur über einen einfachen Schulhof, allerdings mit einem schönen alten Baumbestand. Prägend ist eine große Platane. Attraktive Spiel- und Sportmöglichkeiten gibt es auf dem Schulhof nicht und nur wenige Sitzbänke. Im jetzigen Zustand lädt der Schulhof nicht zum Verweilen und Spielen in der Freizeit ein, deshalb ist es nachmittags eine weitgehend ungenutzte Fläche.

 

In der Elberfelder Nordstadt sind kaum Grün- und Freiflächen vorhanden. Daher bietet es sich an, den Schulhof auszubauen und umzugestalten und ihn auch außerhalb der Schulzeiten zu öffnen.

Zu den Gesamtbaukosten von ungefähr 317.000 Euro erwartet die Stadt nun rund 253.000 Euro Fördermittel. Der Eigenanteil soll auch hier durch Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen der ARGE Wuppertal abgedeckt werden.

 

4. ELBA-Wupperweg (Moritzstraße)

 

Der geplante ELBA-Wupperweg befindet sich auf der Teilfläche zwischen Wupper, Moritzstraße und Bundesstraße 7 in Richtung Robert-Daum-Platz. Hochwertiges Wohnen am Fluss und ein Bürogebäude an der Friedrich-Ebert-Straße sollen nach aktuellen Planungen dort entstehen. Hinzu kommt noch ein Parkhaus, das auch für die Beschäftigten des östlich angrenzenden Verwaltungsgebäudes benötigt wird. Der geplante ELBA-Wupperweg und die Neubebauung sind gestalterisch aufeinander bezogen.

 

Die historische Moritzbrücke mit der denkmalgeschützten ELBA-Fabrik bildet eine der industriegeschichtlich und städtebaulich eindrücklichsten und schönsten Stellen an der Wupper im Innenstadtbereich. Der geplante ELBA-Wupperweg stärkt diese Qualität noch, indem er eine neue Sicht auf dieses Ensemble und die Umgebung möglich macht.  

Diese jetzt geförderte Teilmaßnahme befindet sich damit direkt an der Schwebebahn und wird so von zehntausenden Fahrgästen Tag für Tag als neue Uferpromenade wahrgenommen werden.

400.000 Euro fließen aus dem Fördertopf, die fehlenden 100.000 Euro für die Gesamtkosten übernimmt ein privater Investor.

Nordbahntrasse

Nach einem bereits gesendeten positiven politischen Signal, die aktualisierten Baukosten fördern zu wollen, stellt die Landesregierung nun konkret weitere 3,48 Millionen Euro zur Verfügung. Der für eine Bewilligung dieser Mittel erforderliche Förderantrag ist von der Stadt so gut wie ausgearbeitet und wird in Kürze der Bezirksregierung in Düsseldorf überbracht werden. Allerdings fehlt bislang auch hier noch der vollständige Nachweis der Barmittel der Wuppertal Bewegung.

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