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Wuppertal / Pressemeldung – 23.11.2010

Kein Neubau mit öffentlichen Geldern für die Junior Uni

Die Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land und die Stadt Wuppertal haben sich nach langem Überlegen und schweren Herzens darauf verständigt, die gemeinsamen Pläne für einen mit öffentlichen Mitteln finanzierten Neubau für die Junior Uni derzeit nicht weiter zu verfolgen.

Der Neubau für das Leuchtturmprojekt sollte ursprünglich auf einem städtischen Grundstück Am Brögel in Unterbarmen errichtet werden. Stattdessen wird nun für die Vorzeigeeinrichtung ein angemessenes Domizil in einem städtischen Gebäude gesucht. Verschiedene Objekte werden dazu derzeit auf ihre bestmögliche Eignung geprüft.

Ausschlaggebend für die Entscheidung war vor allem der enge, aus Sicht der Fachleute seriös nicht einzuhaltende Zeitrahmen zur Vorlage der notwendigen detaillierten Antrags-Unterlagen. Dieser enge Zeitrahmen ergab sich einerseits aufgrund der außerordentlich späten Bekanntgabe des Landesförderprogramms 2010 und andererseits, weil die Stadt keine Vorfinanzierung leisten durfte und den privaten Trägern eine solche Vorfinanzierung ohne Förderzusage nicht zugemutet werden konnte.

Nachdem der hoch verschuldeten Stadt Wuppertal von der Kommunalaufsicht ausdrücklich verboten wurde, in Zusammenhang mit dem Neubau der Junior Uni auch nur die geringste finanzielle Verpflichtung einzugehen, erklärten sich die privaten Träger der Junior Uni zunächst bereit, im Vorfeld einer endgültigen Förderentscheidung mehrere hunderttausend Euro privates Geld bereit zu stellen. Weil bei Nichtbewilligung der öffentlichen Gelder jedoch auch diese privaten Mittel verloren gewesen wären und zudem aktuell die Unsicherheit bestand, ob die beantragten Gelder angesichts erheblicher Mittelkürzungen der Bundesregierung in diesem Bereich überhaupt noch zur Verfügung stehen würden, fiel am Ende die Entscheidung, nach anderen Wegen zu suchen.

Obwohl Junior Uni und Stadt sich intensiv bemüht hatten, den Förderantrag für den Neubau auf den Weg zu bringen, einigten sich alle Beteiligten, jetzt nach Räumlichkeiten im vorhandenen städtischen Bestand zu suchen. Das erscheint erfolgversprechend, weil in Zeiten, in denen sich die Stadt angesichts sinkender Schüler- und Einwohnerzahlen von Einrichtungen trennen und andere Nutzungen für nicht mehr benötigte Gebäude suchen muss, bauliche Alternativen bestehen.

Die vor 23 Monaten eröffnete Junior Uni mit ihrem ausschließlich privat finanzierten Betrieb ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Das Projekt ist derzeit auf 850 Quadratmetern in einem Mietobjekt an der Friedrich-Engels-Allee untergebracht und wird nach wie vor von Kindern und Jugendlichen überrannt. Der Mietvertrag läuft noch zwei Jahre. Die Junior Uni hat auch dank der Kooperation mit der Bergischen Universität ein neues Kapitel Bildungsgeschichte aufgeschlagen, was Wuppertal bundesweit – und darüber hinaus – positive Schlagzeilen gebracht hat.

Weil das räumliche Provisorium an der Friedrich-Engels-Allee bereits jetzt zu klein ist, braucht die Junior Uni einen neuen Standort. Bislang haben mehr als 7000 Kinder ab vier Jahren und Jugendliche bis zum Abitur spannende Kurse besucht. Zusätzlich kamen etwa 3500 Kinder und Erwachsene zu Sonderveranstaltungen.

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