Inhalt anspringen

Wuppertal / Pressemeldung – 07.04.2011

Neuer Dauerausstellung in der Begegnungsstätte

Die Begegnungsstätte existiert seit bald 17 Jahren, war aber bisher noch nicht im Besitz einer dauerhaften Dokumentation zur jüdischen Geschichte. Mit Hilfe eines außergewöhnlich starken bürgerschaftlichen Engagements konnte nun die Dauerausstellung eingerichtet werden.

In ihr soll unter dem Titel „Tora und Textilien“ das Kernthema der Einrichtung anschaulich dargestellt werden: die Erinnerung an die jüdischen Gemeinden der Region. Ältestes Exponat ist ein Schutzbrief aus dem Jahr 1682.

 

Laut Dr. Ulrike Schrader, Leiterin der Einrichtung, soll jüdisches Leben nicht auf eine Leidens- und Opfergeschichte reduziert werden. Es soll vielmehr um die Geschichte von Emanzipation, Integration und aktiver Teilhabe am gesellschaftlichen Leben präsentiert werden.

 

Die Schau entfaltet ein Panorama jüdischen Lebens in Wuppertal und im Bergischen Land. Neben offen präsentierten Objekten gibt es über 30 Hörstationen mit Zeitzeugen-Interviews und jüdischen Liedern. Sehr aktuell ist darunter eine von Schauspielern nachgedrehte Wuppertaler Ratsdiskussion aus den 80er Jahren, die sich mit dem Kampf um die Erinnerungskultur zur jüdischen Geschichte beschäftigt.

 

Die einstige Elberfelder Synagoge bekommt großen Raum in der Ausstellung, als Modell im Maßstab 1:50. Viele Informationen zu Lebensgeschichten von Persönlichkeiten des damaligen Gemeindelebens ergänzen das Bild. Sehr persönlich ist der Zugang zur NS-Zeit durch private Gegenstände ehemals in Wuppertal lebender Juden. Zum gegenwärtigen jüdischen Leben in der Region schlägt die Ausstellung eine Brücke mit einer Installation von Portraits heutiger bergischer Juden.

Diese Website nutzt Cookies, um Ihnen die optimale Nutzung und die Sicherheit unseres Angebotes zu gewährleisten. Weitere Informationen finden Sie im Datenschutzhinweis.

Datenschutzerklärung DSGVO
Seite teilen