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Wuppertal / Pressemeldung – 05.07.2011

Licht am Sonnborner Kreuz bleibt aus

Die Probezeit ist um und das Ergebnis eindeutig. Autobahnpolizei, Bezirksregierung, Landesbetrieb Straßen und die Stadt sind sich einig: Die Abschaltung der aufwendigen Beleuchtung des Sonnborner Kreuzes hat wie erwartet keinerlei Beeinträchtigung für den Verkehr oder sonstige negative Auswirkungen gebracht. Daher soll die Anlage mit den bis zu 55 Meter hohen Beleuchtungsmasten nun endgültig ausgeschaltet bleiben.

Am 30. September vergangenen Jahres hatte die Stadt in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßen und der Polizei die gelben Riesenstrahler über dem Autobahnknoten zunächst für eine Testphase über die dunkle Jahreszeit außer Betrieb genommen. „Die Erfahrungen in den letzten Monaten haben uns darin bestätigt, dass die Beleuchtung unter Sicherheitsaspekten überhaupt keine Rolle spielt“, erläutert Bau- und Verkehrsdezernent Frank Meyer das Ergebnis. „Anstelle von Einsprüchen haben sich Anlieger des Sonnborner Kreuzes beim Verkehrsressort für die Abschaltung bedankt. Daher ist es nur folgerichtig dieses Fossil aus den 70-er Jahren aufgrund seiner hohen Kosten endlich zu beseitigen.“

Im Zuge der energetischen Erneuerung der Straßenbeleuchtung mit Hilfe des Konjunkturprogramms II hatte die Stadt alle nicht mehr zeitgemäßen Straßenlaternen auf den Prüfstand gestellt, auch das nachts als eines der letzten seiner Art hell erleuchtete Sonnborner Kreuz. Zu den 200.000 Euro pro Jahr, die die Stadt durch den Austausch von etwa 7.000 Straßenlaternen spart, kommen damit jetzt noch einmal 54.000 Euro Ersparnis hinzu, denn die Illuminierung des Knotenpunktes war teuer. Der Jahresstromverbrauch kostete im Jahr 2009 immerhin 60.000 Euro. Eine notwendige Ersatzbeleuchtung für die bis dato vom Kreuz mit beleuchteten umliegenden Straßen wird dagegen ungefähr 6.000 Euro pro Jahr an Stromkosten verbrauchen und soll noch in diesem Jahr mit einer Investition von circa 120.000 Euro aus Mitteln des Konjunkturprogramms II realisiert werden.

Die Anwohner dieser Straßen (Am Thurn, Industriestraße, Deutscher Ring, Heinrich Heine-Straße, Möbeck, Siller Straße und Sonnborner Ufer) wurden für die Versuchszeit mit einer provisorischen Beleuchtung versorgt. Ursprünglich war die Beleuchtung des Sonnborner Kreuzes noch aufwendiger: 52 Betonmasten (30 bis 55 Meter hoch) mit insgesamt 656 Strahlern wurden im Mai 1974 in Betrieb genommen. Eigentümer der Anlagen ist der Landesbetrieb Straßen NRW; die Betriebskosten, Wartung und Strom, trug von Anfang an die Stadt Wuppertal. Doch die Dimension der Beleuchtung erschien offensichtlich schon nach einem halben Jahr übertrieben: Im November 1974 wurde die Hälfte der Strahler bereits abgeschaltet. Aus Kostengründen und zur Minderung der Lichtemmission folgte die Abschaltung des gesamten südlichen Teils ab Sonnborner Ufer Richtung Düsseldorf im September 1982 ebenfalls ohne negative Auswirkungen.
Jetzt soll auch der Rest endgültig eingespart werden. Neben dem städtischen Haushalt profitiert auch die Umwelt von der Abschaltung der Autobahnbeleuchtung, denn damit werden 215.000 Kilogramm CO² jährlich eingespart. Der Landesbetrieb Straßen als Eigentümer der Anlage wird jetzt ein Konzept für die Demontage erarbeiten.

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