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Wuppertal / Pressemeldung – 02.05.2011

Abenteuer Rollstuhl und Dunkelheit erleben

Wer einmal nachvollziehen möchte, wie sich Blinde im Alltag zurechtfinden oder Rollstuhlfahrer Hindernisse überwinden, der hat am Freitag, 6. Mai, beim Tag der Menschen mit Behinderung, die Gelegenheit dazu: Ein Orientierungsparcours unter dem Motto „Abenteuer Rollstuhl und Dunkelheit erleben“ gibt Interessierten die Gelegenheit, sich für kurze Zeit in Geh- und Sehbehinderte einzufühlen, indem sie mit Rollstühlen und dunklen Brillen einen Parcours im Rathaus bewältigen.

Denn in der Zeit von 12 bis 18 Uhr finden in Barmen auf dem Johannes-Rau-Platz vor dem Rathaus jede Menge Aktionen statt: Von der Modenschau, über musikalische und Tanzdarbietungen bis zur Kutschfahrt. Abenteuerlustige haben die Möglichkeit, sich vom Balkon im 3. Stock des Rathauses abzuseilen.

Bernd Engels, Vorsitzender des Beirates der Menschen mit Behinderung: „Mit der Veranstaltung sollen Menschen mit und ohne Behinderung aufeinander zugehen, miteinander ins Gespräch kommen und feiern. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen!“

Bereits zum sechsten Mal laden verschiedene Gruppen und Initiativen aus der Selbst- und Behindertenhilfe am ersten Freitag im Mai zu einem unterhaltsamen Bühnen- und Mitmach-Programm und jeder Menge Informationen ein. Schirmherr ist Oberbürgermeister Peter Jung. Bürgermeisterin Ursula Schulz und Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, eröffnen den Aktionstag. Gottfried Paul-Roemer führt durchs Programm. Dieser Tag soll sichtbare Zeichen setzen für mehr Teilhabe, bessere Chancen und gegen Benachteiligung behinderter Menschen.

In Wuppertal leben rund 50.000 Menschen mit Behinderung. Welche alltäglichen Probleme Blinde, Schwerhörige, Gehörlose oder Rollstuhlfahrer beispielsweise bei einem Restaurantbesuch oder beim Einkaufen haben, bedenken körperlich gesunde Menschen oftmals nicht.

Bei Baumaßnahmen ist die Barrierefreiheit inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Bei der Umgestaltung des Döppersbergs, der Gerichtsinsel und der Nordbahntrasse ist der Beirat der Menschen mit Behinderung beteiligt. Oberbürgermeister Peter Jung ist Schirmherr des Tages der Menschen mit Behinderung und will auch trotz der Finanzmisere das Ziel nicht aus den Augen verlieren: „Wir alle sind dazu aufgerufen, diesen Tag zum Anlass zu nehmen, dem Thema Behinderung offen zu begegnen, bestehende Unsicherheiten zu überwinden und sich für eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung stark zu machen.“

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