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Wuppertal / Pressemeldung – 10.05.2011

Wuppertaler Kitas bekommen Unterstützung von Bundes-Projekt

23 Wuppertaler Kindertageseinrichtungen unter städtischer und freier Trägerschaft können kleine Kinder in Zukunft noch besser fördern: Sie wurden in die Projektförderung des Bundes aufgenommen, die unter dem Titel „Offensive Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ dafür sorgen will, dass Kinder bundesweit von Anfang an faire Bildungschancen bekommen.

Für die Wuppertaler Einrichtungen bedeutet das, dass sie bis Ende 2014 mit rund 94.000 Euro gefördert werden. Durch zusätzliches Fachpersonal können die Einrichtungen sich so besonders der Sprachförderung auch schon bei den Unter-Dreijährigen zuwenden. Jede Einrichtung, die an diesem Projekt teilnimmt, stellt eine halbe Fachkraft zusätzlich zum bereits vorhandenen Personal ein.

 

Die „Offensive Frühe Chancen“ des Bundesministeriums richtet sich an Einrichtungen, die von mehr als 40 Kindern besucht werden und die auch Kinder unter drei Jahren betreuen. Das Projekt konzentriert sich dabei auf Kindertageseinrichtungen, die überdurchschnittlich häufig von Kindern mit besonderem Sprachförderbedarf besucht werden.

 

Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn wertet es als besonders positiv, dass trotz der angespannten Haushaltssituation der Stadt Wuppertal 18 städtische Kindertageseinrichtungen an diesem Projekt teilnehmen können. „Die Bezirksregierung hat der Stadt Wuppertal die Genehmigung erteilt, an diesem Projekt teilnehmen zu dürfen.

 

Für alle teilnehmenden Wuppertaler Kindertageseinrichtungen stellt der Bund in den nächsten drei Jahren rund 2,1 Millionen Euro zur Verfügung“ erläutert Dr. Kühn. „Mit der Förderung aus Bundesmitteln ist es nun möglich, Kinder unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft noch besser in ihrer Sprachentwicklung zu unterstützen.“

 

„In den letzten Jahren haben wir uns darauf konzentriert, Kinder ein bis zwei Jahre vor der Einschulung gezielt in ihrer Sprachentwicklung zu fördern. Dieses Projekt ermöglicht es uns nun, bereits Kinder unter drei Jahren beim Spracherwerb zu stärken. Ziel ist es, neue Konzepte zu entwickeln und auszuprobieren“, so Cornelia Weidenbruch, Leiterin des Stadtbetriebs Tageseinrichtungen für Kinder. „Unsere bisherigen Erfahrungen werden uns sicherlich bei der Umsetzung des Bundesprojektes helfen.“ Spracherwerb, so Sozialdezernent Kühn, sei der Schlüssel für die Integration in das gesellschaftliche Leben und der Grundstein für den späteren Erfolg in Bildung und Beruf. „Vor allem fehlende sprachliche Kompetenzen bei Kindern können den weiteren Bildungsweg erheblich beeinträchtigen. Betroffen sind besonders Kinder aus bildungsfernen Schichten und Kinder aus Familien, deren Muttersprache nicht deutsch ist.“ Umso wichtiger, so Kühn, sei die frühzeitige und kompetente Förderung.

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