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Wuppertal / Pressemeldung – 14.11.2011

Lebendige Wupper mitten in der Stadt

Seit September wird an und in der Wupper in Wuppertal zwischen der Schwebebahnstation Stadion/Zoo und der Rutenbeck gebaggert. Auf einer Länge von rund 1,7 Kilometern wird die Wupper hier von einem eher eintönigen und geradlinigen zu einem abwechslungsreicheren und dynamischen Flusslauf umgestaltet.

Das Projekt ist Bestandteil des ökologischen Maßnahmenprogramms der Stadt Wuppertal und wird vom Wupperverband umgesetzt. Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung und Bernd Wille, Vorstand des Wupperverbandes, machten sich beim Ortstermin gemeinsam mit Vertretern von Stadtverwaltung, Umweltausschuss, Bezirksvertretung und Bayer Sportpark ein Bild davon, was sich am Wupperufer schon getan hat.

 

Der erste Abschnitt unterhalb der Brücke Rutenbecker Weg entlang des Bayer Sportparks wurde bereits im Oktober fertig gestellt. Große Steine im Flussbett und Steinschüttungen am Ufer bewirken, dass die Wupper in vielen Bereichen nun unterschiedliche Strömungen hat. Schnell fließende Bereiche einerseits und ruhigere Stellen andererseits – die so genannten „Gumpen“ – verleihen dem Fluss mehr Abwechslung und verbessern auch den Sauerstoffgehalt.

 

Durch die naturnahe Umgestaltung zwischen Zoo und Rutenbeck wird der Lebensraum Wupper im Stadtgebiet deutlich verbessert. Davon profitieren Tiere und Pflanzen, insbesondere die Fische, die dort zukünftig Ruhebereiche finden.

Zwei kranke Pappeln wurden auch gefällt, wodurch die Wupper besser einsehbar ist. Sitzgelegenheiten werden noch geschaffen und laden zukünftig am Ufer des Bayer Sportparks zum Verweilen ein. Eine Informationstafel wird über die Renaturierungsmaßnahmen des Wupperverbandes berichten und Hintergrundinformationen anbieten.

 

"Für uns alle ist das ein ganz großer Gewinn: Mit dieser Maßnahme wird die Lebensader Wupper erlebbarer. So rückt der Fluss Schritt für Schritt mehr an die Stadt heran und wird zum Raum für Spiel und Freizeit – ganz so, wie wir es an der Rosenau bereits sehen können. Und das zum Wohle der Natur und des Menschen!" freut sich Oberbürgermeister Peter Jung.

„Viele Millionen Euro sind in den letzten Jahrzehnten in die Siedlungsentwässerung und Abwasserreinigung geflossen“, ergänzt Bernd Wille. „Das Wasser wurde sauberer, doch die ökologische Qualität, insbesondere im kanalartigen Ausbau der Wupper in Wuppertal, verbesserte sich nur wenig. Durch die vielen Renaturierungsprojekte in jüngster Zeit, wie auch durch dieses Projekt, und den Bau von Fischaufstiegen – zuletzt in Beyenburg – wird die Wupper wieder zum Lebensraum zahlreicher Tiere und Pflanzen. Selbst der Lachs mit seinen hohen Ansprüchen an die Gewässerqualität kommt wieder zurück. Für die Menschen wird die lebendige Wupper wieder zur Lebensader.“

 

Die Arbeiten werden am zweiten Abschnitt von der Schwebebahnstation Zoo/Stadion bis zur Brücke Rutenbeck fortgesetzt. Auch hier werden Steine und Steinschüttungen für mehr Dynamik sorgen. Im Bereich der Grünanlage am Sonnborner Ufer wird die Uferstruktur der Wupper aufgelockert. „Diese Maßnahme ist nicht nur landschaftlich, sondern auch städtebaulich eine gelungene Ergänzung zu den realisierten Maßnahmen der Regionale 2006 im Umfeld des Stadtions als Ankunftsort für den Freizeitschwerpunkt Zoo/Stadion/Sambatrasse“, freut sich Frank Meyer, Technischer Beigeordneter.

 

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 2012 abgeschlossen. Der Kostenrahmen liegt bei etwa 450.000 Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt 80 Prozent der Summe als Fördergelder bereit. 20 Prozent der Kosten bestreitet die Stadt Wuppertal mit Geldern, die für den naturnahen Gewässerausbau zweckgebunden sind.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal

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