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Wuppertal / Pressemeldung – 20.09.2011

Startschuss für mehr Natur am Wupperufer

In dieser Woche fällt der Startschuss für die naturnahe Umgestaltung des Wupperufers in Wuppertal-Sonnborn. Zwischen Zoo und Rutenbeck wird die Wupper in den kommenden Monaten vom monotonen zum lebendigeren Flusslauf entwickelt.

Am Montag, 19. September, wird die Baustelle eingerichtet. Ein externes Büro fischt die in diesem Abschnitt vorhandenen Fische ab und setzt sie in andere Gewässerabschnitte um. Danach kann es mit den Bauarbeiten losgehen.

 

Das Projekt ist Bestandteil des ökologischen Maßnahmenprogramms der Stadt Wuppertal und wird vom Wupperverband umgesetzt. Die Bauarbeiten werden – je nach Witterung – etwa 3 bis 4 Monate dauern. Der Kostenrahmen liegt bei ca. 450.000 Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen stellt 80 Prozent der Summe als Fördergelder bereit. 20 Prozent der Kosten bestreitet die Stadt Wuppertal mit Geldern, die für den naturnahen Gewässerausbau zweckgebunden sind.

 

In dem knapp 1,7 Kilometer langen Wupperabschnitt unterhalb der Schwebebahnstation Zoo / Stadion erhält die Wupper nun ein neues Gesicht und mehr Dynamik. Große Steine und fest verankerte Baumstämme sollen für eine abwechslungsreichere Strömung sorgen. Im Bereich der Grünanlage am Sonnborner Ufer wird die Uferstruktur der Wupper aufgelockert, Rasengittersteine werden entfernt.

 

Flussabwärts unterhalb der Rutenbecker Brücke sollen Steinschüttungen an den Ufermauern die gerade Uferlinie auflockern. An mehreren Stellen werden so genannte Gumpen entstehen. Das sind kleine Becken im Flussbett, die ebenfalls dafür sorgen werden, dass die Strömung der Wupper nicht mehr eintönig, sondern mal turbulent, mal ruhiger wird. Ähnlich wie im Bereich Kluse in Elberfeld oder Rosenau in Oberbarmen werden auch standortgerechte Uferstauden gepflanzt.

 

Durch das Projekt wird die Wupper im städtischen Raum ein echter „Hingucker“. Doch vor allem die Tiere und Pflanzen in der Wupper profitieren von der natürlicheren Gestaltung des Flusslaufs. Durch die abwechslungsreichere Gewässerstruktur mit unterschiedlichen Strömungen wird der Fluss sauerstoffreicher und bietet den Fischen auch Ruhebereiche.

 

Die Gewässerentwicklung im Wuppertaler Stadtgebiet entspricht den Anforderungen und Zielsetzungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, das Mögliche und finanziell Machbare zu tun, um auch Flüsse in dicht besiedelten Bereichen und mit unterschiedlichen menschlichen Nutzungen möglichst positiv zu entwickeln. „Mit dem Projekt in Wuppertal-Sonnborn können wir den begonnen Weg hin zu einer natürlicheren Wupper im Stadtgebiet fortsetzen“, sind sich Reinhard Gierse vom Ressort Umweltschutz der Stadt Wuppertal und Arnim Lützenberger, Projektleiter beim Wupperverband, einig. „Jedes Stück renaturierte Wupper trägt dazu bei, die Struktur und Qualität unserer Lebensader zu verbessern.“

 

Auch für andere Flussabschnitte im Stadtgebiet haben die Stadt Wuppertal und der Wupperverband bereits Ideen zur Gewässerentwicklung. Weitere Projekte, so zwischen Laaken und Oberbarmen und zwischen Brücke Farbmühle bis Schwebebahnstation Völklingerstraße, sind geplant und sollen mit Fördergeldern des Landes realisiert werden.

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