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Wuppertal / Pressemeldung – 23.09.2011

Ende der Trockenzeit: Märchenbrunnen sprudelt wieder

Jahrzehnte lang blieb er trocken, den Probelauf seit 30. Juni hat er bestens bestanden: Die Zukunft für den Märchenbrunnen im Zooviertel sieht gut aus. Nun wird es Zeit, ihn offiziell in Betrieb zu nehmen.
Den passenden Rahmen liefert das zweite Märchenfest des Bürgervereins Sonnborn-Zoo-Varresbeck, der Grundschule Donarstraße und der Kita „Stoppelhopser“ am Samstag, 24. September. An diesem Tag endet die mehr als 70-jährige wasser- und beckenlose Zeit des Märchenbrunnens.
Zuvor wird er ein letztes Mal abgestellt, „Christo-artig“ verhüllt und in einer kleinen festlichen Zeremonie von Schirmherr Oberbürgermeister Peter Jung seiner eigentlichen Bestimmung zurückgegeben – dem fröhlichen Wasser- und Lichtspiel.

Von 14 Uhr bis etwa 18 Uhr treten neben Anderen Ingeborg Wolff, Thomas Laske, Tobias Deutschmann und Angelika Pauly auf und liefern Kostproben ihres Könnens. Die neue abendliche Beleuchtung in sanftem Licht werde die zentrale städtebauliche Position des Märchenbrunnens im Viertel betonen, wie sie ihm von seinen Architekten „Herrmanns & Riemann“ bereits Ende des 19. Jahrhunderts zugedacht gewesen sei, ist sich Dr. Bernd Udo Hindrichs vom Bürgerverein Sonnborn-Zoo-Varresbeck sicher.

 

Am 13. November 1897 hatte der damalige Oberbürgermeister von Elberfeld Hermann Adolph Jaeger zum ersten Mal Wasser aus den fratzenhaften Speiern in die Becken plätschern lassen. Ende der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zu einem stummen Monument geworden, erinnerte der Märchenbrunnen allein durch seinen Namen daran, eines Tages vielleicht wiedererweckt zu werden.

 

Der Bürgerverein Sonnborn-Zoo-Varresbeck ging diese Aufgabe an – nicht zuletzt 2006 durch Worte von Oberbürgermeister Jung ermutigt: „Wir wollen dem Märchenbrunnen einfach eine zweite Zukunft geben“. Das Ende der langen „Trockenzeit“ ist den Spenden vieler großzügiger Förderer des Projekts, wie der Firma EDE, der NRW-Stiftung Natur-Heimat-Kultur, der Sparkasse Wuppertal oder den Wuppertaler Stattwerken zu verdanken. Doch auch viele Spender aus dem Zooviertel selbst trugen dazu bei, den Brunnen wieder zum Sprudeln zu bringen. Die Stadt Wuppertal hat das Projekt organisatorisch begleitet und unterstützt.

 

72.000 Euro kostete es, den Märchenbrunnen wieder in Gang zu bringen. Der Bürgerverein hat die Betreuung der Anlage für die nächsten fünf Jahre übernommen. Ob Jung freut sich mit dem Bürgerverein über die gelungene Restaurierung: „Mein besonderer Dank gilt deshalb zunächst den Menschen, die die Idee hatten, den Brunnen zu restaurieren und in ihrem Eifer nicht nachgelassen haben, bis die Idee Wirklichkeit wurde. Dank aber auch den vielen kleinen und großen Spendern, ohne die es eben auch nicht funktioniert hätte!“

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