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Wuppertal / Pressemeldung – 03.12.2012

Kältekonzept: Hotline eingerichtet

In diesem Winter bittet die Stadt Wuppertal erstmals die Bürger mitzuhelfen, den Erfrierungstod von wohnungslosen Menschen zu verhindern. Dazu wird in den nächsten Tagen eine Hotline eingerichtet, die rund um die Uhr erreichbar ist.

Hier können Menschen gemeldet werden, die in der Kälte hilflos auf Bänken, in Hauseingängen, Kleingartenanlagen oder unter Brücken schlafen. Je nach Uhrzeit kümmert sich das Ordnungsamt oder die Feuerwehr um die Betroffenen.

 

Alle Wuppertaler werden gebeten, die Hotline anzurufen, wenn sie glauben, dass ein Mensch entsprechende Hilfe braucht. Die Hotline ist eine Maßnahme des Kältekonzepts für die Stadt Wuppertal, das in diesem Herbst durch das Ressort Soziales in Zusammenarbeit mit den aktiven Einrichtungen und Behörden erarbeitet und am 29. November 2012 dem Ausschuss Soziales, Familie und Gesundheit vorgestellt wurde.

 

In Deutschland erfrieren jeden Winter wohnungslose Menschen. Auch in Wuppertal leben Menschen auf der Straße, denen der Erfrierungstod drohen kann. Die Anzahl an Menschen, die zwar einen Schlafplatz haben, aber am Tage keinen Aufenthalt finden können, ist groß.

Folgende Maßnahmen listet das Kältekonzept auf:

 

1. Regelangebote, die das ganze Jahr über verfügbar sind 

  • Eine Übernachtungsstelle für Männer, die von 18 bis 8 Uhr geöffnet ist. 
  • Eine Übernachtungsstelle für Frauen, die von den Frauen auch tagsüber genutzt werden kann. 
  • Spezielle Tagesangebote für wohnungslose Frauen und Männer von der Diakonie Wuppertal, die zum Teil täglich von 9 Uhr bis zirka 14.30 Uhr geöffnet sind. 
  • Die Diakonie Wuppertal berät die Menschen und sucht sie im Rahmen der Streetwork auf.

2. Spezielle Angebote für den Winter

  • Visitenkartengroße Informationskarten für wohnungslose Menschen, mit den Adres-sen der Übernachtungsstellen, die von allen weiter gegeben werden können, vor allem vom Ordnungsamt, der Polizei und den Streetworkern. 
  • Zusätzlich führen das Ordnungsamt und die Diakonie sogenannte „Kältegänge“ durch. Sie haben das Ziel, wohnungslose Menschen in den Abendstunden davon zu überzeu-gen, die Übernachtungsstelle aufzusuchen. Auch am Tag suchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Diakonie gezielt die bekannten Schlaf- und Aufenthaltsplätze der wohnungslosen Menschen auf. 
  • Die Bürger werden gebeten, die wohnungslosen Menschen nicht mit Schlafsäcken zu versorgen. Besser ist es, die Hotline anzurufen. Häufig verkennen die Menschen, die draußen schlafen, die Erfrierungsgefahr, die auch von Schlafsäcken nicht aufgehalten werden kann. 
  • Der Sozialdienst katholischer Frauen bietet voraussichtlich an zwei Abenden pro Woche einen Beratungsbus am Berliner Platz an. Menschen mit und ohne Wohnung können sich dort aufwärmen und beraten lassen.

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