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Wuppertal / Pressemeldung – 12.12.2012

Und kein bisschen leise: Alice Schwarzer zum 70.

Sie ist die Galionsfigur des Feminismus: Alice Schwarzer. Zu ihrem 70. Geburtstag empfing Oberbürgermeister Peter Jung die gebürtige Wuppertalerin im Rathaus.

Oberbürgermeister Peter Jung freute sich über den Besuch Schwarzers. "Sie haben einmal gesagt, dass Sie stolz sind, aus der Stadt von Else Lasker-Schüler und Helene Stöcker zu kommen", so Jung. "Deshalb freue ich mich, Sie heute in unserem Rathaus in Barmen zu begrüßen."

 

Drei Städte, so der OB weiter, hätten im Leben Alice Schwarzers eine wichtige Rolle gespielt: Wuppertal als ihre Geburtsstadt, in der sie ihre Jugend verbrachte; Paris als der Ort, an dem sie die Weichen für ihr späteres Leben stellte; und Köln als die Stadt, in der sie als Herausgeberin und Chefredakteurin der Zeitschrift "Emma" bis heute wirkt.

 

"Seit 50 Jahren kämpfen Sie für die Rechte der Frauen", sagte Jung rückblickend. Und auf die Themen Frauenquote bei Dax-Konzernen oder Betreuungsgeld bezogen: "Auch heute gibt es noch genug Themen zum Streiten und Diskutieren."

Die Geehrte zeigte sich gerührt, "dass Wuppertal mir so die Treue hält." Obwohl sie selbst nicht immer so treu gewesen sei, denn im Alter von 20 kehrte sie ihrer Heimatstadt vorläufig den Rücken. Zuvor war sie bei ihren Großeltern aufgewachsen, die tonangebende Großmutter hatte sie geprägt. Und auch der Wuppertaler Protestantismus hat seine Spuren bei Schwarzer hinterlassen: "Daher kommt meine Arbeitswut und mein Gerechtigkeitsfimmel."

 

Als sie die Zeitschrift "Emma" in Köln gründete, war das für sie eine Rückkehr in die Heimat. Wuppertal war nicht fern: "Ich sah fast alle Stücke der wunderbaren Pina Bausch." Und als sie dann 1991 den Von der Heydt-Preis der Stadt erhielt, "war das der erste bedeutende Preis für die ,Nervensäge' Schwarzer", erinnerte sich die Geehrte augenzwinkernd.

 

Der Stadt Wuppertal wünschte sie ökonomische Stabilität - und dass die Stadt kulturell Zeichen setzen möge wie in der Vergangenheit. Was sie selbst betreffe, "gelobe ich, Wuppertal treu zu bleiben und immer für die Stadt da zu sein."

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Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal

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