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Wuppertal / Pressemeldung – 03.07.2012

Spielplatz am Gutenbergplatz wieder "zur Eroberung" frei

Nur das Wetter spielte am Freitag, 29. Juni, mal wieder nicht mit. Trotzdem war es ein schönes Fest zur Eröffnung des neuen Spielplatzes auf dem Gutenbergplatz am Eingang zum Quartier Arrenberg. Ein Jahr wurde umgebaut. Nun steht er allen kleinen und weniger kleinen Nutzern wieder zur Verfügung.

Der Gutenbergplatz in Elberfeld-West ist ein wichtiges Eingangstor ins Quartier Arrenberg, 7500 Quadratmeter groß und direkt an der Wupper und der Schwebebahnhaltestelle Pestalozzistraße gelegen. Der zum Platz gehörende Spielplatz war alt und nicht mehr zeitgemäß.

Ein Jahr lang wurde er umgebaut. Am Freitag, 29. Juni, hat ihn Oberbürgermeister Peter Jung offiziell allen kleinen und weniger kleinen Nutzern zur „Rückeroberung“ freigegeben.

 

Ein Motto-Fest, welches an Platznamensgeber und Buchdruckerfinder Johannes Gutenberg erinnert, sollte es sein, hatte sich Thomas Zimmermann, Spielplatzbeauftragter bei der Stadt, überlegt. „Von Gutenberg zum Internet, vom Druck per Hand zum interaktiven Spielplatz“, lautete das Motto.

Also gab es alte Druckmaschinen aus dem 19. Jahrhundert zu bestaunen, die Künstler Peter Paulus und Stephan Werbeck demonstrierten den Umgang mit der alten Drucktechnik, und die Buchbinderei Reinartz führte alte Papierfärbetechniken vor. Sportlich wurde es zwei Tage vor dem EM-Endspiel an der interaktiven Torwand SUTU, die über die Internetnutzung sogar internationale Vergleiche zulässt.

 

Wie der neue Spielplatz einmal aussehen soll, hatten sich zum Jahresanfang 2009 die Teilnehmer eines Workshops von Stadt und dem Verein „Aufbruch am Arrenberg“ überlegt. 350.000 Euro stand den Fachleuten aus dem Ressort Grünflächen und Forsten zur Verfügung.

 

80 Prozent davon sind mit EU-, Bundes- und Landesmitteln gefördert worden. Der städtische Eigenanteil wurde über Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen erbracht. Die Wichernhaus gGmbH sowie die GBA (Gesellschaft für Berufliche Aus- und Weiterbildung) haben die Pläne zur Neugestaltung des Spielplatzes dann umgesetzt.

Altersgerechte Spielbereiche und barrierefreie Wege

Die Bereiche an der Schwebebahnstation und die Flächen an der Wupper sind neu geordnet worden. Die ehedem feuchte Rasenfläche, zudem sehr stark durch Hundekot beschmutzt, ist mit einer wassergebundenen Decke und mit attraktiven neuen Sitzgelegenheiten umgestaltet worden.

Die Skulptur „Spielende Finger“, die auf dem Hügel stand, hat ihren neuen Standort im Hof der ehemaligen Schule Simonstraße gefunden.

 

Das unbefriedigende Spielangebot war bisher nicht abgegrenzt zwischen den einzelnen Altersgruppen, was schon mal zu Konflikten führte, wenn gleichzeitig viele Kinder vor Ort waren. Nun sind Spielbereiche für Kleinkinder, für größere Kinder sowie für Jugendliche und Erwachsene entstanden – in unterschiedlichen Bereichen und mit jeweils alters- und zeitgemäßen Angeboten.

 

Der große Rasenhügel an der Wupperseite und zwei weitere wurden abgetragen, so ist eine bessere Überschaubarkeit des Geländes gegeben. Die übrigen Rasenhügel bleiben als „raumbildendes Element“, wie die Spielplatzgestalter es nennen, erhalten und dienen als Spiel- und Liegewiese.

 

Dazu kommen noch ein bereits vorhandener Bolzplatz und ein neuer Streetballplatz. Alle Wege vom Schwebebahnhof Pestalozzistraße zum Gutenbergplatz sind nun barrierefrei.

 

Als kleines „Schmankerl“ obendrauf gilt das privat finanzierte Vorhaben der jetzigen Nutzer der ehemaligen „Bayer-Sporthalle“, einer Rechtsanwaltskanzlei und einem Autohaus, das städtebaulich wichtige Gebäude bis Ende des Jahres mit einem LED-Beleuchtungssystem zu versehen, welches unterschiedliche Farben und Farbeffekte erzeugen wird. Das könnte zu einem Erkennungszeichen des Platzes werden, welches auch von der Schwebebahn aus erlebbar sein wird.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal

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