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Wuppertal / Pressemeldung – 22.06.2012

Berufskolleg Werther Brücke: Praxisnaher Unterricht

Oberbürgermeister Peter Jung hat am Freitag, 22. Juni, die neuen Werkstätten des Berufskollegs Werther Brücke am Standort Gewerbeschulstraße eingeweiht. Zwar wurde der eigentliche Bau bereits vor einem Jahr abgeschlossen, nun ist jedoch auch das Außengelände fertig und somit das Gesamtprojekt bereit für eine offizielle Übergabe.

Von Juli 2009 bis Mai 2011 sanierte das Gebäudemanagement der Stadt (GMW) den zweiten Standort des Berufskollegs Werther Brücke umfangreich, Neubauten entstanden. Die Baukosten für Hauptgebäude und ehemalige Wirkerei betrugen 5,5 Millionen Euro. Hinzu kamen 935.000 Euro für den Neubau der Kfz-Halle – zusammen also fast 6,5 Millionen Euro. Ein großer Teil, nämlich 4,75 Millionen Euro, stammt aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung, über die Bildungspauschale wurden 1,33 Millionen Euro finanziert, und das GMW steuerte 450.000 Euro bei.

 

Etwa 500 Schüler werden derzeit an der Dependance unterrichtet, davon absolvieren 405 ihre Ausbildung in Kfz-Technik, Textiltechnik, Sanitär-Heizungs- und Klimatechnik. Für die „Azubis“ bietet das nun noch praxisnäheren Berufsschulunterricht, und Schüler, die sich auf ihren späteren Beruf vorbereiten, lernen reale Arbeitsbedingungen kennen.

Um- und Neubauten

Alle Klassen-, Fachräume und Labore wurden während des Umbaus auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Auch eine hell und freundlich gestaltete Holzwerkstatt mit modernen Holzbearbeitungsmaschinen ist entstanden.

 

Der Fachbereich Sanitär-Heizungs- und Klimatechnik wechselte von der Bachstraße zur Zweigstelle Gewerbeschulstraße und erhielt zwei moderne Fachlabore. In diesen kann zum einen konventionelle Heizungstechnik praxisnah an unterschiedlichen Heizungsanlagen vermittelt werden. Zum anderen stehen die immer wichtiger werdenden Technologien der regenerativen Energien in einem speziell eingerichteten Fachlabor zur Verfügung.

 

Besondere Beachtung wird die neue Plattform auf dem Dach des Gebäudes finden, auf der den Schülern für praktische Übungen Bauelemente der Klimatechnik und Komponenten für regenerative Energien zur Verfügung stehen.

 

Für die Ausbildung der Kfz-Mechatroniker entstand ein vollständiger Neubau einer Kfz-Halle. Sie ist auf über 300 Quadratmetern mit vier großzügigen Werkstatthallen ausgestattet.

 

Zur Ausstattung gehören fest eingebaute Hebebühnen, ein Bremsen-, ein Motoren- und ein Leistungsprüfstand. Ein Labor für Kfz-Elektrik, Fachräume für Motorentechnik und ein Übungsstand für LKW-Druckluftbremsen fehlen ebenfalls nicht. Daher unterscheidet sich die Halle nicht von einer modernen Kraftfahrzeugwerkstatt eines Fachbetriebes.

Energetische Sanierung

Der gesamte Gebäudekomplex ist energetisch saniert worden. Wegen sehr großen Fensterflächen (rund 70 Prozent) kam dabei den Fenstern besondere Bedeutung zu. Durch spezielle Verglasungen werden jetzt 70 bis 80 Prozent weniger Wärmeverlust erreicht. Die Fenster in den Klassenräumen sind mit Kontakten ausgestattet, die die Heizkörper des betreffenden Raumes bei geöffnetem Fenster ausschalten (Zonenregelung).

 

Ebenfalls gedämmt wurden die Fassadenflächen, genau wie die Flachdächer, die eine Wärmedämmung erhielten. Das bestehende Verteilnetz für die Wärme (etwa 3.000 Meter Rohrleitungen) wurde vollständig erneuert.

 

Die Räume des Hauptgebäudes erhielten eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Sie entzieht der Abluft einen Großteil der Wärme und nutzt sie zur Erwärmung der Frischluft.

 

Im gesamten Gebäude ist die Elektroinstallation erneuert worden, etwa 25 Kilometer an Stromleitungen. Jeder Klassenraum bekam EDV-Steckdosen. Die Beleuchtung in den Klassenräumen und Fluren wird über Präsenzmelder ein- und ausgeschaltet.

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