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Wuppertal / Pressemeldung – 17.04.2013

Tanztheater bekommt neue Leitung

Lutz Förster, langjähriges Ensemble-Mitglied und Professor an der Folkwang-Hochschule, übernimmt die künstlerische Leitung des Tanztheaters Wuppertal. Die Company kündigt eine grundlegende Neuorientierung des Tanztheaters an.

Das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch hat nach intensiven und langen Diskussionen einstimmig beschlossen, mit einer neuen Führung in die kommende Spielzeit zu gehen. Lutz Förster, langjähriges Ensemblemitglied und heute Professor an der Essener Folkwang Universität der Künste, wird ab sofort als künstlerischer Leiter Verantwortung für die Arbeit des Tanztheaters übernehmen. Dominique Mercy und Robert Sturm ziehen sich auf eigenen Wunsch aus der Geschäftsführung und Künstlerischen Leitung zurück.

 

Sie hatten sich nach dem Tod von Pina Bausch kurzfristig bereit erklärt, das Ensemble zu leiten. „Dominique Mercy und Robert Sturm haben die Company erfolgreich durch eine sehr schwierige Zeit mit großen Herausforderungen und außerordentlichen Projekten geführt, und zusammen mit Geschäftsführer Dirk Hesse die Weichen für die Zukunft gestellt. Diese Zeit und Entscheidungen haben viel Kraft gekostet. Dominique Mercy und Robert Sturm haben jetzt darum gebeten, von ihren Funktionen zurücktreten zu dürfen. Für ihr großes Engagement gilt ihnen unsere Anerkennung“ erklärte Oberbürgermeister Peter Jung, „für all das, was das Ensemble in dieser schwierigen Zeit geleistet hat, möchte ich mich im Namen der Stadt Wuppertal bedanken“.

 

„Wir sind sehr froh, dass wir mit Lutz Förster einen engen Wegbegleiter von Pina Bausch für die Company gewinnen konnten“, erklärte die Vorsitzende des Beirats, Ursula Schulz. „Damit haben wir sicher gestellt, dass der Name und das künstlerische Erbe von Pina Bausch auf hohem Niveau in Erinnerung bleiben. Dies empfinden wir gleichermaßen als Anspruch und Herausforderung.“

 

Gleichzeitig mit der personellen Veränderung kündigte die Company an, das Tanztheater Wuppertal einem Wandel zu unterziehen, der mit der Spielzeit 2015/16 deutlich sichtbar werden soll, auch im Hinblick auf zukünftige Neuproduktionen. Die Stadt Wuppertal und das Land Nordrhein-Westfalen haben eine finanzielle Förderung des Tanztheater Wuppertal auch über 2015 hinaus zugesagt.

 

„Die Stadt Wuppertal hat immer alles ihr Mögliche getan, um das Ensemble zu unterstützen. So haben wir die städtischen Zuschüsse für das Tanztheater nie angetastet. Das war immer unstrittig, obwohl die Stadt in allen Bereichen schmerzhaft sparen musste, und das wird auch in Zukunft so bleiben.“ Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal Peter Jung .

 

„Diese Neuorientierung des Tanztheaters“ so Geschäftsführer Dirk Hesse, „ist das Ergebnis eines intensiven Diskussionsprozesses über die mittel- und langfristigen Perspektiven des Tanztheaters. Knapp vier Jahre nach dem Tod von Pina Bausch ist allen Beteiligten klar, dass die Bühnenpräsenz ihrer Werke durch die Übergabe an neue Generationen gesichert werden muss“. Dem Wunsch und Vermächtnis von Pina Bausch entsprechend soll Wuppertal als Standort für den Tanz erhalten bleiben.

 

Zunächst erwartet die Tanzwelt jedoch eine ganz besondere Begegnung mit dem Ensemble und dem Werk von Pina Bausch. Das Tanztheater geht im August 2013 in seine 40. Spielzeit und arbeitet derzeit an einem Jubiläumsprogramm, das im Juni 2013 veröffentlicht wird.

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